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DFB-Pokal: 1. FC Köln verliert gegen Jahn Regensburg

Aus nach Elfmeterschießen : 1. FC Köln verliert gegen Jahn Regensburg

Der 1. FC Köln hat gegen den leidenschaftlichen Zweitligisten Jahn Regensburg 6:5 verloren. Die Partie entschied sich beim Elfmeterschießen. Nun müssen die Kölner weiter auf ihren ersten Viertelfinaleinzug seit 2010 warten.

Wer beim 1. FC Köln noch Anschauungsunterricht nötig hatte, bekam am Dienstag in Essen und Dortmund ausreichend Gelegenheit. Die Gepflogenheiten im DFB-Pokal sind andere, der Wettbewerb folgt seinen eigenen Gesetzen. Die Geißböcke waren also gewarnt vor ihrem Achtefinal-Auftritt bei Jahn Regensburg. Der Anschauungsunterricht half nicht, denn der leidenschaftliche Zweitligist zwang den Favoriten ins Elfmeterschießen und dort mit 6:5 (2:2, 2:2) in die Knie. Die unglücklichen Kölner müssen weiter auf ihren ersten Viertelfinaleinzug seit 2010 warten und verpassten eine Prämie von 1,4 Millionen Euro.

Zwei Stunden vor dem Anpfiff war unklar, ob überhaupt gespielt werden kann. Der Dauerregen in der Oberpfalz hatte dem Platz im Jahnstadion arg zugesetzt. Schiedsrichter Robert Hartmann gab erst nach einer Platzbegehung sein Okay. Auch dank zweier fleißiger Mitarbeitern, die den Rasen mit ihren Wassersaugern über eine Stunde lang trockneten.

Der FC nutzte das zu Beginn noch gute Geläuf, um fußballerische Akzente zu setzen. Die Kölner befreiten sich spielerisch aus dem Pressing der Gastgeber und gingen früh in Führung. Nach einem langen Pass von Jannes Horn ließ Emmanuel Dennis den Ball geschickt durch zu Ismail Jakobs, der schneller als alle Regensburger war und trocken ins linke Eck einschoss (4.).

Die beiden Tempofußballer des FC zeichneten auch für das 2:0 verantwortlich. Diesmal bediente Jakobs den Neuzugang, der im Strafraum einen Haken schlug und mit links verwandelte (22.). Die Gisdol-Elf hatte alles im Griff, bis sich Marius Wolf verletzte und Scott Kennedy nach einer Ecke und verpatzter Kopfballabwehr von Jannes Horn verkürzte (35.).

Richtig bitter für die Kölner wurde es, als Hartmann einem tollen Kopfballtreffer von Benno Schmitz nach Einschreiten des Videoassistenten Pascal Müller die Anerkennung verweigerte (39.). Flankengeber Ondrej Duda kam zwar aus dem Abseits, der Ball aber von einem Regensburger. Warum Hartmann sich die Szene nicht selbst anschaute und der Treffer zählte, bleibt rätselhaft. Als Jann George einen Stellungsfehler von Rafael Czichos zum 2:2-Ausgleich nutzte, war der Skandal perfekt (44.).

Das Spiel war wieder offen und die Kölner angeschlagen. Sie hatten Marius Wolf verloren und waren betrogen worden. Wäre FC-Keeper Timo Horn bei Benedikt Gimbers Kopfball nicht auf dem Posten gewesen, der Zweitligist hätte die Partie nach 49 Minuten komplett gedreht.

FC-Coach Markus Gisdol hatte zur zweiten Hälfte Max Meyer und Salih Özcan für Duda und Rexhbecaj gebracht, um das Zentrum wieder in den Griff zu bekommen. Das gelang nicht wirklich. Es entwickelte sich ein typischer Pokalfight. Die Kölner kämpften sich gegen giftige Regensburger zurück ins Spiel und hatten nach einem Handspiel von Jan Elvedi die Riesenchance zum 3:2. Jahn-Torwart Alexander Meyer konnte den schwachen Versuch von Dennis allerdings parieren (78.).

Deshalb ging es in die Verlängerung und ins Elfmeterschießen. Dort verschossen Jorge Meré und Jannes Horn, so dass Max Besuschkov den Jahn zum ersten Mal in seiner Vereinsgeschichte ins Pokal-Viertelfinale schießen konnte.

Regensburg: Meyer; Saller (83. Heister), Elvedi, Nachreiner (25. Kennedy), Wekesser; Besuschkow, Gimber; George (69. Vrenezi) , Stolze (105. Becker); Otto (69. Caliskaner), Albers. - Köln: T. Horn; Meré, Czichos, J. Horn; Wolf (33. Schmitz), Skhiri, Rexhbecaj (46. Meyer), Katterbach (106. Drexler); Duda (46. Özcan), Jakobs; Dennis (95. Arokodare). - SR.: Hartmann (Wangen). - Tore: 0:1 Jakobs (4.), 0:2 Dennis (22.), 1:2 Kennedy (35.), 2:2 George (44.). Elfmeterschießen: 1:0 Czichos, 1:1 Wekesser, 2:1 Özcan, 2:2 Gimber, 3:2 Arokodare, Horn hält gegen Albers, Meyer hält gegen Meré, 3:3 Vrenezi, J. Horn schießt daneben, 3:4 Besuschkov