1. Sport
  2. 1. FC Köln

Das ist der Neuzugang des 1. FC Köln, Luca Kilian

Neuer Verteidiger : Das ist FC-Neuzugang Luca Kilian

Mit Luca Kilian hat der 1. FC Köln einen weiteren Defensivspieler verpflichtet. Wir stellen den Innenverteidiger vor.

Die Grundvoraussetzungen bringt Luca Kilian mit. Nicht etwa die 1,92 Meter, die er misst, und auch nicht die Physis, die einen Innenverteidiger ausmacht. Kilian kennt das Baumgart’sche Spielsystem – und er schätzt es. „Mir gefällt die Art und Weise, wie beim SCP Fußball gespielt wird“, sagte Kilian im Sommer 2019, als er in die erste Bundesliga zum SC Paderborn wechselte. Der Trainer der Ostwestfalen damals: Steffen Baumgart. Auch in Paderborn lautete die Devise des Trainers: Offensive pur, die Defensive fängt im Angriff an.

Nur drei Monate später erfüllte sich der damals 20-Jährige seinen Kindheitstraum. Er lief vor 80 000 Zuschauern im Dortmunder Stadion auf. Gegen „seinen“ BVB. Hätte Marco Reus in der Nachspielzeit nicht den 3:3-Ausgleich geköpft, hätte Kilian mit Paderborn sogar für eine kleine Sensation gesorgt. Für den Innenverteidiger dürfte das Remis in Ordnung gegangen sein, denn Kilian verbrachte seine Jugend beim BVB. Auf dem Platz bei den Junioren, neben dem Platz mit der Dauerkarte im Stadion.Eine erfolgreiche Jugend. Mit den B-Junioren wird er Vizemeister, mit den A-Junioren sogar Meister. Kilian durchläuft einige Junioren-Nationalmannschaften.

Die Fußball-Gene hat Kilian wohl von seinem Großvater geerbt. Amand Theis war ebenfalls Abwehrspieler, spielte mehr als 300-mal für Nürnberg, Offenbach, Dortmund und Düsseldorf. Mit dem Club wurde er sogar deutscher Meister. „Nach jedem Spiel wird lauthals über diverse Situationen diskutiert, und er versucht natürlich, mir von seinen Erfahrungen etwas abzugeben“, sagte Kilian in der „FAZ“. Sein Großvater sehe ein, dass das Spiel schneller geworden sei. „Aber wenn’s ums Dazwischenhauen geht, sagt er mir noch, wie es richtig funktioniert.“

Unter Baumgart will es Kilian wissen

Die Tipps kommen wohl an. 2019 folgt schließlich der Wechsel nach Paderborn in die Bundesliga. Unter Baumgart ist Kilian Stammspieler, fällt aber nahezu die gesamte Rückrunde aufgrund muskulärer Probleme aus. Der erste Rückschlag für den kopfballstarken, schnellen Innenverteidiger. Nach dem Paderborner Abstieg soll der nächste Karriereschritt folgen. Kilian wechselt zum FSV Mainz. Dort kann sich der Abwehrspieler aber nicht durchsetzen, spielt zwischenzeitlich für die Reserve, unter FSV-Coach Bo Svensson aber keine Rolle. „Ich finde, dass er noch besser werden muss, was seine Athletik und Fitness angeht. Das habe ich Luca auch klar gesagt“, sagte Svensson im vergangenen Frühling. Offenbar ist der Mainzer Trainer noch nicht zufrieden: In dieser Spielzeit brachte es Kilian bislang erst auf eine Spielminute Einsatzzeit.

Schon vor einigen Wochen gab es in Köln Spekulationen über eine Verpflichtung des Abwehrhünen, der als erster Bundesliga-Profi gilt, bei dem das Coronavirus nachgewiesen wurde. Unter Baumgart will es Kilian noch einmal wissen. Der FC befindet sich seit Wochen auf der Suche nach einem weiteren Defensivspieler. „Luca ist ein sehr talentierter Innenverteidiger, er ist schnell und spielstark. Wir haben in Paderborn erfolgreich zusammengearbeitet. Ich freue mich, ihn hier zu haben und ihn jetzt beim FC weiterzuentwickeln“, sagt Baumgart.

Nach der Verletzung von Timo Hübers stehen die Chancen auf einen Einsatz am Samstag gegen den VfL Bochum nicht schlecht. „Der 1. FC Köln ist ein geiler Club, in einer richtig coolen Stadt mit großartigen Fans. Ich mag den Fußball, den der Trainer spielen lassen will. Ich freue mich auf meine neue Aufgabe und will der Mannschaft helfen, erfolgreich zu sein“, sagt Luca Kilian. Für Jorge Meré dürfte die Verpflichtung eines weiteren Innenverteidigers ein Schlag ins Gesicht sein.