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Kadercheck: So steht es aktuell um die Abwehr des 1. FC Köln

Kadercheck : So steht es aktuell um die Abwehr des 1. FC Köln

Der Kader des 1. FC Köln nimmt langsam Konturen an, der Sommerfahrplan steht. Doch wie sieht es in den einzelnen Mannschaftsteilen aus? Teil 2 unseres Kaderchecks.

Lange musste der 1. FC Köln in der vergangenen Spielzeit um den Klassenerhalt zittern. Sehr lange. In erster Linie, weil es bei den Kölnern in der Offensive haperte. Allerdings ist die Sturmfalute nur die halbe Wahrheit. 60 Gegentreffer sprechen eine deutliche Sprache. Der FC hat auch erhebliche Probleme in der Abwehr. Und das, obwohl die Geißböcke mit Sebastiaan Bornauw, Rafael Czichos und Jorge Meré über eine überdurchschnittlich gute Innenverteidigung verfügten. Bornauw hat sich durch eine starke Saison sogar auf die Wunschzettel der Konkurrenz gespielt. Der Belgier würde dem FC im Falle eines Verkaufs dringend benötigte Gelder einspielen. Bei einem Marktwert von rund zwölf Millionen Euro ist ein Verbleib in Köln kaum vorstellbar, obwohl Bornauw noch Vertrag bis 2023 hat. Zumal sich der FC Einnahmen von mindestens 15 Millionen Euro verspricht und Bornauw sich schon mit dem Abschied beschäftigt.

Auch Jorge Meré ist fast obligatorisch mit einem Preisschild ausgestattet. Sollte das Angebot stimmen, könnte wohl auch der Spanier den FC verlassen. Der Innenvertediger hat Ende Mai schon betont, mehr spielen zu wollen, liebäugelt mit einem Wechsel in die Heimat. „Wir halten große Stücke auf Jorge und wir haben nicht vor, ihn abzugeben“, sagte aber Interims-Sportdirektor Jörg Jakobs Anfang Juni. Dennoch gilt der Spanier als Verkaufskandidat.

Timo Hübers verstärkt den FC

Unabhängig dieser möglichen Transfers hat sich der FC mit Timo Hübers verstärkt. Der groß gewachsene Abwehrspieler ist schnell, zweikampf- und kopfballstark, gut im Spielaufbau und ein Leader. Ob die Kölner Verantwortlichen den 24-Jährigen bereits als Stammkraft einplanen, ist fraglich. Denn Hübers ist extrem verletzungsanfällig. In den vergangenen sechs Spielzeiten fiel der Abwehrspieler insgesamt mehr als zweieinhalb Jahre aus. 

Einen Stammplatz erarbeitet hat sich Rafael Czichos in der abgelaufenen Spielzeit. Der Innenverteidiger erkämpfte sich den Platz durch Zweikampfstärke und wichtige Aktionen im Spielaufbau. Czichos gewann damit das interne Duell gegen Meré und war neben Bornauw gesetzt. Auch im kommenden Abwehrverbund dürfte der 31-Järhige eine wichtige Rolle spielen. Zwar setzte der Kölner Ex-Trainer Markus Gisdol auch große Stücke auf Sava-Arangel Cestic, der Nachwuchsspieler konnte sich aber bislang nicht durchsetzen und wird wohl auch weiterhin als Perspektivspieler aufgebaut. Youngster Robert Voloder wurde an KN Maribor verliehen.

Die Baustelle des 1. FC Köln ist die rechte Abwehrseite

Eine der großen Baustellen ist beim FC nach wie vor die rechte Abwehrseite. Seit Jahren ist die Position nicht ausreichend besetzt. Kingsley Ehizibue war in der vergangenen Spielzeit in seinen Leistungen schwankend. Extrem schwankend. Trotzdem konnte sich Benno Schmitz nicht wirklich durchsetzen. Der 26-Jährige verletzte sich nach guter Vorbereitung zu Beginn der Saison, saß aber auch nach der Genesung weitestgehend auf der Bank und wartet weiterhin auf den Durchbruch beim FC.

Auf der linken Seite sieht die Situation deutlich entspannter aus. Mit Jannes Horn verfügt der FC über einen soliden Außenverteidiger und mit Noah Katterbach und Ismail Jakobs über Eigengewächse mit Entwicklungspotential.