1. Sport
  2. 1. FC Köln

Zum Beginn der Urlaubszeit: Leihspieler kehren zum 1. FC Köln zurück

Zum Beginn der Urlaubszeit : Leihspieler kehren zum 1. FC Köln zurück

Seit Mittwoch stehen zehn Profis des 1. FC Kölns wieder auf der Gehaltsliste, die der Verein verliehen hatte. Für fast alle von ihnen soll nun ein neuer Arbeitgeber gefunden werden.

Ungewissheit, gedrückte Stimmung und eine Personalsituation, die auch nicht allzu viel Anlass zu Optimismus gibt: Der 1. FC Köln steht zu Beginn der Urlaubszeit in der Fußball-Bundesliga vor einer Reihe von komplizierten Aufgaben, die sich mit de Stichtag 1. Juli Schwarz auf Weiß deutlich ablesen lassen. Seit Mittwoch stehen die zehn Profis wieder auf der Gehaltsliste, die der FC verliehen hatte und für die außer Salih Özcan ein neuer Arbeitgeber gefunden werden soll.

Nach der Leihe Birger Verstraete zum belgischen Erstligisten Royal Antwerpen haben die Geißböcke ihren aufgeblähten Lizenzspielerkader für die kommende Saison immerhin um eine weitere Stelle auf immer noch 35 Angestellte verkleinern können. Niklas Hauptmann spielt im kommenden Jahr für Holstein Kiel. Der FC verleiht den 24-jährigen Mittelfeldspieler an den Zweitligisten. „Niklas ist ein hoch veranlagter Spieler. Für ihn ist es wichtig, dass er Spielpraxis bekommt. In Kiel hat er die Chance dazu, wir wünschen ihm eine erfolgreiche Saison“, erklärte FC-Sportchef Horst Heldt.

Der gebürtige Kölner Hauptmann wechselte im Sommer 2018 für 3,4 Millionen Euro Ablöse von Zweitligist Dynamo Dresden ans Geißbockheim und lief in der Aufstiegssaison 2018/19 zwölf Mal für den FC in der 2. Bundesliga auf. In dieser Saison spielte er auch aufgrund diverser Verletzungen nur fünf Mal (2 Tore) für die U21 des FC in der Regionalliga West. Hauptmann besitzt in Köln noch einen Vertrag bis zum 30. Juni 2023.

Horst Heldt und der FC hoffen darauf, dass Hauptmann wie Özcan in Kiel nicht nur Spielpraxis erhält, sondern diese nutzt, um nachhaltig auf sich aufmerksam zu machen und damit seinen Marktwert steigert, der aktuell bei unter einer Million Euro liegen dürfte. Im Fall von Louis Schaub ist dieser Plan nicht aufgegangen.

Der Österreicher war im Sommer 2018 als einer der Hoffnungsträger für 3,5 Millionen Euro von Rapid Wien zum damaligen Bundesliga-Absteiger gekommen und erfüllte diese Erwartungen in der 2. Liga zeitweise auch. Im Winter aber sortierte FC-Trainer Markus Gisdol den 25-Jährigen aus, der mit Kaufoption an den Hamburger SV verliehen wurde.

Schaub aber setzte sich beim HSV auch als Wunschspieler von Coach Dieter Hecking nicht durch, stand an den beiden letzten Zweitliga-Spieltagen nicht einmal mehr im Kader und verabschiedete sich nun, weil die Hamburger die Kaufoption in Höhe von 2,5 Millionen Euro nicht zogen. In Köln steht Schaub noch zwei Jahre bis 30. Juni 2022 unter Vertrag.

Dennis Morschel steht dagegen nicht mehr auf der Gehaltsliste der Kölner. Der 35-Jährige, der seit Juli 2017 am Geißbockheim arbeitet und zuletzt mit Max Weuthen als Athletiktrainer die FC-Profis fit gemacht hat, schließt sich nach einem Bericht der Ruhr Nachrichten Borussia Dortmund an. Leif Krach aus der U21 des FC soll zur neuen Saison Morschels Aufgaben im Funktionsteam von Chefcoach Markus Gisdol übernehmen.