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FC Köln hofft auf Fans im Trainingslager in Donaueschingen

Vorbereitung in Donaueschingen : 1. FC Köln hofft auf Fan-Besuch im Trainingslager

Am 20. August beginnt für den 1. FC Köln das Trainingslager im baden-württembergischen Donaueschingen. Ob dann wie gewohnt Zuschauer bei den Einheiten dabei sein dürfen, ist noch ungewiss.

Es waren schwere Monate, auch für den Öschberghof. Nach aufwendiger Renovierung wollte das Luxusresort im Schwarzwald in diesem Jahr eigentlich groß durchstarten. Doch dann kam die Corona-Krise und das Hotel musste schließen. Inzwischen ist dort wieder deutlich mehr Leben eingekehrt. „Wir sind fast wieder auf Normalmaß“, freut sich Hotelchef Alexander Aisenbrey über einen gelungenen Start aus der Zwangspause.

In ein paar Wochen kommen sogar prominente Gäste vorbei: Wenn der 1. FC Köln vom 20. bis 29. August sein einziges Trainingslager in diesem Sommer in Donaueschingen bezieht, wird der Fußball-Bundesligist wie im Vorjahr im Öschberghof residieren. „Ob Corona oder nicht: Für uns ist das immer eine tolle Sache“, sagt Aisenbrey, der bei den Vorbereitungen regelmäßigen Kontakt zu FC-Lizenzspielerchef Frank Aehlig hält.

Club in Kontakt mit Behörden

Im vergangenen Jahr wurden die Kölner trotz des noch stärker nachgefragten Traditions-Trainingslagers in Kitzbühel von zahlreichen Anhängern nach Donaueschingen begleitet. Hinzu kamen viele Einheimische, die sich einen Eindruck von dem Erstligisten verschaffen wollten. Anfragen mehrerer interessierter Fans liegen dem FC auch aktuell wieder vor. Ob sie vor Ort aber überhaupt die Übungseinheiten besuchen dürfen, ist pandemiebedingt noch in der Schwebe. „Wir versuchen, es möglich zu machen und stehen in Kontakt mit den Behörden“, erklärt der FC-Fanbeauftragte Rainer Mendel.

Es ist ein schmaler Grat, auf dem sich der 1. FC Köln dabei bewegt. Einerseits will der Club eine gewisse Nähe zu seinen Fans zulassen und daraus Aufbruchstimmung für die schwere neue Bundesliga-Saison erzeugen. Schließlich waren es die Anhänger, deren Unterstützung dem FC während der erfolglosen Geisterspiel-Phase so sehr fehlte. Andererseits gilt es, in Zeiten von Abstands- und Hygieneregeln die erforderliche Distanz zu wahren.

Wohl nur niedrige dreistellige Zuschauerzahl umsetzbar

Zwar erlaubt die baden-württembergische Corona-Schutzverordnung ab dem 1. August bis zu 500 Sportler und Zuschauer auf einem Wettkampfgelände statt der bislang möglichen 100. Beim SV Aasen, auf dessen schmucker Sportanlage der 1. FC Köln wie 2019 während des Trainingslagers in Donaueschingen üben wird, rechnet man – wenn überhaupt – aber mit einer umsetzbaren Zuschauerzahl im niedrigen dreistelligen Bereich. „Anders ließen sich die Abstandsregeln auf unserer Anlage ohne Tribüne nicht einhalten“, sagt der Geschäftsführende Vorsitzende Werner Märkle.

Ansonsten soll es dem FC zwischen Schwarzwald und Schwäbischer Alb aber erneut an nichts fehlen. „Wir pflegen die Rasenplätze, unser Kooperationspartner SV Aasen regelt die restliche Organisation auf seiner Anlage. Der FC wird sich um nichts kümmern brauchen“, sagt Öschberghof-Chef Alexander Aisenbrey. Der Bezirksligist hat beim Verband bereits darum gebeten, Ende August auswärts in die neue Saison starten zu dürfen – damit das grüne Geläuf für den Bundesligisten geschont wird.

Sieben Testspiele geplant

Gegen wen der 1. FC Köln seine insgesamt sieben geplanten Testspiele während der am 5. August beginnenden Vorbereitungsphase bestreitet, soll in den nächsten Tagen publik gemacht werden. „Wir sind mit den Planungen fast durch“, sagt Lizenzspielerleiter Frank Aehlig. Durchgesickert ist bislang nur ein Sparring am 15. August (14 Uhr) daheim mit Blau-Weiß Lohne. Wie alle anderen Testspielgegner werden auch die niedersächsischen Oberliga-Kicker vorab mindestens zwei Corona-Testreihen durchlaufen müssen; das schreibt das Hygienekonzept der Deutschen Fußball Liga (DFL) vor.

Ob zumindest ein Teil der Übungseinheiten am Geißbockheim unter Anwesenheit von Zaungästen durchgeführt werden darf, befindet sich derweil ebenfalls noch in der Klärung. Sicher ist: Zur Kontaktrückverfolgung wäre jedes Mal ein großer organisatorischer Aufwand nötig. Und: Um den Einlass kontrollieren und die Sicherheits- und Hygienemaßnahmen am besten umsetzen zu können, wären wohl nur Einheiten im eingezäunten Franz-Kremer-Stadion denkbar. Der Haken an der ganzen Sache: Aktuell liegt dem 1. FC Köln nur eine Genehmigung für nicht-öffentliches Training vor.