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Sieg in Rödinghausen als Ziel: Bonner SC hofft auf Wiedergutmachung

Sieg in Rödinghausen als Ziel : Bonner SC hofft auf Wiedergutmachung

Der Bonner SC tritt am Samstag in der Fußball-Regionalliga beim SV Rödinghausen an. Die Joppe-Elf ist auf den letzten Tabellenplatz abgerutscht und braucht dringend Punkte.

Was spricht im Kampf um den Klassenerhalt für den Fußball-Regionalligisten Bonner SC? Wer an die Partie vom vergangenen Samstag gegen die U23 des FC Schalke 04 denkt, könnte meinen: nicht viel. 0:3 unterlag die Elf von Cheftrainer Björn Joppe und zeigte dabei eine Leistung, die nach den guten Auftritten der Vorwochen zumindest verwundert. Nur die gleichzeitige Niederlage von Rot-Weiss Ahlen verhinderte, dass der BSC auf den letzten Tabellenplatz abrutschte – zumindest bis Mittwochabend. Da übergab Ahlen die Rote Laterne nach dem 1:1 bei Fortuna Köln wieder dem BSC.

„Wir haben lange zusammengesessen und über das Spiel gegen Schalke gesprochen“, berichtet Joppe. „Woran es letztlich lag, konnten wir nicht klären. Klar ist, dass meine Spieler fast immer einen Schritt zu spät waren, nicht in die Zweikämpfe kamen und so gut wie keine Torgefahr entwickeln konnten“, sagt der Bonner Trainer. „Die Jungs haben eingesehen, dass das Spiel gegen Schalke Schrott war.“

Joppe hofft, dass es sich um einen Ausrutscher handelt, der sich bis zum Saisonende möglichst nicht wiederholen sollte. „Denn bis zu diesem Match haben die Jungs eine starke Rückrunde gespielt“, sagt er. Fest steht aber auch, dass die Punkte gegen Schalke einkalkuliert waren. „Die müssen wir uns jetzt woanders holen“, fordert der BSC-Coach.

Am besten schon am kommenden Samstag, wenn die Bundesstädter beim SV Rödinghausen, dem nach wie vor amtierenden Regionalliga-Meister, antreten müssen. Joppe ordnet den aktuellen Tabellensechsten als Schwergewicht ein. „Eine Herrentruppe und deshalb eine echte Hausnummer.“ Zuletzt knackte Rödinghausen den Riegel Wiedenbrück mit 2:0 und trotzte im Spiel davor Rot-Weiss Essen ein 1:1 ab.

Zu übertriebenem Optimismus gibt es zumindest für dieses Spiel keinen Anlass. Zwar gewann der BSC, damals noch unter Thorsten Nehrbauer, das Heimspiel gegen Rödinghausen mit 1:0. Allerdings gab es für die Bonner in Ostwestfalen bislang nichts zu holen.

Serhat-Semih Güler und Luis Monteiro kehren zurück

Was also spricht für den BSC im Abstiegskampf? Vielleicht, dass Joppe am Samstag mit Serhat-Semih Güler und Luis Monteiro wieder zwei Alternativen mehr zur Verfügung stehen. Beide hatten gegen Schalke gesperrt gefehlt. Vor allem Güler zählte unter Joppe zuletzt immer zum Stammpersonal. Auch Dominik Bilogrevic, den der BSC-Übungsleiter aufgrund einer drohenden Ampelkarte zur Pause gegen Schalke vom Feld nahm und der bei Joppe wegen seines stets tadellosen Einsatzes einen Stein im Brett hat, ist wieder im Vollbesitz seiner Kräfte. Verzichten muss der BSC-Trainer in Rödinghausen noch auf Dario Ehret, der nach seiner Roten Karte in Oberhausen zwei Spiele zuschauen muss.

Sollten die Bonner in Rödinghausen leer ausgehen, bleiben ihnen zumindest noch einige Schlüsselspiele auf eigenem Terrain. Vor allen Dingen die Partie am 24. April gegen Bergisch Gladbach stuft Joppe als „immens wichtig“ ein. Die Gladbacher, die am Samstag auf Wiedenbrück treffen, sind Tabellen-19., haben einen Zähler mehr auf dem Konto als der BSC. Die wiedererstarkten Ahlener spielen in Mönchengladbach. Auch der VfB Homberg, aktuell mit 30 Punkten auf Rang 17, gibt noch seine Visitenkarte im Sportpark ab. Weshalb sich die Frage stellt, ob sich das für den BSC als Vorteil erweisen könnte. Für Joppe nicht unbedingt. „Zu Hause spielen wir auf einem mehr oder weniger kleinen Bolzplatz. Deshalb haben wir vor allem auswärts keine schlechte Figur abgegeben.“