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Freiburgs Profi Lukas Kübler vor dem Spiel gegen den 1. FC Köln

Vor dem Duell gegen den 1. FC Köln : Lukas Kübler - vom VfR Hangelar über den BSC zum SC Freiburg

Für den gebürtigen Bonner Fußball-Profi Lukas Kübler ist das Duell mit dem 1. FC Köln kein Spiel wie jedes andere. Denn an die Domstädter hat der Profi des SC Freiburg nicht nur gute Erinnerungen.

Lukas Kübler macht aus seinem Herzen keine Mördergrube. „Natürlich ist es für mich immer ein besonderes Spiel, wenn es gegen den 1. FC Köln geht“, sagt der Verteidiger des Fußball-Bundesligisten SC Freiburg vor dem Duell gegen die Geißböcke am Samstag (15.30 Uhr). „Noch mehr sogar, wenn wir in Köln spielen. Schließlich komme ich aus der Gegend.“ Der 29-Jährige hat eine Kölner Vergangenheit, die ihn einfach nicht loslassen will. Der Stachel sitzt tief.

„Es schwingt halt immer noch mit, dass ich es in Köln nicht geschafft habe, mich durchzusetzen“, meint der gebürtige Bonner Kübler, dessen Eltern immer noch in Sankt Augustin wohnen und dessen Bruder beim VfR Hangelar in der Bezirksliga kickt. Beim ersten Mal war’s in der Jugend, als ihm ein Nachwuchstrainer der Geißböcke eröffnete, dass aufgrund seiner schmächtigen Statur kein Platz für ihn in der B-Junioren-Bundesligamannschaft des Clubs sei. Beim zweiten Mal – als Kübler mit 19 Jahren aus dem A-Jugend-Bundesligateam des Bonner SC ans Geißbockheim zurückkehrte – „bin ich nach einiger Zeit allerdings aus freien Stücken weggegangen, um in der 2. Liga beim SV Sandhausen Spielpraxis zu bekommen“. Allerdings, räumt Kübler ein, habe er dem FC auch einiges zu verdanken: „Dass ich überhaupt Profi geworden bin.“

Gute Bilanz gegen den 1. FC Köln

Über den Umweg Sandhausen kam der Abwehrspieler 2015 in den Breisgau und revanchierte sich auf seine Art bei den Domstädtern: „Alle Partien, die ich bisher gegen Köln bestritten habe, habe ich gewonnen. Für mich ist es immer eine Extra-Motivation, gegen den FC zu spielen. Ein Sieg ist Balsam auf die Seele“, erklärt er. Besonders ausgiebig waren daher die Feierlichkeiten in der vergangenen Saison, als die Domstädter beim SC Freiburg mit 0:5 unter die Räder kamen. „Die Fete war nicht schlecht“, grinst der 29-Jährige.

Dass ihn sein Trainer Christian Streich möglicherweise nicht für die Anfangself am Samstag nominieren könnte, daran mag der Verteidiger gar nicht denken. „Selbstverständlich ist auch das möglich, aber gegen Köln will ich auf jeden Fall auflaufen“, sagt er. „Ich fühle mich fit und stabil wie nie zuvor. Denn seit anderthalb Jahren bin ich endlich verletzungsfrei.“ Dabei ist Kübler sehr wohl bewusst, dass die FC-Elf in diesem Jahr nicht mehr mit der Formation der Vorsaison zu vergleichen ist, denn die Geschehnisse rund um die Domstädter verfolgt er nach wie vor intensiv. „Vom Auftreten und von der Spielweise her bekommen wir es mit einer ganz anderen Mannschaft zu tun“, prognostiziert er. „Das wird für uns vielleicht das bisher schwierigste Match in dieser Spielzeit.“

Dass auch an der Seitenlinie bei den durchaus extrovertierten Trainern Streich und Steffen Baumgart einiges abgehen könnte, will Kübler nicht ausschließen. „Auch wenn ich Herrn Baumgart nicht persönlich kenne, glaube ich, dass am Samstag zwei impulsive Typen aufeinandertreffen“, meint er. „Von daher sind sie schon vergleichbar. Das Amt des 4. Offiziellen möchte ich jedenfalls am Samstag nicht ausüben.“