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1. FC Köln: Ondrej Duda gilt als Hoffnungsträger

1. FC Köln : FC-Neuzugang Duda gilt als Hoffnungsträger

Neuzugang Ondrej Duda bringt Bundesliga- und Premier-League-Erfahrung mit nach Köln und gilt als Hoffnungsträger beim 1. FC Köln.

Ondrej Duda trägt immer ein Lächeln mit sich herum. Der neue Spielmacher des Fußball-Bundesligisten 1. FC Köln hat sich auf seinem linken Arm zahlreiche Tattoos stechen lassen, eines davon ist ein gelbes Smiley. Zuletzt war die gute Laune des Slowaken jedoch auf eine harte Probe gestellt worden. Nachdem Duda bei Hertha BSC Berlin vom Leistungsträger zum Ausrangierten abgerutscht war, verlief auch sein Leihgeschäft zu Norwich City arg unrund. In zwölf Pflichtspielen für den englischen Premier-League-Club gelangen ihm in der Rückrunde der vergangenen Saison weder ein Treffer noch eine Vorlage. Duda war auf der Insel nie richtig angekommen. Und das Thema Corona tat sein Übriges. Am Ende stieg der Neuling um den deutschen Trainer Daniel Farke als abgeschlagener Letzter direkt wieder ab. „Es war schwierig für mich“, sagt Duda, der eigentlich so viel mehr kann.

Nun drückt der Offensivmann den Resetknopf. Ausgesucht hat er sich dafür mit dem 1. FC Köln einen Verein, der nach der Rückkehr von Leihspieler Mark Uth zu Schalke 04 auf einen neuen klassischen Zehner angewiesen war. Damit der Neustart am Geißbockheim auch gelingt, möchte Duda die abgelaufene Spielzeit gedanklich abhaken. „Es ist jetzt eine andere Situation. Ich bin für vier Jahre hier, das ist wichtig.“ Horst Heldt traut Duda zu, zu jener Form aus der Saison 2018/19 zurückzufinden, in der der Rechtsfuß unter seinem Förderer Pal Dardai mit elf Treffern und sechs Vorlagen Herthas Topscorer war. „Ondrej hat in der Bundesliga bereits bewiesen, dass er nicht nur Tore vorbereiten kann, sondern auch selbst welche schießt. Er ist laufstark, kann das Spiel schnell machen und hat eine sehr gute Spielübersicht. Dazu tritt er unheimlich starke Standards“, sagt der Kölner Sportchef.

Hoffnung für die Zukunft

Eine erste Kostprobe seines Könnens gab der 25-Jährige bei der 2:3-Auftaktniederlage gegen die TSG Hoffenheim, bei der Duda wie die gesamte FC-Elf in der zweiten Halbzeit aufdrehte. In Erinnerung blieb vor allem sein Kabinettstückchen aus der 51. Minute, als der 36-fache slowakische A-Nationalspieler (fünf Tore) im Hoffenheimer Strafraum auf engstem Raum zwei Gegenspieler direkt hintereinander aussteigen ließ. Auch wenn der Abschluss über dem Gehäuse landete, machte jene Szene Hoffnung für die Zukunft. Zumal Duda im Vorfeld kaum Zeit hatte, seine neuen Mitspieler näher kennenzulernen. Nach nur zwei Trainingseinheiten mit der Kölner Mannschaft gehörte der im späten Tausch mit Jhon Cordoba gekommene Offensivmann direkt zum Bundesliga-Auftakt der Startformation an. „Das ging alles sehr schnell.“

Am Ende seiner ersten 90 Minuten im FC-Trikot stand dennoch Enttäuschung. Enttäuschung darüber, dass es der Mannschaft von Trainer Markus Gisdol nach Dominick Drexlers Ausgleich vier Minuten vor Schluss nicht gelungen war, das Unentschieden über die Zeit zu retten. „Es war ein unglückliches Spiel für uns“, seufzte Duda. „Wenn es beim 2:2 geblieben wäre, wäre es perfekt gewesen. Aber das ist Fußball.“ Nun gelte es, die positiven Aspekte der Partie mitzunehmen. Gemeint war damit der dominante zweite Durchgang, in der die neu formierte Kölner Offensive trotz noch fehlender Automatismen mehrere Vorstöße kreierte. „Darauf können wir aufbauen“, meinte Duda.

Ganz besonders gespannt ist er auf das Zusammenspiel mit dem neuen Kölner Mittelstürmer Sebastian Andersson (29), der gegen die TSG gleich sein erstes Tor für den FC markierte. „Sebastian hat eine super Saison gespielt“, lobt Duda die zwölf Tore des schwedischen Nationalspielers für den 1. FC Union Berlin im ersten Bundesliga-Jahr der „Eisernen“. Nun wollen beide mit dem Geißbock auf der Brust für Gefahr sorgen. „Ich denke, das ist eine gute Kombination“, sagt Kölns neuer „Zehner“. Eine Kombination, die sich in der wichtigen Partie bei Neuling Arminia Bielefeld in den ersten Saisonpunkten niederschlagen soll. „Wir müssen 100 Prozent geben. Ich hoffe, dass wir das zweite Spiel gewinnen“, sagt Duda. Dann würde am Samstag gegen 17.15 Uhr nicht nur von seinem linken Arm ein Lächeln aufblitzen.