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1. FC Köln: Zwischenbilanz - Diese Spieler haben es in der laufenden Saison schwer

Zwischenbilanz : Diese Spieler des 1. FC Köln haben es aktuell schwer

Sportlich läuft es beim 1. FC Köln aktuell rund. Zwölf Punkte holten die Kölner aus den ersten sieben Saisonspielen. Zwar betont FC-Trainer Steffen Baumgart, dass mehr als nur die erste Elf wichtig sei, dennoch gibt es einige Verlierer im Team.

Auffällig oft nahm FC-Trainer Steffen Baumgart im Trainingslager in Donaueschingen Mittelfeldspieler Salih Özcan zum Einzelgespräch zur Seite. Die beiden tuschelten, scherzten – die Chemie schien zwischen Trainer und Spieler zu passen. Nicht umsonst hat Özcan die einmalige Chance auf die Olympischen Spiele in Tokio sausen lassen. Der Mittelfeldspieler hatte zuvor lange mit Baumgart telefoniert, sich überreden lassen, doch in Köln zu bleiben.

„Der Trainer hat mir sofort das Gefühl gegeben, dass ich hierbleiben sollte“, sagte der Mittelfeldmann unserer Redaktion im Sommer. „Das Gefühl mit Baumgart hat gepasst.“ Özcan wollte die Vorbereitung durchziehen, um sich für die erste Elf zu empfehlen. Nach sieben Spieltagen sieht die Bilanz des Kölner Eigengewächses allerdings düster aus.

Nur einmal stand der 23-Jährige in den bisherigen sieben Spielen in der Startelf. Gegen Freiburg rotierte Özcan für den erkälteten Skhiri in die Anfangsformation. Insgesamt kommt der gebürtige Kölner in dieser Saison auf 98 Einsatzminuten – zumindest in der Liga. Gegen die Bayern und gegen Frankfurt kam der 23-Jährige gar nicht zum Einsatz. In den anderen Spielen überzeugte Özcan zwar durch Einsatz und Zweikampfstärke, in die Offensive brachte er sich aber nur selten ein. Ganze zwei Torabschlüsse und eine Torschussvorlage stehen zu Buche. Auf der anderen Seite ist die Konkurrenz mit Dejan Lubicic, aber vor allem Ellyes Skhiri riesig.

1. FC Köln: Hübers nach Verletzung aktuell chancenlos

Auch Timo Hübers hatte noch vor wenigen Wochen mit einem Stammplatz gerechnet. Der Abwehrspieler war im Sommer erst zum 1. FC Köln gewechselt und erhielt umgehend das Vertrauen des Trainers. Kein Wunder, Hübers gilt als enorm zweikampfstark, schnell und auch als torgefährlicher Abwehrspieler. Allerdings gilt er auch als verletzungsanfällig.

Bereits vor der Verpflichtung machte sich unter einigen Kölner Anhängern Skepsis breit. Und tatsächlich verletzte sich Hübers direkt im ersten Ligaspiel gegen Hertha BSC. „Timo ist seinen Stammplatz ohne eigenes Verschulden losgeworden“, sagt Baumgart. „Er war verletzt und steht deshalb erst einmal hintendran, ohne dass er schlecht trainiert hat.“ Doch sowohl Jorge Meré als auch Luca Kilian machten ihre Sache zuletzt überzeugend.

Kingsley Schindler galt noch im Sommer als einer der Gewinner der Vorbereitung. In Donaueschingen zeigte sich der Rechtsaußen in starker Verfassung. So stark, dass man sich entschied, Schindler eine Chance zu geben. Doch der 28-Jährige kommt bislang erst auf 20 Minuten Einsatzzeit. Gegen Leipzig und Fürth wurde Schindler eingewechselt, der Außenspieler hatte aber keinen Einfluss auf die jeweilige Partie. Auf gerade einmal 20 Ballkontakte kommt er in dieser Saison.

Anders sieht die Situation bei Ondrej Duda aus. Der Slowake hatte es zu Beginn der Spielzeit schwer, wurde als Joker eingesetzt, galt sogar zwischenzeitlich als Kandidat für den Transfermarkt. Zuletzt spielte Duda zweimal von Beginn an. Dabei überzeugte der 26-Jährige mit seiner feinen Technik, Zählbares sprang in dieser Saison aber noch nicht heraus. Duda spielt nun in der Länderspielpause mit der Slowakei gegen Russland und Kroatien. Ob er sich dort Selbstvertrauen holen kann, ist fraglich.

1. FC Köln: Benno Schmitz hat Kingsley Ehizibue verdrängt

Darum geht es in der kommenden Woche auch für einige Nachwuchsspieler des 1. FC Köln. Noah Katterbach spielt in den Plänen von Steffen Baumgart aktuell keine Rolle, genauso wenig wie Sava Cestic. Katterbach traf mit der deutschen U21-Auswahl am Donnerstag auf Israel sowie am 12. Oktober auf Ungarn. Innenverteidiger Cestic, aktuell nur Nummer fünf im internen Kampf der Innenverteidiger, spielt mit dem serbischen Nachwuchs gegen Armenien und Frankreich.

Kingsley Ehizibue hatte sich im Sommer sicherlich ebenfalls mehr versprochen. Der Außenverteidiger galt aufgrund seiner Geschwindigkeit als perfekt für das Baumgartsche System. Doch Ehizibue ist aktuell nur Nummer zwei auf der rechten Verteidigerposition. Benno Schmitz hat sich nach teils überragenden Leistungen in der Startelf gespielt. Immerhin: Baumgart betont, wie wichtig der gesamte Kader ist. Er gibt seinen Spielern immer wieder die Chance, sich zu beweisen. Die Akteure müssen sie einfach nur nutzen.