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Kündigung wegen Moschee auf Trikot: 1. FC Köln reagiert cool auf wütenden Fan

Kündigung wegen Moschee auf Trikot : 1. FC Köln reagiert cool auf wütenden Fan

Weil auf dem neuen Trikot des 1. FC Köln eine Moschee abgebildet ist, hat ein FC-Anhänger nun seine Mitgliedschaft gekündigt. Der Verein machte den Fall öffentlich und reagierte unmissverständlich.

„Leben und leben lassen“: Der 1. FC Köln steht für Toleranz, Fairness, Offenheit und Respekt – immer und überall. Werte, die der Club in seiner Charta so niedergeschrieben hat und auch mit Nachdruck lebt.

Als also nun ein FC-Anhänger seine Mitgliedschaft mit der Begründung kündigte, dass auf dem neuen Trikot für die Bundesliga-Saison die Kölner Moschee abgebildet sei und er „sich nicht mit Moslems identifizieren“ könne, reagierten die Geißböcke schnell und unmissverständlich: „Diese Kündigung bestätigen wir gerne“, postete der FC auf Twitter.

Und hatte zudem den passenden Konter für einen Vorschlag des künftigen Ex-Mitglieds parat, der sich in seiner ganzen Intoleranz auch gegen Schwule und Lesben wandte: „Ich vermute, dass in der nächsten Saison die Trikots Rosa sind, dann wäre die Weltoffenheit perfekt.“

<aside class="park-embed-html"> <blockquote class="twitter-tweet"><p lang="de" dir="ltr"><a href="https://twitter.com/hashtag/effzeh?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#effzeh</a>-Charta nicht gelesen?<br><br>Diese Kündigung bestätigen wir gern. Und danke für die Idee mit dem Trikot.<br><br>Hadi tschüss. <a href="https://t.co/KT2kMbOsFr">pic.twitter.com/KT2kMbOsFr</a></p>&mdash; 1. FC Köln (@fckoeln) <a href="https://twitter.com/fckoeln/status/1293131816501751808?ref_src=twsrc%5Etfw">August 11, 2020</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script> </aside>
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„Danke für die Idee mit dem Trikot. Hadi und Tschüss“, reagierte der FC. Und wer die elf Punkte umfassende Charta des Clubs kennt, kann sich gut vorstellen, dass es nicht nur bei der Idee bleiben kann.

Im Juni hatte der FSV Mainz 05 bereits ähnlich reagiert. Der Verein hatte die Kündigung eines Mitglieds, das sich rassistisch über die Spieler geäußert hatte, öffentlich gemacht und den klaren Anti-Rassismus-Kurs deutlich verteidigt.