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„Sie sollten sich nicht mehr in die Hosen machen“: Die Stimmen zum FC-Spiel

„Sie sollten sich nicht mehr in die Hosen machen“ : Die Stimmen zum FC-Spiel

Der 1. FC Köln hat im rheinischen Derby gegen Bayer Leverkusen einen Punkt erkämpft und eine Reaktion auf die 0:5 Pleite der Vorwoche gezeigt. Das sagen Spieler und Verantwortliche.

Nach der couragierten Leistung und dem 2:2 gegen Bayer Leverkusen äußerten sich Spieler und Trainer zu der Begenung.

Steffen Baumgart: Wenn man 0:2 hinten liegt und dann 2:2 spielt, sollte man zufrieden sein. Die beiden Dinger legen wir vor. Das war natürlich unnötig. Wie wir es dann gemacht haben, und man muss schon sagen, dass Leverkusen die beste Umschalt-Mannschaft ist, die wir haben, war es richtig gut. Das haben wir super verteidigt. Wie wir aber die ersten beide Tore kriegen, da muss man ganz klar sagen, irgendwann gefällt es einem nicht mehr. Ich hab die Mannschaft darum gebeten, einfach mal Mut zu haben und sich nicht in die Hose zu machen. Einfach mal klar spielen, dass zu machen, was wir besprochen haben. Die Lücken waren ja auch schon in der ersten Halbzeit da. Da haben wir uns noch nicht so durchgesetzt wie in der zweiten Halbzeit. Wenn du eigene Ideen entwickelst, wird es manchmal schwierig. Wenn wir sagen, wir spielen nicht ins Zentrum und wir spielen ins Zentrum. Dann freut mich das 2:2, aber dann ist es irgendwann auch mal vorbei. Die Fehler, die wir machen sind zu offensichtlich. Leverkusen hat ein absolut überragendes Tempo nach vorne. Wenn ich sehe, dass Dejo beim 0:1 einfach im Zentrum steht und Toni einfach zu viel will in der Situation. Das war meines Erachtens einfach unnötig, weil Dejo gut steht. Wir hatten in der ersten Halbzeit drei, vier solcher Aktionen. Das funktioniert dann nicht. Da wurde es bestraft. Die Jungs sind trotzdem wieder gut gekommen. Ich erwarte (beim 0:2) von Rafael, dass er durchsichert. Dann kann der lange Ball nicht kommen. Aber das ist ein Entwicklungsprozess.

Anthony Modeste: Das 2:2 hätten viele Leute vor dem Spiel bestimmt unterschrieben. Wir haben das 0:2 gedreht und das ist eine unserer Stärken in dieser Saison. Das hier ist unser Wohnzimmer und da kann man nicht so einfach gewinnen. Ich denke, in der zweiten Halbzeit waren wir stark. Wir müssen uns bei der ganzen Mannschaft bedanken. In der ersten Halbzeit habe ich ein Tor verschenkt. Das war meine Schuld. Man darf einfach nie aufgeben. Das ist unsere Stärke. Ich habe bei einer anderen Chance ein bisschen Angst gehabt. Wir erarbeiten so etwas im Training. Man muss einfach viel investieren und wenn du viel investierst, kriegst du auch viel zurück. Solange die Mannschaft glücklich ist, ist alles gut.

Timo Horn: In der ersten halben Stunde haben wir im Spielaufbau viel zu viele Fehler gemacht. Genau darauf haben die Leverkusener gelauert, das wussten wir vorher. Wenn sie das in der ein oder anderen Situation noch besser ausspielen, kann es auch schnell 3:0 oder 4:0 stehen. Das darf uns nicht passieren. Aber dann waren wir deutlich besser im Spiel. In der zweiten Halbzeit haben die Leverkusener sich dann zurückgezogen und wir haben das genutzt. Das muss man dann auch erstmal schaffen, ohne sich das Dritte zu fangen. Wir haben die Reaktion gezeigt und am Ende dann auch verdient das 2:2 geholt. Wir haben versucht auf den Sieg zu spielen, aber das 2:2 war unterm Strich gerecht.