1. Sport
  2. 1. FC Köln

„Da musste ich schon extrem schmunzeln“: 1. FC Köln: Streitereien sorgen für weiteren Gesprächsstoff

„Da musste ich schon extrem schmunzeln“ : 1. FC Köln: Streitereien sorgen für weiteren Gesprächsstoff

Beim 1:1 des 1. FC Köln gegen den FSV Mainz war es zu heftigen Auseinandersetzungen der Trainer gekommen. Jetzt äußerte sich der Leiter der Lizenzspielerabteilung Thomas Kessler.

Rund eine Stunde war in der MEWA Arena in Mainz am Sonntagabend gespielt, als Schiedsrichter Deniz Aytekin die Partie aufgrund einer Streiterei von Vereinsverantwortlichen des 1. FC Köln und des 1. FSV Mainz 05 unterbrechen musste. Unter anderem beschwerte sich der Mainzer Trainer Bo Svensson lautstark über Beleidigungen des Kölner Co-Trainers Kevin McKenna, die er in der Halbzeit geäußert haben soll. FC-Coach Steffen Baumgart stellte sich zwischen die Streithähne, konnte die Situation aber zunächst nicht beruhigen. Schiedsrichter Aytekin blieb nichts anderes übrig, als den beiden Streithähnen die Gelbe Karte zu zeigen. Anschließend schaltete sich der Mainzer Assistent Babak Keyhanfar erneut ein und ließ die Stimmung wieder aufkochen.

Bereits kurz vor dem Halbzeitpfiff war es zu einer strittigen Szene in der Mainzer Hälfte gekommen, als FC-Torjäger Anthony Modeste vom Stefan Bell am Becken getroffen und unter Schmerzen ausgewechselt werden musste. Ein hartes Einsteigen des Mainzer Innenverteidigers, das durchaus auch hätte Rot geben können. „Ich glaube, man kann es schon verstehen, dass wir in der Situation mal nachgefragt haben, ob man da nicht vielleicht auch eine Rote Karte geben kann“, sagte der Leiter der FC-Lizenzspielerabteilung Thomas Kessler am Montagvormittag am Rande des FC-Trainings.

Kessler: „Emotionen gehören im Sport dazu!“

Während sich die Kölner Fans im Stadion nach dem Gegentreffer (41.) und der Verletzungen des Top-Torschützen in der Halbzeit erstmal wieder sammeln mussten, ging es für die beiden Trainerteams emotional aufgeladen in die Kabine. Doch zur Freude der Kölner Anhänger zeigte der FC nach der Pause schnell Reaktion. Beim Tor zum 1:1 und in der anschließenden Druckphase ertönte lautstark immer wieder ein „Come on FC“ aus dem Gästeblock. Dann die streitauslösende Szene, bei der Mark Uth und Alexander Hack im Mainzer Strafraum zu Boden gingen. „Ich glaube, da gibt es keine zwei Meinungen, wer da die treibende Kraft in dieser Diskussion war“, sagt Kessler und spielt damit auf den Mainzer Assistenten an, der sich laut Kessler nach dem Spiel dafür entschuldigt hat.

„Emotionen gehören im Sport dazu, die müssen logischerweise auch immer im Rahmen bleiben. Für mich ist es immer wichtig, dass man danach auch in der Lage ist, sich die Hand zu geben, Das war gestern offensichtlich ein bisschen komplizierter“, so Kessler. Svensson war nach dem Spiel zu einer Versöhnung nicht bereit und begründete dies mit der vermeintlichen Beleidigung McKennas. „Auch einen Tag später muss ich darüber extrem schmunzeln. Wer Kevin McKenna kennt, der weiß, dass er immer am Limit gearbeitet hat, aber immer fair war und ich habe noch nie erlebt, dass er mit irgendwem aneinandergeraten ist. Er hat gesagt, dass in keinster Weise eine Beleidigung gefallen ist“, sagt Kessler. Auch bei der Pressekonferenz nach dem Remis war die Auseinandersetzung weiterhin Thema. Der Kölner Coach versuchte die Situation zu besänftigen: „Ich glaube, dass wir herunterfahren müssen. Wir haben ein intensives Spiel gesehen, auch von den Bänken her und das ist 1:1 ausgegangen und dann ist auch gut“, sagte Baumgart.

Während der Partie immer wieder für lautstarke Stimmung gesorgt, zeigten sich die Fans mit dem Auftritt des FC insgesamt zufrieden und beklatschten die Leistung ihrer Mannschaft nach Spielende. Mit mindestens genauso viel Emotionen von allen Seiten ist am kommenden Samstag in Köln zu rechnen, wenn der FC die Borussia aus Mönchengladbach im Derby empfängt (15.30 Uhr, Sky). „Ich hoffe, dass am Samstag alles auf dem Platz passiert, da gehört es auch hin. Zum Derby gehören Emotionen, das wird auf den Rängen so sein, das wird vielleicht in der ein oder anderen Situation auch von außen sein, aber ich meine, Emotionen gibt es bei uns auf der Bank in jedem Spiel“, meint Kessler.