1. Sport
  2. 1. FC Köln

So schlagen sich die Abgänge des 1. FC Köln bei ihren neuen Clubs

Abgänge beim FC: Tops oder Flops? : So schlagen sich die FC-Abgänge bei ihren neuen Clubs

Aus finanziellen Nöten heraus musste der 1. FC Köln vor der Saison einige Spieler verkaufen. Haben sie sich bei ihren neuen Clubs bewährt oder drohen sie zu Flops zu werden? Ein Überblick.

Das Kölner Transferkarussell: voll besetzt und mit dem Aushängeschild des Klassenerhalts versehen. Ein 5:1-Sieg im Rückspiel gegen Zweitligist Holstein Kiel hatte den 1. FC Köln im vergangenen Sommer in der Bundesliga gehalten. Dennoch musste der Verein einige Spieler verkaufen. Die sportliche Entwicklung und die aufgrund der Corona-Pandemie angespannte finanzielle Situation im Verein machten dies notwendig. Insgesamt 20 Spieler verließen den Bundesligisten. Rund 22 Millionen Euro Erlös gingen in die Bilanz ein. Wie läuft es für die Abgänge bei ihren neuen Vereinen?

Der Transfer von Sebastiaan Bornauw galt als wirtschaftlich notwendig. Mit seinem Tor am letzten Bundesliga-Spieltag gegen Schalke 04 sicherte der 22-Jährige den Geissböcken die Relegation. Im Juli dann wechselte der Innenverteidiger zum Champions-League-Teilnehmer VfL Wolfsburg. Dort kam der Belgier bislang in sieben Pflichtspielen zum Einsatz. Ganz angekommen scheint Bornauw jedoch noch nicht. Erst drei Spiele bestritt er über die volle Distanz.

Neben dem gesetzten Maxence Lacroix muss sich der Ex-Kölner die zweite Innenverteidiger-Position mit John Anthony Brooks teilen. Dennoch zieht Bornauw ein bislang positives Fazit: „In Köln haben die Leute oft die Nase gerümpft, wenn ich ihnen von Wolfsburg erzählte, da hier nichts los sei“, sagte der Verteidiger in einem Interview der „Wolfsburger Nachrichten“. „Aber ich habe da schon meiner Freundin gesagt: Wenn ich dich habe, unseren Hund, meine Ruhe, professionelle Bedingungen und eine geile Mannschaft, dann brauche ich nichts anderes. Und hier passt alles.“

Drexlers Bilanz auf Schalke durchwachsen

Das Kölner Eigengewächs Ismail Jacobs zog es zum AS Monaco. Nach 43 Pflichtspielen für den FC kam der Mittelfeldspieler unter Ex-Bayern-Trainer Niko Kovac bislang achtmal zum Einsatz. Nach vielen Kurzeinsätzen zum Start fiel Jakobs jedoch dem schlechten Saisonbeginn der Monegassen zum Opfer. Es folgten vier Spielen ohne Einsatz. Vor der Länderspielpause ging es für den U21-Nationalspieler gegen Bordeaux erstmals über die volle Distanz. Monaco gewann das Spiel mit 3:0 - mit Jakobs als linkem Verteidiger.      

Den gebürtigen Bonner Dominick Drexler wechselte nach drei Jahren beim FC zum Erstliga-Absteiger Schalke 04. Bei den Gelsenkirchenern kam der 31-Jährige bislang in neun Pflichtspielen zum Einsatz, erzielte ein Tor und bereitete zwei weitere vor. Die bisherige Bilanz des bei Schalke gesetzten Mittelfeldspielers ist damit eher durchwachsen.   

Wolf hofft auf mehr Einsatzzeiten beim BVB

Dimitrios Limnios: Gekommen, um Tore zu schießen. Doch diesem Versprechen ist der Grieche nicht gerecht geworden. Der Transfer im September des vergangenen Jahres fällt in die Kategorie  „Missverständnis“. In zwölf Spielen für Köln erzielte der Außenstürmer kein Tor und sammelte auch sonst keinen Scorerpunkt. Bei seinem neuen Verein Twente Enschede konnte der 23-Jährige zumindest das Tor-Versprechen einlösen. Der FC-Leihe gelang in der laufenden Saison bisher ein Treffer.

Marius Wolf kehrte zu seinem Stammverein Borussia Dortmund zurück. Als Joker von Trainer Marco Rose kommt der 26 Jahre alte und flexibel einsetzbare Profi auf seine Einsatzzeiten. Doch für mehr als bislang 115 Spielminuten in fünf Einsätzen hat es bisher nicht gereicht. „Ich kämpfe jeden Tag im Training. Im Fußball geht es schnell, so dass man auf mehr Spielzeit kommen kann. So, wie es bisher gelaufen ist, bin ich ganz zufrieden“, sagte der Mittelfeldspieler im Interview mit transfermarkt.de. 

Das Quarantäne-Trainingslager der Kölner im vergangenen Sommer fand ohne Winterneuzugang Emmanuel Dennis statt. Friedhelm Funkel strich die Leihgabe des FC Brügge aus dem Kader. Stand der Nigerianer in Funkels erstem Spiel gegen Leverkusen noch über 90 Minuten auf dem Platz, kam danach kein weiterer Einsatz mehr dazu. Nun steht der 23-Jährige in der englischen Premier League beim FC Watford unter Vertrag. In neun Pflichtspielen gelangen dem Mittelstürmer unter Leicesters damaligem Meister-Trainer Claudio Ranieri bislang zwei Tore und eine Torvorlage – in Köln kam Dennis in seiner Zeit auf eine Vorlage in neun Spielen.  

Zielers Streit mit Hannover-Boss Kind beigelegt

Der Wechsel, der einen Streit beilegte: Als Ron-Robert Zieler im Sommer zu seinem ehemaligen Verein Hannover 96 zurückkehrte, kam es zur Aussöhnung mit Geschäftsführer Martin Kind. Dieser hatte den Torhüter vor seinem Wechsel zum 1. FC Köln im Jahr 2019 öffentlich kritisiert. In einem persönlichen Gespräch wurde dieser Streit nun beiseite geräumt. Darüber hinaus verlief die Rückkehr des gebürtigen Kölners zu Hannover alles andere als positiv. Der Weltmeister von 2014 startete mit sechs Gegentoren in drei Spielen in die Saison. Mittlerweile hat sich der Club etwas stabilisiert und steht nach neun Spieltagen und elf Punkten auf Platz 13 der zweiten Liga. Dabei kassierte Zieler in den vergangenen vier Ligaspielen nur einen Gegentreffer.