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Der 1. FC Köln unterliegt dem VfB Stuttgart 0:1

Unnötige Niederlage : FC unterliegt dem VfB Stuttgart

Der 1. FC Köln hat am 22. Spieltag eine unnötige, wenn auch nicht unverdiente Niederlage hinnehmen müssen. Gegen den VfB Stuttgart unterlagen die Geißböcke 0:1.

Der 1. FC Köln muss weiter auf den ersten Heimsieg gegen den VfB Stuttgart seit 20 Jahren warten. Am 22. Spieltag unterlagen die Geißböcke den Schwaben verdient mit 0:1. Auch, weil der FC zu spät ins eigene Spiel fand und einmal mehr Schwächen im Offensivspiel offenbarte.

In einer weitestgehend schwachen Begegnung erzielte Sasa Kalajdzic den einzigen Treffer unmittelbar nach dem Wiederanpfiff. „Wir wollten eigentlich schon drei Punkte mitnehmen. Wir wären gerne ein Stückchen näher oben ran gesprungen“, so FC-Keeper Timo Horn. „Das hat auch nicht geklappt, weil wir ein Stück weit zu wenig nach vorne investiert haben.“

FC-Trainer Markus Gisdol setzte auch gegen Stuttgart auf seine favorisierte Dreier- bzw. Fünferkette. Allerdings rückte im Vergleich zum Frankfurt-Spiel Marius Wolf wieder in die Offensive, die Position hinten rechts übernahm Kingsley Ehizibue. Auf der linken Seite rückte Ismail Jakobs nach überstandener Knöchelverletzung wieder in die Startelf. Dafür nahmen Jannes Horn und Salih Özcan zunächst auf der Bank platz. Im Angriff setzte der Coach erneut auf Neuzugang Emmanuel Dennis.

Bereits in der Anfangsphase zeigte sich auch gegen den Aufsteiger die bekannte Defensivtaktik. Der FC machte im Mittelfeld über Ellyes Skhiri und Elvis Rexhbecaj das Zentrum dicht und stand mit der Fünferkette tief. Auch weil der VfB den FC früh unter Druck setzte. Bei Ballgewinn versuchte Köln vor allem über Ondrej Duda das Spiel schnell zu machen. Die Anfangsphase gehörte aber den Schwaben, allerdings ohne wirklich gefährlich zu werden. Die erste Kölner Annäherung ans Stuttgarter Tor gelang Marius Wolf mit einer harmlosen Flanke aus dem Halbfeld nach einer knappen Viertelstunde. Nur zwei Minuten später verzog Duda nach Zuspiel von Skhiri aus zwölf Metern erschreckend klar. Für die größte Aufregung sorgte zunächst nur ein taktisches Foul an Duda, bei dem die Kölner eine Notbremse monierten, sich aber zu recht mit einer Gelben Karte für Marc Oliver Kempf anfreunden mussten. Der anschließende Freistoß des Slowaken blieb genauso harmlos, wie die Offensivaktionen beider Teams im gesamten ersten Abschnitt. Die beste Chance vergab Konstantinos Mavropanos nach einem Eckball per Kopf unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff.

Meyer bringt frischen Wind

Nach dem Wechsel bestrafte dann Sasa Kalajdzic die Passivität der Kölner. Der Stuttgarter traf per Kopf (48.) zur nicht unverdienten Gäste-Führung. Es war bereits Kalajdic fünfter Kopfballtreffer. Falls sich der Kölner Coach einen Hallo-Wach-Effekt von seinem Team erhofft hatte, wurde er zunächst enttäuscht. Stuttgart intensivierte das Offensivspiel. Nur fünf Minuten nach der VfB-Führung klärte Timo Horn in höchster Not gegen Silas Wamangituka, kurz darauf rettete Jorge Mere in brenzlicher Situation.

Dem FC fiel wie schon gegen Frankfurt in Rückstand nicht viel ein. Nach einer guten Stunde wechselte Gisdol Dominick Drexler für Sava Cestic ein und setzte damit auf eine Viererkette. Doch auch die taktische Umstellung brachte zunächst keine Veränderung. Stuttgart machte das Spiel, Köln agierte weiter harm- und ideenlos. Bis Gisdol mit Max Meyer und Salih Özcan frische Kräfte für das Mittelfeld brachte. Vor allem Meyer fügte sich perfekt mit einem starken Pass auf Emmanuel Dennis (70.) ein, der nach einer starken Körpertäuschung aus gut zehn Metern vergab. Auf einmal war der FC da, setzte sich in der Hälfte der Stuttgarter fest und kam zu Torchancen. Unter anderem traf Özcan (76.) aus 20 Metern mit einem satten Schuss die Latte.

In der Schlussphase fand der FC gegen die tief stehenden Stuttgarter kein Mittel mehr. Die beste Chance auf den Ausgleich vergab Elvis Rexhbecaj in der Nachspielzeit mit einem direkten Freistoß aus 18 Metern. „Insgesamt reichen die 20 Minuten am Ende einfach nicht, um das Ding zu drehen.“