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FC-Geschäftsführer Wehrle weist Kritik an vollem Stadion zurück

1. FC Köln rechnet nicht mit Strafe : FC-Geschäftsführer Wehrle weist Kritik an vollem Kölner Stadion im Derby zurück

Im Derby gegen Borussia Mönchengladbach spielte der 1. FC Köln in einem ausverkauften Stadion – als einziger Bundesligist am vergangenen Spieltag. Dafür gab es bundesweite Kritik. FC-Geschäftsführer Alexander Wehrle weist diese zurück.

In der Bundesliga geht die Angst vor neuerlichen Geisterspielen um. Leere Ränge in den Stadien wie am Sonntag bei der Partie zwischen RB Leipzig und Bayer Leverkusen drohen den Vereinen. Zuletzt war in fast allen Arenen der Liga nur eine begrenzte Anzahl von Fans zugelassen – nur in Köln nicht. Der FC hatte das Rheinenergie-Stadion mit 50 000 Zuchauern im Derby gegen Gladbach komplett gefüllt. Das war bundesweit auf Kritik gestoßen, die Alexander Wehrle nun von sich weist. „Wir haben die Coronaschutzverordnung des Landes NRW und die besagt, dass wir 50 000 Zuschauer im Derby begrüßen dürfen, daran haben wir uns gehalten“, sagte der FC-Geschäftsführer. „Wir arbeiten mit einem tragfähigen Hygienekonzept.“ Selbst die Anordnung einer Maskenpflicht durch die Stadt vier Stunden vor Spielbeginn habe man mit „aller Macht“ umzusetzen versucht. Und: „Viele Fans haben sich erfreulicherweise auch daran gehalten.“

Fans halten Maskenpflicht im Stadion nicht immer ein

Augenscheinlich aber war, dass etliche Fans einer Maskenpflicht – auch am Platz – nicht nachkamen. Auch das hatte für Irritation gesorgt. Zunächst wurde sogar eine Untersuchung gegen den FC wegen der Umsetzung der Maskenpflicht eingeleitet. „Wir haben sofort die Ordnungskräfte informiert, damit sie die Fans beim Einlass über die Maskenpflicht informieren, hatten Social-Media-Aktivitäten dazu und haben es den Stadionsprecher mehrfach durchsagen lassen. Wir sind der Anordnung sofort nachgekommen“, sagte Wehrle dem „Express“: „Das haben die Verantwortlichen auch so gesehen, deswegen ist nicht von einem Bußgeld auszugehen.“

Künftig, das teilte die Stadt nach einem Gespräch mit dem Club mit, sollen Zuschauer, die sich der Maskenpflicht verweigern, aus dem Stadion verwiesen werden können. Dafür will der FC die Stadionordnung verschärfen.

Auszugehen ist zudem davon, dass die Zuschauer-Zahlen in den Stadien stark reduziert werden. Auch der Fußball müsse einen Schritt zurück gehen, sagte Wehrle. „Aber wir sollten die Fakten mit einbeziehen. Wir sind nicht die Hotspots mit unseren Großveranstaltungen.“ Der 46-Jährige plädiere schon dafür, bevor man „über Geisterspiele in den Bundesländern spricht, in denen die Hospitalisierungsrate sehr gering ist, wie in Nordrhein-Westfalen, dass man dann über Maskenpflicht am Platz und eventuell auch über 2G plus spricht“, befand Wehrle.