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Bayern München für den 1. FC Köln eine Nummer zu groß

Deutliche 1:5-Pleite : Bayern für den 1. FC Köln eine Nummer zu groß

Lange spielte der 1. FC Köln gegen Bayern München ordentlich mit, am Ende kassierten die Geißböcke am 23. Spieltag der Bundesliga eine deutliche 1:5-Pleite.

Dass der 1. FC Köln gegen die vermeintlichen Großen mithalten kann, hat der FC in dieser Spielzeit schon mehrfach bewiesen. Der FC Bayern München war für die Kölner am 23. Spieltag eine Nummer zu groß. Bei der 1:5-Niederlage spielte der FC lange Zeit mit, den Toren von Eric Maxim Choupo-Moting, Robert Lewandowski (2) und Serge Gnabry (2) hatte der FC aber nur den Gegentreffer von Ellyes Skhiri entgegenzusetzen. „Wir kamen nach dem Wechsel besser ins Spiel und hatten auch einige Chancen, weitere Tore zu schießen“, so Skhiri. „Wir haben schon den Unterschied zu einem Topteam gesehen, das seine Chancen macht. Natürlich sind wir enttäuscht.“

Erwartungsgemäß defensiv startete der FC in die Begegnung. Markus Gisdol schickte wie zuletzt eine Fünferkette ins Spiel, allerdings die defensivere Variante mit Marius Wolf auf Rechtsaußen. Dafür rotierte Kingsley Ehizibue aus der Mannschaft und machte Platz für Salih Özcan, der dem Mittelfeld noch ein wenig mehr Stabilität verleihen sollte.

Der FC verließ sich aber gegen den Rekordmeister keineswegs nur auf die Abwehrarbeit. Ab und an liefen die Kölner früh an und zwangen die Bayern zu Fehlern. Auf der anderen Seite spielten die Kölner bei Ballgewinn mutig nach vorne. Dennoch, der Rekordmeister dominierte die Anfagsphase. Nachdem Sava Cestic seinen Keeper bereits in den ersten Sekunden durch einen extrem riskanten Pass in Nöte brachte, war es Leroy Sané nach zehn Minuten, der Timo Horn aus der Distanz prüfte. Wenige Minuten später versuchte es Niklas Süle aus ähnlicher Position. Schließlich war es Leon Goretzka, der im Halbfeld nicht angegriffen wurde, dementsprechend frei chippen konnte und Choupo-Moting (18.) den Ball mustergültig auf den Kopf legte. 

Nach dem Gegentreffer agierten die Kölner zu passiv, stellten die Offensivbemühungen weitestgehend ein und ließen die Bayern ihre Dominanz entfalten. Nach einer Flanke von Süle verfehlte Lewandowski nur knapp. Emmanuel Dennis setzte den Angreifer dann aber nur wenige Minuten später ungewollt in Szene, als er den Ball auf Goretzka passte, der Nationalspieler ließ Czichos aussteigen, passte auf Lewandowski (33.) und der erhöhte auf den 2:0-Halbzeitstand.

Köln beweist Moral

Gisdol wechselte zur Halbzeit, brachte mit Jan Thielmann und Jannes Horn neue Kräfte. Tatsächlich erspielten sich die Kölner auch die erste Möglichkeit und nutzten sie. Ein Pass von Ondrej Duda fand über erschreckende Unzulänglichkeiten in der Bayern-Defensive den Weg zu Ellyes Skhiri (49.), der den Ball über Manuel Neuer lupfte. Zwar dominierten die Hausherren das Spiel weiterhin, der FC traute sich aber wieder mehr. Einen langen Ball von Duda auf Thielmann konnte Jerome Boateng in höchster Not retten. Auch sonst war der letzte Pass oft nicht konsequent genug.

Den Bayern fiel in dieser Phase wenig ein, mehr als ein Distanzschuss von Joshua Kimmich sprang lange nicht heraus. Bis Bayern-Coach Hansi Flick nach einer guten Stunde den wiedergenesenen Thomas Müller brachte. Müller passte mit seinem ersten Ballkontakt - 30 Sekunden nach der Einwechlsung - auf Lewandowski (64.), der zum 3:1 einschob. Dieses Mal ließen sich die Kölner von dem Gegentreffer aber nicht aus dem Konzept bringen, versuchten es weiter. Thielmann legte im 16er ab auf Duda, der verfehlte deutlich.

Eine Viertelstunde vor Spielende verpasste Dominick Drexler den erneuten Anschluss. Nach einem haarsträubenden Lapsus von Manuel Neuer stand Drexler plötzlich vor dem leeren Tor, traf aber nur den Innenpfosten. Auf der anderen Seite machte es der eingewechselte Serge Gnabry (82.) besser. Der Nationalspieler traf nach Vorarbeit von Lucas Hernández zunächst zum 4:1, drei Minuten später erhöhte Gnabry (85.) nach Zuspiel von Goretzka sogar auf 5:1. Köln bewies zwar Moral und spielte weiter nach vorne, ein weiterer Treffer sprang trotz guter Chancen nicht mehr heraus.