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1. FC Köln kassiert 1:4-Pleite gegen SC Freiburg

1:4 gegen Freiburg : 1. FC Köln kassiert unnötige Heimpleite

Nach zuletzt zwei Siegen in Folge hat der 1. FC Köln einen bitteren Rückschlag im Kampf um den Klassenerhalt hinnehmen müssen. Gegen den SC Freiburg unterlag die Mannschaft von FC-Trainer Friedhelm Funkel 1:4.

Die Vorgabe für den Liga-Endspurt war eindeutig: „Das Optimale wäre, die drei Spiele zu gewinnen. Das muss unser Ziel sein“, hatte FC-Trainer Friedhelm Funkel vor der Begegnung mit dem SC Freiburg gesagt. Zwei Freiburger Doppelschläge haben den Plan zunichtegemacht. Der 1. FC Köln unterlag dem SC Freiburg am 32. Spieltag der Fußball-Bundesliga 1:4 und steuert weiterhin auf den siebten Abstieg der Vereinsgeschichte zu.

Nils Petersen (18.) und Ermedin Demirovic (20.) hatten die Gäste in Führung gebracht. Nach dem zwischenzeitlichen 1:2 durch Sebastian Andersson (49.) keimte Hoffnung auf, doch in der Nachspielzeit trafen Vincenzo Grifo (90.+3) und Jonathan Schmid (90.+5) zum 1:4-Endstand.  „Wir haben eine schlechte erste Halbzeit gespielt. Das war nicht das, was wir auf den Platz bringen wollten“, sagte FC-Kapitän Jonas Hector. „Wir betreiben extremen Aufwand und werden nicht belohnt.“

1. FC Köln - SC Freiburg: Doppelschlag aus dem Nichts

Dass der FC hohen Aufwand betreiben musste, lag an 120 Sekunden im ersten Abschnitt, in denen die Kölner sich zweimal erschreckend einfach düpieren ließen. Dass sie sich nicht belohnten, auch an einem verschossenen Elfmeter von Ondrej Duda sowie einem nicht gegebenen Tor in der Schlussminute von Jan Thielmann. Schiedsrichter Marco Fritz hatte auf Handspiel entschieden. 

FC-Trainer Friedhem Funkel blieb erwartungsgemäß bei seiner 4-4-2-Taktik, brachte allerdings Kingsley Ehizbue nach abgesessener Gelbsperre zurück. Freiburgs Coach Christian Streich überraschte mit einer Doppelspitze. Petersen begann neben Demirovic. Der taktische Kunstgriff zahlte sich aus. Nach einer Hereingabe über die rechte Seite hatte Ellyes Skhiri den Ball eigentlich sicher, legte ihn aber unfreiwillig Grifo auf, der Ball landete über Umwege bei Petersen, der routiniert zur Freiburger Führung einschob. Keine 120 Sekunden später rollte der nächste Angriff über die rechte Seite an. Roland Sallai flankte ins Zentrum, über Grifo kam der Ball zu Demirovic, der zum 2:0 vollstreckte. Köln agierte verunsichert, tat sich überraschend schwer.

1. FC Köln steigert Leistung im zweiten Durchgang

Funkel reagierte und brachte mit Ismail Jakobs schon zur Pause einen neuen Mann. Und die Einwechslung machte sich direkt bezahlt. Der U21-Nationalspieler wurde von Florian Kainz auf der linken Seite in Szene gesetzt. Jakobs flankte präzise auf Sebastian Andersson, der sehenswert auf 1:2 verkürzte. Wenige Minuten später flankte erneut Jakobs auf Kainz, der aber das Tor deutlich verfehlte. Köln war jetzt präsenter, gewann mehr Zweikämpfe und erspielte sich Chancen. So erneut Jakobs, der alleine auf das Tor zulief und von Lukas Kübler von den Beinen geholt wurde. Den fälligen Strafstoß vergab Duda, der bei der Ausführung wegrutschte.

Funkel stellte auf eine Dreierkette um und brachte mit Dominick Drexler, Jan Thielmann, Salih Özcan und Max Meyer weitere Offensivkräfte. Der FC erhöhte noch einmal den Druck.  Zwar traf der eingewechselte Thielmann in der Nachspielzeit das Tor, Schiedsrichter Marco Fritz entschied aber auf Handspiel von Jonas Hector. Eine strittige Situation. „Die Handregel ist schwer. Da sollen sich die Experten drüber streiten“, sagte der Kölner Kapitän. Auf der anderen Seite setzten Grifo und Schmid mit dem zweiten Doppelpack den Schlusspunkt.

Am Mittwoch bezieht der FC sein Quarantäne-Hotel in Bensberg und bereitet sich auf die letzten beiden Saisonspiele gegen Hertha BSC und den FC Schalke 04 vor. „Wir haben in der Vergangenheit bewiesen, dass wir jeden schlagen können“, sagte Hector. Und auch der Kölner Trainer Friedhelm Funkel hat bereits die neue Marschroute vorgegeben: „Ich weiß nicht, ob jetzt nur noch Siege helfen. Das kommt auf die Konkurrenz an. Wir gehen auf jeden Fall in die letzten beiden Partien mit dem Anspruch, besser zu spielen und sie zu gewinnen“, sagte Funkel nach der Partie.