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1. FC Köln spielt unentschieden bei RB Leipzig

13. Spieltag Fußball-Bundesliga : 1. FC Köln erkämpft Unentschieden bei RB Leipzig

Der 1. FC Köln hat am 13. Spieltag in der Fußball-Bundesliga 0:0 gegen RB Leipzig gespielt. Die Geißböcke können als erstes Team der Saison einen Punkt aus Leipzig mitnehmen. Jorge Meré überragt beim nächsten guten Auswärtsspiel der Geißböcke.

Der 1. FC Köln entwickelt sich in der Fußball-Bundesliga zu einer Auswärtsmacht und hat auch RB Leipzig ein Bein gestellt. Die Geißböcke entführten am Samstag mit einem 0:0 völlig überraschend einen Punkt beim Tabellendritten und rehabilitierten sich nur drei Tage nach der deftigen 0:4-Derbyklatsche gegen Bayer Leverkusen mit großem Kampf und viel Leidenschaft.

Der vom überragenden Jorge Meré angeführte FC hat damit in seinen bislang sechs Partien dieser Saison auf fremden Plätzen nur vier Gegentore kassiert und stellt gemeinsam mit Leverkusen die beste Auswärts-Abwehr der Liga.

„Wir sind sehr glücklich mit diesem Punkt und haben als Block viel besser gestanden als gegen Leverkusen. Es war aber sehr hart gegen sie zu verteidigen und wir hatten auch Glück“, resümierte FC-Abwehrchef Sebastiaan Bornauw.

Beide Coaches mussten die Rotationsmaschine anwerfen. Julian Nagelsmann beklagte die Ausfälle seiner Offensivkräfte Christopher Nkunku und Justin Kluivert sowie von Verteidiger Ibrahima Konaté. Der RB-Trainer brachte Marcel Halstenberg, Amadou Haidara und Tyler Adams neu in die Startelf.

Markus Gisdol standen kurzfristig die angeschlagenen Sava Cestic, Ismail Jakobs und Sebastian Anderson nicht zur Verfügung. Zudem nahm Jannes Horn auf der Bank Platz. Noah Katterbach, Jorge Meré, Dominick Drexler und der gegen Leverkusen gesperrte Ondrej Duda rückten in die Anfangsformation.

Der FC-Trainer entschied sich mit diesem Personal für eine Viererkette und musste bange Anfangsminuten überstehen. Amadou Haidara prüfte Timo Horn schon nach 40 Sekunden im kurzen Eck . Der FC-Torwart leitete dann mit einem Fehlpass die nächste Leipziger Chance hatte aber Glück, dass Marcel Sabitzer bei seinem Pass auf Haidara knapp im Abseits stand.

Nach Konsultation mit dem Kölner Keller zählte der Treffer des Stürmers aus Mali nicht (2.). Yussuf Poulsen (5.) und Nordi Mukiele (10.) hatten die nächsten Möglichkeiten, dann war aus FC-Sicht das Schlimmste erst einmal überstanden. Die bis dato recht offene FC-Defensive fing sich, weil sie ein wenig Selbstbewusstsein aus der Tatsache ziehen konnte, dass RB in der Chancenverwertung so schlampig agierte.

Angeführt von Jorge Meré und dem fleißigen Elvis Rexhbecaj liefen und kämpften sich die Kölner langsam in die Partie bei in der Red Bull-Arena in dieser Saison noch verlustpunktfreien Leipzigern. Die Aktionen der Gastgeber verloren ihr Tempo. So wurde es nur nach Fehlern von Ellyes Skhiri.

Ein Querschläger des Tunesiers brachte Haidara in Position, der Ball knallte aber nur ans Außennetz (26.). Nach einem kapitalen Fehlpass de FC-Sechsern musste dann Timo Horn sein ganzes Können aufbieten, um Angelino am 1:0 zu hindern (36.). Insgesamt aber standen die Kölner stabiler und hätten sogar den Spielverlauf auf den Kopf stellen können. Dominick Drexler verfehlte das Tor nach einer herrlichen Katterbach aber, weil er bei seinem Volleyschuss aus elf Metern wohl etwas zu überrascht war (39.).

So glücklich das 0:0 zur Pause war, so sehr verdiente sich der FC das Ergebnis in Halbzeit zwei. Weil sich neben dem überragenden Meré Sebstiaan Bornauw zu steigern wusste und sich alle Kölner leidenschaftlich reinhängten, kam Leipzig zunächst zu keinen Abschlüssen. Dabei hatte Julian Nagelsmann in der Kabine in die oberste Schublade seines Lagers gegriffen. Mit Emil Forsberg und Dani Olmo kamen zwei Nationalspieler.

Es dauerte aber bis zur 66. Minute, ehe Kevin Kampl die nächste Chance für RB hatte. Die war aber so klar, dass Nagelsmann an den Weihnachtstagen über die Chancenverwertung seines Zeams grübeln dürfte. Leipzig zog wieder an. Olmo verzog nur knapp (70.) und Timo Horn musste gegen Willi Orbans Kopfball aus fünf Metern wieder alles aufbieten (72.).

Nach vorne ging für den FC gar nichts mehr. Gisdol warf Jonas Hector noch mit in die Abwehrschlacht (72.). Die Kölner kämpften gegen die übermächtigen Hausherren bis zum Umfallen und hätten dann in der Nachspielzeit fast noch den Lucky Punch gesetzt. Der Schuss von Jan Thielmann rauschte aber Zentimeter am rechten Pfosten vorbei (90.+2). Ein Kölner Sieg wäre des Guten an diesem Samstag aber tatsächlich zu viel gewesen.

RB Leipzig: Gulacsi, Upamecano, Orban, Halstenberg; Mukiele, Haidara (62. Sörloth), Adams, Angelino; Kampl (81. Borkowski), Sabitzer (46. Forsberg); Poulsen (46. Olmo). - 1. FC Köln: T. Horn; Wolf (84. Schmitz), Bournauw, Meré, Katterbach (90. J. Horn); Skhiri, Rexhbecaj, Özcan, Drexler (72. Hector); Thielmann, Duda. - SR.: Brych (München). – Gelbe Karte: Halstenberg.