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So punktet der 1. FC Köln gegen die Arminia

Vor dem Bielefeld-Spiel : So kann der 1. FC Köln gegen die Arminia punkten

Unglücklich hat der 1. FC Köln am vergangenen Wochenende gegen Hoffenheim einen sicher geglaubten Punkt in letzter Minute aus der Hand gegeben. Wie es gegen Bielefeld besser laufen könnte - eine Analyse.

Die beiden Sky-Experten Didi Hamann und Lothar Matthäus haben den 1. FC Köln schon abgeschrieben, da ist die knappe Niederlage gegen die TSG Hoffenheim noch nicht verdaut. Der Kapitän der Weltmeister-Mannschaft von 1990 glaubt, dass der FC die Saison auf dem Relegationsplatz beendet, Hamann hält die Kölner für „nicht gefestigt“ und erwartet einen direkten Abstieg.

Insofern dürfte schon das zweite Saisonspiel der Kölner aus Sicht der Experten einen richtungweisenden Charakter haben. Dann trifft die Elf von Coach Markus Gisdol auf Arminia Bielefeld - von den beiden ehemaligen Nationalspielern ebenfalls als potentieller Abstiegskandidat genannt. In einem Punkt hat Hamann sicherlich recht. Die Defensive der Kölner wirkte am vergangenen Samstag alles andere als sattelfest. Vor allem auf der rechten Seite offenbarte der FC große Schwächen. Marco Höger schien als Rechtsverteidiger überfordert, Besserung brachte Kingsley Ehizibue, der zur zweiten Halbzeit eingewechselt wurde. Zwar hat Benno Schmitz das Mannschaftstraining wieder aufgenommen, für Samstag ist er vermutlich aber noch keine Option. Jannes Horn sowie die Innenverteidigung machten ihre Sache eigentlich gut.

Bielefeld verfügt über eine starke Defensive

Zudem glänzte die Arminia zum Saisonauftakt bei der Eintracht aus Frankfurt nicht gerade mit einem Offensiv-Spektakel. Im Gegenteil: Die Ostwestfalen taten sich im Spielaufbau äußerst schwer. Viel mehr als die Führung zum zwischenzeitlichen 1:0 sprang in Sachen Offensivfußball bei der Arminia nicht heraus. Routinier Fabian Kloß hing in der Sturmspitze in der Luft. Sollte die Kölner Defensive zur Normalform finden und die Schwächen auf der rechten Außenseite ausmerzen, dürfte es keine großen Probleme geben.

Allerdings liegt die Stärke der Bielefelder in der Defensive. Gegen Frankfurt lief die Arminia mit einer Viererkette und zwei defensiven Mittelfeldspielern auf und ließ eigentlich nicht viel zu. Frankfurt war das Spiel bestimmende Team, wurde aber vor dem Bielefelder Tor nur selten gefährlich. Auch, weil die Offensivspieler wie Kloß kräftig mit zurück arbeiteten. Die Arminia spielte gegen Frankfurt die Rolle eines klassischen Underdogs. Über aufopferungsvolle Zweikampfstärke kam Bielefeld ins Spiel. Diesen Kampf muss der FC am Samstag annehmen. Zumal rund 5000 Fans die Arminia vorantreiben werden. Die 7-Tage-Inzidenz liegt in Bielefeld bei etwa 7 und damit weit unter dem Grenzwert von 35. Köln wird also das erste Mal seit dem Spiel gegen Schalke im Februar dieses Jahres wieder vor Zuschauern in der Bundesliga spielen.

Dass die Kölner sich in Sachen Zweikampf aber nicht verstecken müssen, zeigt die Statistik des ersten Spieltags. Mit Rafael Czichos sowie den Neuzugängen Ondrej Duda und Sebastian Andersson befinden sich gleich drei Geißböcke in der Top-Elf der Bundesligaspieler mit den meisten gewonnen Zweikämpfen.

1. FC Köln braucht die Überraschungsmomente

Die teils destruktive Spielweise der Arminia hat in der Vorwoche Frankfurt an den Rand einer Niederlage geführt. Auffallend: Die Eintracht versuchte es oft mit langen Bällen auf den Niederländer Bas Dost. Der FC setzte in der vergangenen Spielzeit mit Jhon Cordoba ebenfalls oft auf dieses Mittel. Gegen Bielefeld wird das am Samstag nicht reichen. Der FC benötigt eine variable, überraschende Spielweise. Die Chance für Ondrej Duda sich in Szene zu setzen. Der Neuzugang zeigte gegen Hoffenheim bereits in Ansätzen seinen Spielwitz. Er könnte gegen Bielefeld den Unterschied machen. Gespannt darf man auf Dimitrios Limnios sein. Der griechische Nationalspieler hat Anfang der Woche in Köln unterschrieben und könnte auf der Alm auf der Außenbahn erstmals zum Einsatz kommen.