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Interview mit Jonas Hector: "Ich habe gut geschlafen"

Interview mit Jonas Hector : "Ich habe gut geschlafen"

Mit 20 Jahren kickte Jonas Hector noch in der Oberliga für den SV Auersmacher, mit 22 in der Regionalliga für den 1. FC Köln. Und jetzt, mit 24, erster Einsatz im Vier-Sterne-Trikot - nach gerade mal elf Bundesligaspielen. Mit dem Linksverteidiger sprach Guido Hain nach der Partie gegen Gibraltar.

Herr Hector, nach so einem Ereignis ruft man normalerweise gleich seine Liebsten an...
Hector: Das brauche ich gar nicht. Meine ganze Familie war hier im Stadion.

Und Ihr Debüttrikot bekommt einen Ehrenplatz.
Hector: Mal sehen. Vielleicht schenke ich es meinem Bruder. Vielleicht kommt es in die Wohnung. Das entscheide ich noch.

Haben Sie die Entscheidung des Bundestrainers, Ihnen zu Ihrem ersten Länderspiel zu verhelfen, schon realisiert?
Hector: Ja, so langsam realisiere ich das schon. Es war natürlich ein schönes Gefühl eingewechselt zu werden. Es ist eine große Sache, wenn man dabei ist.

Haben Sie sich schon akklimatisiert in diesem elitären Kreis.
Hector: Klar ist, unter den weltbesten Spielern ist die Qualität anders als im Club. Das merkt man auf dem Platz. Es ist ein gutes Gefühl, dort reinschnuppern zu dürfen.

Befürchten Sie, dass es nur beim Schnuppern bleibt?
Hector: Verbessern kann man sich natürlich in jedem Bereich. Das will ich, und daran muss ich arbeiten. Für mich gibt es keine größere Motivation, als hier zu sein.

Nationalhymne, das ganze Programm und dann die Einwechslung. Haben Sie das alles richtig wahrgenommen?
Hector: Man ist natürlich stolz auf das Erreichte. Und es ist die Erfüllung eines Traumes. Jeder kleine Junge, der Fußball spielt, will irgendwann mal da sein.

Gar nicht nervös gewesen?
Hector: Klar, man fiebert darauf hin, die Anspannung war groß. Aber als ich den Platz betrat, habe ich alles ausgeblendet. Wenn man die Chance bekommt, muss man sie nutzen. Aber ich habe die Nacht davor gut geschlafen.

Wer hat an Ihrer Entwicklung zum Nationalspieler den größten Anteil?
Hector: Jeder Trainer - ob in Auersmacher oder Köln - hat Einfluss auf mich gehabt. Und jede Mannschaft auch.