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Spiel in Leipzig: 1. FC Köln will mit gutem Gefühl in die Feiertage gehen

Spiel in Leipzig : 1. FC Köln will mit gutem Gefühl in die Feiertage gehen

Nach der klaren Niederlage gegen Bayer Leverkusen hat der 1. FC Köln mit RB Leipzig das nächste Topteam vor der Brust. Bei den Sachsen gilt es für das Team, den vor dem Leverkusen-Spiel gezeigten Aufwärtstrend zu bestätigen.

Der 1. FC Köln weiß aus eigener Erfahrung, dass der letzte Eindruck am stärksten haften bleibt. Als sich der Fußball-Bundesligist im Dezember vergangenen Jahres mit drei Siegen in Folge aus der Krise befreite, fühlten sich die Negativerlebnisse der vorherigen Monate auf einmal ganz weit weg an. Die Geißböcke begaben sich mit neu entfachtem Rückenwind in die Winterpause, aus der sie genauso furios herausstarteten. Jener Positivlauf war letztlich ausschlaggebend dafür, dass der FC die Klasse trotz großer Probleme am Anfang und Ende der Saison hielt.

Im Dezember 2020 befindet sich die Mannschaft von Trainer Markus Gisdol in einer vergleichbaren Situation. Nachdem die Kölner erneut nur schwer in die Spielzeit gekommen waren, wirkten die sieben Punkte aus den Spielen gegen Dortmund, Wolfsburg und Mainz wie ein Befreiungsschlag. Zuletzt hat der Aufwärtstrend jedoch einen herben Dämpfer erlitten. Die heftige 0:4-Niederlage gegen den furiosen Spitzenreiter Bayer 04 Leverkusen holte den Tabellenfünfzehnten unsanft auf den Boden der Tatsachen zurück.

Vor den letzten beiden Pflichtspielen des Kalenderjahres steht das gute Kölner Gefühl somit auf dem Prüfstand. Am Samstag (15.30 Uhr, Sky) bekommt es der FC beim daheim noch verlustpunktfreien Tabellendritten RB Leipzig mit einem weiteren übermächtig erscheinenden Kontrahenten zu tun. Und dann ist da noch das Zweitrunden-Heimspiel im DFB-Pokal am Dienstag (18.30 Uhr) gegen den Zweitligisten VfL Osnabrück, das nicht zuletzt aus finanziellen Gründen eine wichtige Rolle für die klammen Geißböcke spielt.

Heldt: "Ein gutes Gefühl ist immer wichtig"

Horst Heldt hofft auf zwei Ergebnisse, die seinen Club zuversichtlich in das neue Jahr blicken lassen dürften. „Ein gutes Gefühl ist immer wichtig“, betont der Kölner Sportchef. „Mannschaft und Fans hätten es sich auch verdient, mit einem guten Gefühl in die Weihnachtsfeiertage zu gehen.“ Ein Abrutschen zurück in die Negativspirale gilt es dagegen unbedingt zu vermeiden. Nicht zuletzt, weil nach der diesmal sehr kurzen Winterpause auf Anhieb gleich vier durchweg richtungsweisende Aufgaben bevorstehen. Die Duelle zum verspäteten Hinrunden-Abschluss gegen den FC Augsburg (2. Januar 2021), beim SC Freiburg (9. Januar), gegen Hertha BSC Berlin (16. Januar) und beim FC Schalke 04 (20. Januar) gehören für die Kölner zu denjenigen Saisonspielen, in denen für ein Bestehen im Abstiegskampf zwingend gepunktet werden muss.

Drei FC-Spieler fallen aus

Die Abfuhr im rheinischen Derby hat nach Einschätzung von Heldt derweil nichts daran geändert, dass sich der FC grundsätzlich auf dem aufsteigenden Ast befindet. Dem Sportchef ist dabei eine „richtige Einordnung“ der Niederlage gegen Bayer 04 wichtig. „Die Tendenz ist richtig, aber wir müssen weiterhin viel dafür tun, damit sie richtig bleibt.“ Ungelegen kommt in diesem Zusammenhang, dass die Kölner auch bei Champions League-Achtelfinalist RB Leipzig krasser Außenseiter sind. „Leverkusen und Leipzig sind zwei Mannschaften mit ähnlichen Qualitäten“, meint Heldt. „Wir brauchen einen perfekten Tag – und der Gegner muss schwächeln.“

Völlig chancenlos sieht sich der FC nach dem Überraschungscoup in Dortmund allerdings nicht. „Wir werden versuchen, auch in Leipzig etwas zu holen.“ Die angeschlagen in der Domstadt gebliebenen Sava Cestic, Ismail Jakobs und Sebastian Andersson werden dabei nicht mithelfen können. Dass die Kölner auf die leichte Schulter genommen werden, ist indes unwahrscheinlich. RB-Coach Julian Nagelsmann warnte am Freitag eindringlich vor dem FC: „Köln ist extrem auswärtsstark und nicht mehr festzumachen an einer Formation.“