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1.FC Köln: Timo Hübers bewirbt sich für mehr

Nach dem Pokalsieg : 1. FC Köln: Timo Hübers bewirbt sich für mehr

Mit seinen beiden Toren beim 2:0-Erfolg über Stuttgart avancierte Anthony Modeste erneut zum Matchwinner. Doch vor allem Timo Hübers stach ebenfalls besonders hervor. Ausgerechnet Hübers.

Zwei Tore in fünf Minuten, das 38 Sekunden nach seiner Einwechslung mit gefühlt zwei Ballkontakten – kein Wunder, dass einmal mehr Anthony Modeste nach dem 2:0-Erfolg des 1. FC Köln über den VfB Stuttgart in den Fokus geriet. Modeste hat den FC ins Achtelfinale des DFB-Pokals geschossen. Der Rummel um den Angreifer schien selbst Trainer Steffen Baumgart ein wenig viel. „Anthony Modeste war nicht der entscheidende Mann, sondern derjenige, der die Mannschaft über die Ziellinie gebracht hat, nachdem es die Mannschaft sehr gut gemacht hat“, erklärte der 49-Jährige.

Baumgart hatte den eigentlichen Stammspieler Modeste erst im zweiten Abschnitt gebracht, genauso wie Routinier Mark Uth, der ebenfalls großen Anteil am Kölner Erfolg hatte. Dennoch verteidigte der Kölner Coach seine große Rotation. „Wir haben einen sehr breiten und guten Kader“, sagte Baumgart. „Da ist es wichtig, dass wir jedem eben auch die Möglichkeit geben, sich zu zeigen.“ Das tat der Kölner Trainer zu Beginn auf acht Positionen, brachte auch Spieler, die zuletzt außen vor waren. Wirklich empfehlen konnten sich allerdings nur wenige.

Einer stach jedoch besonders hervor: Timo Hübers. Der Innenverteidiger verlieh der Kölner Defensive Stabilität, strahlte Ruhe aus und tat zudem viel für den Spielaufbau. Ausgerechnet Hübers, ausgerechnet ein Innenverteidiger. Hübers war im Sommer aus Hannover nach Köln gekommen. Ein unter den Fans umstrittener Transfer. Zwar gilt der 25-Jährige als großes Talent, bringt viele Qualitäten mit, die hervorragend in das Baumgartsche Spielsystem passen, der Abwehrspieler ist aber seit jeher auch extrem verletzungsanfällig.

Timo Hübers: Zwischen Hoffnunsträger und Verletzung

Diese Kontroverse bekam der FC auch schnell zu spüren. Hübers setzte sich im starken, internen Duell gegen Jorge Meré durch, Meré stand gegen die Hertha am ersten Spieltag in der Startelf, verletzte sich, fiel mehrere Wochen aus und war dann erst einmal außen vor. Das Duell um den Platz neben Rafael Czichos trugen nun Meré und Luca Kilian aus. Gegen Stuttgart rotierte Hübers nun in die Startelf und bewarb sich für mehr. Hübers gewann im Schnitt mehr als zwei von drei Zweikämpfen, klärte einige Male in höchster Not und zeigt ein starkes Stellungsspiel. Zudem bracht er mehr als 80 Prozent seiner Pässe zum Mitspieler. Gemeinsam mit Jorge Meré hatte Hübers großen Anteil an der starken Defensivleistung. Mehr als zwei eher harmlose Schüsse von Konstantinos Mavropanos und Daniel Didavi ließ der FC nicht zu und kassierte erstmals in dieser Spielzeit keinen Gegentreffer.

Ob Rafael Czichos gegen Borussia Dortmund wieder fit sein wird, ist noch offen. Doch in Bezug auf die Innenverteidigung hatte Steffen Baumgart ja schon vor Wochen gesagt, er habe die „Qual der Wahl“. Nach dem Duell gegen Stuttgart umso mehr.