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1. FC Köln: Julian Chabot - so verlief die bisherige Karriere des Neuzugangs

Neuverpflichtung beim 1. FC Köln : Das ist FC-Neuzugang Julian „Jeff“ Chabot

Mit Julian Chabot hat der 1. FC Köln wie erwartet einen neuen Innenverteidiger verpflichtet. Der 23-Jährige erfüllt viele der geforderten Kriterien, blickt aber auf eine bewegte Vergangenheit zurück.

Wie erwartet hat der 1. FC Köln auf der Position des Innenverteisigers noch einmal nachgebessert. Julian Chabot erfüllt offenbar die vom FC geforderten Kriterien eines Innenverteidigers. Nach den Abgängen von Rafael Czchos (Chicago Fire), Jorge Meré (Club América) und Sava Cestic (HNK Rijeka) sah der FC sich genötigt, auf dem Transfermarkt noch einmal nachzulegen. Schließlich verfügt Köln mit Luca Kilian und Timo Hübers nur noch über zwei etatmäßige Innenverteidiger. „Unsere Spielweise hat sich seit dem Sommer geändert. Deswegen gibt es bestimmt einen Kriterienkatalog, den der Abwehrspieler erfüllen muss“, sagte  Thomas Kessler, Leiter der Lizenzspielabteilung, noch in der vergangenen Woche.

Nun ist es amtlich: Chabot wird den FC verstärken. Am Dienstagabend absolvierte der Verteidiger den Medizincheck in Köln, am Donnerstag soll er im Testspiel gegen Schalke erstmals auflaufen. „Jeder Junge, der wie ich in Deutschland groß geworden ist, träumt davon, irgendwann Bundesliga zu spielen. Deshalb wollte ich diese Chance unbedingt nutzen und freue mich auf meine neue Aufgabe in Köln“, sagte Chabot. „Die Erfahrungen, die ich in den letzten viereinhalb Jahren im Ausland gesammelt habe, werden mir mit Sicherheit helfen. Ich bin dankbar für diese Zeit, möchte beim FC jetzt den nächsten Schritt gehen und mich in der Bundesliga beweisen.“ Der Neuzugang wird die Trikotnummer 24 übernehmen und ist vorerst bis 2023 ausgeliehen. Dem Vernehmen nach soll der FC eine Leihgebühr von 300 000 Euro bezahlt haben und über eine Kaufoption über 2,5 Millionen Euro verfügen.

Der 23-jährige Chabot ist wie Czichos Linksfuß. Er bringt eine Größe von 1,95 Metern mit, gilt als sehr robust, schnell und zweikampfstark. Für das Kölner Spielsystem sind aber auch Stärken im Spielaufbau gefragt. Auch diese Kriterien dürfte der gebürtige Hesse erfüllen. „Jeff ist ein robuster Innenverteidiger, der mit seinen 23 Jahren bereits über einige Erfahrung im Ausland verfügt“, sagte Interims-Sportchef Jörg Jakobs. „Mit uns kann er sich nun gemeinsam in der Bundesliga weiterentwickeln und dabei in den nächsten eineinhalb Jahren für den notwendigen Konkurrenzkampf auf dieser Position sorgen.“ Chabot spielte zunächst in der Jugend von Darmstadt 98, bevor er im Alter von sieben Jahren zu Eintracht Frankfurt wechselte. Nach einem kurzen Ausflug zum 1. FC Nürnberg und der Rückkehr zur Eintracht wechselte er als 16-Jähriger nach Leipzig. Bei RB wurde Chabot ab 2014 zum Junioren-Naitonalspieler. 2017 verließ der Abwehrspieler Leipzig und wechselte ins Ausland. „In Leipzig war die Situation damals so, dass gerade in diesem Sommer die U23 vom Spielbetrieb zurückgezogen wurde. Und der Schritt von der U19 direkt zu einer Spitzenmannschaft in einer Weltklasse-Liga ist ein sehr großer – so realistisch muss man sein“, sagte Chabot in einem Interview transfermarkt.de. „Wenn man dort ins kalte Wasser geworfen wird, kann es durchaus schneller nach unten als nach oben gehen.“

Karrierestart in den Niederlanden

Für Chabot ging es nach oben. Der 19-Jährige wechselte zu Sparta Rotterdam in die niederländische Eredivisie. 20 Mal lief er für Rotterdam auf, sogar 28 Mal im Folgejahr für den FC Groningen. „In Holland hatte ich die Möglichkeit, Spielpraxis in einer niveauvollen Liga zu sammeln und so meinen Weg in den Profibereich einzuschlagen. Diese Entscheidung hat sich für mich am Ende des Tages gelohnt“, sagte Chabot. Für knapp vier Millionen Euro wechselte der Verteidiger zu Sampdoria Genua, wurde am in der vergangenen Saison an Spezia Calcio ausgeliehen. Schon damals sagte er, er könne sich eine Rückkehr nach Deutschland vorstellen. Das ist nun passiert. 

In Köln wird er sich einem starken Konkurreznkampf ausgesetzt sehen. „Ich bin ein Mensch, der sich vor keiner Herausforderung scheut. Natürlich will ich immer spielen. Und wenn es mal nicht dazu kommen sollte, lasse ich den Kopf nicht hängen und trainiere weiter“, sagte Chabot vor einigen Monaten. „Ich liebe den Konkurrenzkampf, denn nur so wird man besser.“ Seine erste Bewährungsprobe wird Chabot nun am Donnerstag im Testspiel gegen den FC Schalke 04 haben.

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