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1. FC Köln: FC-Vizepräsident Sieger zurückgetreten

1. FC Köln : FC-Vizepräsident Sieger zurückgetreten

Genau 97 Tage nach der Wahl ist das Präsidium des 1. FC Köln bereits wieder auseinandergebrochen. Am Samstag trat Jürgen Sieger völlig überraschend zurück. Vom Verein wurde das bisher nicht bestätigt.

Aus privaten Gründen, so Jürgen Sieger, ist der vor knapp 100 Tagen als Vizepräsident ins Vorstands-Team des 1. FC Köln gewählte Jurist wie berichtet am Wochenende zurückgetreten. Bis zur ordentlichen Mitgliederversammlung 2020 wurde Carsten Wettich vom Mitgliederrat ins Präsidium entsandt. Seinen Platz im Gemeinsamen Ausschuss übernimmt Ho-Yeon Kim. Das entschied der Mitgliederrat am Sonntag in einer Sondersitzung.

„Wir bedauern die Entscheidung von Jürgen Sieger sehr. Im Vorstandsteam haben wir gemeinsam Veränderungen angestoßen. Wir danken ihm für sein Engagement und haben Verständnis für seine Entscheidung“, wurde FC-Präsident Dr. Werner Wolf seitens des Vereins zitiert.

In der gleichen Erklärung sagte Jürgen Sieger: „Mir ist die Entscheidung nicht leichtgefallen. Allen Gremien danke ich für die gute, intensive und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Ich danke Carsten Wettich, dass er bereit ist, zusätzlich zu seiner beruflichen Belastung diese Aufgabe interimsweise zu übernehmen.“

Interimslösung Wettich seit 2013 im Mitgliederrat

Dr. Carsten Wettich gehört dem Mitgliederrat seit 2013 an und ist seit 2015 stellvertretender Vorsitzender des Gremiums. Er bedauerte den Rücktritt von Jürgen Sieger. „Sein Amt im Vorstand zu übernehmen, ist eine Herausforderung und eine große Verantwortung. Für den FC stelle ich mich ihr jedoch gern.“

Stefan Müller-Römer, der Vorsitzende des Mitgliederrates, zeigte Verständnis für den Rücktritt von Jürgen Sieger. Von März bis September hatte Stefan Müller-Römer im Vorstand den zurückgetretenen Vorsitzenden Werner Spinner vertreten. Diesmal verzichtete er auf einen neuerlichen Gremiumswechsel.

Über die wahren Hintergründe des Rücktritts von Jürgen Sieger gibt es derzeit nur Mutmaßungen. Gerüchten zufolge soll es gravierende Meinungsverschiedenheiten zwischen ihm und seinen ehemaligen Präsidiumskollegen Dr. Werner Wolf und Eckhard Sauren gegeben haben.