Man of the Match Luca Kilian sichert dem FC gegen Fürth einen Punkt

Köln · Florian Kainz war beim 1:1 in Fürth einziger Kölner Torschütze und damit einer der wichtigsten FC-Spieler. Zu überzeugen wusste aber auch Innenverteidiger Luca Kilian – wieder einmal.

FC-Innenverteidiger Luca Kilian (r.) im Zweikampf mit Fürths Jamie Leweling.

FC-Innenverteidiger Luca Kilian (r.) im Zweikampf mit Fürths Jamie Leweling.

Foto: dpa/Daniel Karmann

Hätte Luca Kilian nicht auf dem Rasen des Fürther Ronhofs gestanden, hätte es für den 1. FC Köln ein ungemütlicher Samstagnachmittag beim Bundesliga-Tabellenletzten werden können. Der Punktgewinn durch das 1:1 gegen die Franken war nicht nur das Verdienst des FC-Torschützen Florian Kainz, auch Innenverteidiger Kilian hatte daran erheblichen Anteil. Die Leihgabe des Liga-Konkurrenten Mainz 05 verhinderte bereits in der fünften Minute den Rückstand, als er in letzter Sekunde mit einer Grätsche gegen Fürths Branimir Hrgota rettete. Auch im weiteren Spielverlauf war der 22-Jährige zur Stelle, unter anderem bei einer Chance von Timothy Tillman.

Die Statistiken der Partie unterstreichen, wie wertvoll Kilian für den FC am Samstag war: Er gewann 83 Prozent seiner Zweikämpfe, zudem landeten 88 Prozent seiner Pässe bei einem Mitspieler. Dass er 100 Prozent der 90 Spielminuten aktiv auf dem Platz erlebte, versteht sich von selbst. Denn Kilian ist aus der Kölner Viererkette an der Seite von Benno Schmitz, Timo Hübers und Kapitän Jonas Hector längst nicht mehr wegzudenken.

Der ehemalige Jugendspieler von Borussia Dortmund fühlt sich offensichtlich wohl beim 1. FC Köln. So wohl, dass er nicht zu den Mainzern zurückkehren will. „Ich will natürlich am liebsten beim FC bleiben und nicht nach Mainz zurück. So viel kann ich schon sagen", erklärte er kürzlich gegenüber dem „Geißbockecho“. Erste Gespräche soll es zwischen ihm und den Kölner Verantwortlichen schon gegeben haben, Kilians Marktwert liegt laut dem Portal transfermarkt.de bei rund 2,5 Millionen Euro. Es ist jedoch höchst unwahrscheinlich, dass die Mainzer den jungen Innenverteidiger für diese niedrige Summe abgeben würden.

Schon in der Hinrunde war Kilian nach dem vollzogenen Leihgeschäft ein wichtiger Baustein für FC-Trainer Steffen Baumgart; nun, in der Rückrunde, hat er bislang alle Partien über die vollen 90 Minuten absolviert. Das hängt natürlich mit dem Abgang von Rafael Czichos in der Winterpause zusammen, aber auch mit den konstant guten Leistungen Kilians. Jeff Chabot, den die Kölner im Januar quasi als Ersatz für Czichos holten, hat jedenfalls bis jetzt noch keine einzige Minute im FC-Trikot bestritten.

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Foto: dpa/Marius Becker

Das Vertrauen, das Baumgart Kilian entgegenbringt, ist derweil nicht neu. Schon als Coach des damaligen Bundesligisten SC Paderborn baute er in der Saison 2019/20 auf den damals 20-Jährigen, setzte ihn ausgerechnet im Heimspiel gegen den FC Bayern (2:3) erstmals ein. Von da an absolvierte der gebürtige Wittener jede Partie über die volle Spielzeit, bis ihn in der Rückrunde Verletzungen ausbremsten.

Kein Wunder also, dass ihn Baumgart im Sommer aus Mainz nach Köln lotste. „Wir haben in Paderborn erfolgreich zusammengearbeitet", sagte der FC-Coach im vergangenen Jahr nach der Verpflichtung. „Luca ist ein sehr talentierter Innenverteidiger, er ist schnell und spielstark.“ Mit Leistungen wie in Fürth liefert Kilian seinem Trainer keine Gründe, diese Meinung zu ändern.

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