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21. Bundesliga-Spieltag: 1. FC Köln verliert mit 2:0 gegen Eintracht Frankfurt

21. Bundesliga-Spieltag : 1. FC Köln verliert mit 2:0 gegen Eintracht Frankfurt

Trotz eines guten Starts in das Spiel gegen Eintracht Frankfurt musste der 1. FC Köln am Sonntag eine Niederlage einstecken. Mit dem 2:0 setzte Frankfurt die Serie von nun zehn Spielen ohne Niederlage in der Fußball-Bundesliga fort.

95 Prozent reichen nicht. Der 1. FC Köln weiß natürlich um diese Tatsache im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga. Doch Woche für Woche die 100 Prozent abzurufen, bleibt eine Mammutaufgabe für das Team von Trainer Markus Gisdol. Gegen Eintracht Frankfurt fanden die Geißböcke am Sonntag jedenfalls nicht die richtige Lösung.

Nach einer recht einseitigen Partie und Treffern von Andre Silva und Evan Ndicka setzte das Team der Stunde seine eindrucksvolle Erfolgsserie mit einem 2:0 (0:0)-Heimsieg fort. Für den FC bleibt die Erkenntnis, dass sich nicht jedes Topteam der Liga überraschen lässt und der Kampf um den Klassenerhalt noch nie nach dem 21. Spieltag beendet war.

Markus Gisdol veränderte sein Team im Vergleich zum Derbysieg in Gladbach auf zwei Positionen. Der fit gespritzte Marius Wolf lief an alter Wirkungsstätte für Kingsley Ehizibue hinten rechts auf und Jannes Horn ersetzte auf links den am Knöchel angeschlagenen Ismail Jakobs. An seiner taktischen Formation änderte der FC-Trainer nichts, die Dreierkette hatte sich im Derby ja mal wieder bewährt.

Die Kölner kamen gut rein in die Partie und generierten in den ersten zehn Minuten ungewohnt viel Ballbesitz. Das lag zum einen an der eigenen taktischen Disziplin und Passsicherheit, zum anderen aber auch daran, dass die Eintracht sich zurückhielt. Das überraschte etwas, denn Coach Adi Hütter lässt sein Team meist aggressiv und offensiv ausgerichtet spielen. So haben die Zuhause noch ungeschlagenen Hessen im Jahr 2021 19 von 21 Punkten geholt und sich auf Platz vier geschoben.

Der verhaltene Auftritt der Hausherren dauerte 20 Minuten, dann mussten FC-Keeper Timo Horn und Abwehrchef Jorge Meré Torjäger Andre Silva mit vereinten Kräften stoppen. Bis zum Halbzeitpfiff von Schiedsrichter Frank Willenborg hatte die Eintracht die Kräfteverhältnisse dann vor allem dank des nie zu bremsenden Filip Kostic geregelt. Die Kölner durften sich bei Timo Horn und der Abschlussschwäche der Frankfurter bedanken, dass sie ein glückliches 0:0 mit in die Kabine nehmen durften. Daichi Kamada (23./30.), Amir Younes (23.) und Silva (45.) hätten durchaus treffen können. In der Statistik standen nach 45 Minuten 8:1-Torschüsse für die Frankfurter und ein Ballbesitz von 64 Prozent.

Um die eigene Überlegenheit auch auf die Anzeigetafel zu bringen, benötigte der Favorit aber Glück. Nachdem Emmanuel Dennis nicht die Gasse für Marius Wolf finden konnte, versuchte sich Erik Durm im Gegenzug aus der zweiten Reihe. Der Weltmeister traf Kamadas Fuß. Von dort sprang der Ball in den Lauf von Silva, der Horn mit einem eleganten Lupfer das Nachsehen gab (57.). Es war das 18. Saisontor des Portugiesen und sein neunter Treffer im Jahr 2021.

Die Kölner versuchten danach alles, waren in ihren Mitteln gegen ein Topteam wie die Frankfurter aber limitiert. Das lag in der ersten Hälfte an der Abwesenheit der Fähigkeiten von Spielgestalter Ondrej Duda, der mit einer Rippenprellung in die Partie gegangen war und dann feststellen musste, dass er für ein solches Spiel nicht fit genug war. „Wir haben eine gute Abwehrleistung gezeigt, haben aber unsere Umschaltmomente nicht so gefunden“, erklärte Markus Gisdol den Schwachpunkt im Kölner Spiel. Ohne Duda hatte der FC zu wenig Entlastung nach vorne.

Trotzdem gab es zwei Chancen zum 1:1: Dennis schlenzte knapp am rechten Pfosten vorbei (67.) und Rafael Czichos traf den Ball nach einer Kopfballablage von Tolu Arokodare aus zwölf Metern frei vor Nationaltorwart Kevin Trapp nicht richtig (73.). Sechs Minuten später war die Partie aber entschieden. Der überragende Kostic schlug eine Ecke genau auf den Kopf von Evan Ndicka, der vor Arokodare und Czichos wuchtig zum 2:0 ins kurze Ecke einköpfte (79.).

Ein verdienter Sieg für die Eintracht, die sich vorbei an Bayer Leverkusen zurück auf die Champions League-Plätze schob. Der FC verpasste dagegen die Chance, mit einem Sieg bis auf Platz elf zu springen. „Die Niederlage war verdient, aber auch unnötig. Wir hätten nur besser spielen müssen“, erkannte FC-Sportchef Horst Heldt. 95 Prozent reichen beim FC eben nicht.