Nach Medizincheck Steffen Tigges bereits im Anflug auf den FC

Köln · Der 1. FC Köln ist auf der Suche nach einem Stürmer fündig geworden. Am Montag absolvierte Steffen Tigges bereits den Medizincheck in Köln.

1. FC Köln: Steffen Tigges vor Wechsel zum 1. FC Köln
Foto: dpa/Bernd Thissen

Der 1. FC Köln schließt eine weitere Baustelle in seiner Kaderplanung. Wie berichtet, wird Steffen Tigges zum 1. FC Köln wechseln. Laut verschiedener Medienberichte absolvierte der Stürmer am Montag den Medizincheck beim FC. Der Transfer soll in den kommenden Tagen offiziell gemacht werden. Schon im vergangenen Jahr wollte der FC den Dortmunder Angreifer verpflichten. Doch der damalige BVB-Coach Marco Rose sah in Tigges einen perfekten Erling-Haaland-Ersatz, falls der Angreifer mal verletzt sein sollte. Die befreundeten Trainer witzelten damals über die Dortmunder Absage. Nun nimmt der Transfer konkrete Züge an. FC-Trainer Baumgart hat mit Tigges bereits gesprochen.

Tigges kam in der vergangenen Spielzeit auf neun Erstliga-Einsätze beim BVB, erzielte drei Tore. Allerdings immer als Joker. Auch beim 2:0-Erfolg über Köln war er erfolgreich. Im Vorjahr erzielte er für die Dortmunder Reserve sogar 22 Tore und bereitete 15 vor. Im Februar zog sich der Hüne eine Verletzung zu und fiel länger aus. Tigges ist ein klassischer Strafraumstürmer. Sein Marktwert wird auf 1,5 Millionen Euro geschätzt. Dem Vernehmen nach verdient Tigges in Dortmund rund 400 000 Euro jährlich, das Gehalt soll sich beim FC verdoppeln. Angeblich soll Köln sogar bereit sein, die Ablöse im niedrigen siebenstelligen Bereich zu bezahlen und den Stürmer zu kaufen. Allerdings wohl nicht für die kolportierten 2,5 Millionen Euro, die Ablöse soll bei rund 1,5 Millionen Euro liegen. Zuvor war über eine Leihe spekuliert worden.

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Wie geht es weiter mit Sebastian Andersson?

Die Verpflichtung dürfte auch ein Fingerzeig für Sebastian Andersson sein. Der Schwede arbeitet mit Extra-Einheiten aktuell an seinem Comeback am Geißbockheim. Eine Corona-Infektion hatte ihn lange zurückgeworfen. Doch schon zuvor knüpfte Andersson nie an die Leistung zum Beispiel bei Union Berlin an. Der Schwede wird es schwer haben. Schon im vergangenen Jahr bahnte sich ein Wechsel in die Türkei an, platzte aber auf der Zielgeraden. Neben Anthony Modeste, Sebastian Andersson und Tim Lemperle verfügt der FC mit Florian Dietz über einen vierten vielversprechenden Stürmer. Mit Tigges sind es nun fünf. Für Andersson möglicherweise zu viel.

Neben der Position im Angriff will der FC auch auf der linken Verteidigerposition sowie auf der Außenbahn nachbessern. In den kommenden Wochen stehen auch weitere Verkäufe an. Denn der FC muss ein deutliches Transferplus erzielen. Gerade, wenn die Verpflichtung von Steffen Tigges in trockenen Tüchern ist.

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