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1. FC Köln: Marco Höger wechselt zum Drittligisten Waldhof Mannheim

Abschied in die 3. Liga : Marco Höger wechselt vom 1. FC Köln zu Waldhof Mannheim

Nach fünf Jahren beim 1. FC Köln hat sich Marco Höger dem Drittligisten Waldhof Mannheim angeschlossen. Der Routinier freut sich auf die Zeit bei einem weiteren Traditionsverein.

Sein großer Auftritt liegt noch gar nicht so lange zurück. In der „Schreckenskammer“ stand Marco Höger vor der Kamera. Für eine Folge der Krimiserie „SOKO Köln“. Sein Flirt mit einem weiblichen Gast in der kölschen Kultkneipe wurde 2020 im Fernsehen gesendet. Die Kneipe war gleichzeitig Tatort eines Verbrechens, und Höger, der Fußballer, schlug sich als Film-Neuling recht wacker. Vielleicht auch, weil dem gebürtigen Kölner das Ambiente einer Kneipe in seiner Heimatstadt ganz gut vertraut ist.

Nun hat der 31-Jährige seinen langjährigen beruflichen „Tatort“ verlassen. Der Mittelfeldspieler verlässt die Stadt und wechselt vom 1. FC Köln zu Waldhof Mannheim. Beim Drittligisten hat er einen Vertrag bis 2023 unterschrieben. Sein Arbeitspapier beim FC war nach fünf Jahren ausgelaufen – Höger wäre gerne geblieben, doch sein Kontrakt bei den Kölnern wurde nicht verlängert. Seine immense Erfahrung von 159 Bundesliga-Spielen (für Schalke und Köln), 69 Einsätze in der 2. Liga und jeweils 15 Partien in der Europa League sowie der Champions League soll er nun zwei Klassen tiefer einbringen.

Ein Rückschritt? Nicht unbedingt für Höger. Der Routinier, beliebt bei Fans und FC-Kollegen, betrachtet den SVW, der in der Liga erst einen Punkt aus zwei Spielen sammelte, dafür aber im DFB-Pokal Eintracht Frankfurt rauswarf, als neue Herausforderung. „Waldhof hat sich toll entwickelt und ist ein absoluter Traditionsverein“, sagte Höger, „deshalb freue ich mich ganz besonders, zukünftig für den Waldhof aufzulaufen.“

Natürlich, auch die Kurpfälzer zeigen sich zufrieden mit dem Transfer des Kölners, der sich zuletzt in der U21 des FC fit gehalten hatte. „Mit Marco Höger konnten wir einen absoluten Unterschiedsspieler für uns gewinnen", sagte Sportchef Jochen Kientz. Seine Qualitäten seien „unbestritten“, betont der frühere Profi und zeigt sich überzeugt davon, „dass er uns mit seiner Erfahrung und seinem Spielertyp weiterhelfen wird.“ Das könnte Höger schon am Sonntag, wenn er eventuell sein Debüt gibt für seinen neuen Verein im Heimspiel gegen die Würzburger Kickers.