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Fußball-Bundesliga: 1. FC Köln spielt unentschieden gegen Frankfurt

Zahlreiche Kopfverletzungen : 1. FC Köln holt einen Punkt in Frankfurt

Auch am 6. Spieltag der Fußball-Bundesliga hat der 1. FC Köln einen Punkt eingesammelt. Bei Eintracht Frankfurt spielte der FC zum dritten Mal in dieser Spielzeit 1:1. Überschattet wurde das Spiel von zahlreichen Kopfverletzungen.

Ein Spiel auf Augenhöhe hatten sich die beiden Trainer von der Begegnung zwischen Eintracht Frankfurt und dem 1. FC Köln versprochen. Sie bekamen es beim 1:1 vor 25 000 Zuschauern im Frankfurter Stadion zu sehen – zumindest laut Ergebnis. Denn der Kölner Coach Steffen Baumgart hatte sich einmal mehr ein Offensiv-Spektakel seiner Mannschaft gewünscht, bekam es im ersten Abschnitt auch zu sehen, in weiten Teilen der zweiten Halbzeit war die Eintracht aber das bessere und vor allem gefährlichere Team. Die Führung von Ellyes Skhiri (14.) glich Rafael Borré (45.) aus. Ein weiterer Treffer von Florian Kainz wurde wegen Abseits nicht gegeben. „Ende der ersten Halbzeit haben wir unseren Plan verlassen. Es ist okay. Wir müssen gucken, dass wir am Freitag unser Heimspiel gewinnen“, sagte Kölns Kapitän Jonas Hector. Überschattet wurde das Spiel von zahlreichen Kopfverletzungen.

Baumgart überraschte mit der Aufstellung. So nahm Mark Uth erst einmal auf der Bank Platz, Ondrej Duda spielte dafür von Beginn an hinter den Spitzen. Auch Sebastian Andersson stand wieder in der Startelf, Jan Thielmann rotierte aus dem Team. Dafür begann Florian Kainz. In der Innenverteidigung schenkte der Kölner Coach Luca Kilian neben Abwehrchef Rafael Czichos das Vertrauen. 

Trotz der kolportierten offensiven Spielweise beider Teams passierte in der Anfangsphase relativ wenig. Erst ein Zusammenstoß von Florian Kainz und Erik Durm sorgte für Aufregung. Durm musste benommen den Platz verlassen. Für den Außenverteidiger kam Danny da Costa. Die Eintracht hatte sich noch nicht sortiert, da schlug der FC zu. Einen Diagonalball von Benno Schmitz spielte Jonas Hector ins Zentrum, Ellyes Skhiri vollendete aus wenigen Metern zur Kölner Führung. Zu diesem Zeitpunkt nicht unverdient, aber Frankfurt steigerte sich, sorgte vor allem über die Außen für Gefahr.

FC-Offensivspieler Kainz erzielt Abseitstreffer

Der FC stand zu oft tief, vor allem Hector schien einige Male überfordert. Noch vor dem Halbzeitpfiff musste auch Baumgart wechseln. Nach einem Freistoß traf Timo Horn Kilian am Kopf. Der Abwehrspieler versuchte es zwar noch einmal, musste dann aber für Jorge Meré doch den Platz verlassen. Auch Timothy Chandler und Benno Schmitz wurden nach einem weiteren Zusammenprall am Kopf behandelt. Die Eintracht war kurz vor Seitenwechsel die bessere Mannschaft. Auch, weil sich die Kölner in der Defensive erstaunlich viele individuelle Fehler leisteten. Aber auch Frankfurt ließ wieder mehr zu. So verpasste Andersson in der Nachspielzeit des ersten Abschnitts das 2:0 nach einer starken Hereingabe von Anthony Modeste. Im direkten Gegenzug legte Kostic ab auf Rafael Borré, der aus dem Rückraum flach einschob.

Der Kölner Trainer brachte zur zweiten Halbzeit für Ljubicic Thielmann sowie für Schmitz Kingsley Ehizibue und der die Eintracht direkt ins Spiel. Nach einem haarsträubenden Fehler zog Kostic ab, scheiterte aber an Horn. Doch auch Köln investierte nun wieder mehr in die Offensive. Ein Schuss von Duda ließ Kevin Trapp unglücklich abprallen, Modeste passte weiter auf Florian Kainz, der einschob. Allerdings stand der Franzose beim Schuss des Slowaken hauchdünn im Abseits, der Treffer wurde nicht gegeben. Doch Frankfurt war fortan aggressiver, wacher, erspielte sich ein deutliches Chancenplus. Unter anderem scheiterten der eingewechselte Daichi Kamada und Martin Hinteregger am Kölner Keeper.

Baumgart brachte mit Louis Schaub und Mark Uth weitere Offensivkräfte in der Schlussphase. Zwingende Chancen erspielten sich die Teams aber kaum noch. Bis zur Schlussminute, als Uth von Andersson bedient wurde, den Ball aber nicht mehr gefährlich aufs Tor brachte.