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1. FC Köln: Spekulationen um Machtkampf hinter den Kulissen des FC

1. FC Köln : Spekulationen um Machtkampf hinter den Kulissen des FC

Gibt es bei der Suche nach einem neuem FC-Vorstand einen Machtkampf? Kölns Trainer Markus Anfang konzentriert sich ganz auf das Spiel gegen Kiel, für das er alle Spieler an Bord hat.

Seit dieser Woche macht es öffentlich die große Runde. Wie diese Zeitung unmittelbar nach der Ankündigung des Rücktritts von Werner Spinner als Präsident des 1. FC Köln am 6. März vermeldete, ist Dr. Werner Wolf Favorit auf Spinners Nachfolge. Der 62-Jährige, ehemaliger Übergangs-Präsident des FC (2012) und langjähriges Mitglied im Verwaltungsrat des Fußball-Zweitligisten, soll nach übereinstimmenden Berichten Topkandidat des Mitgliederrates sein, der den FC-Mitgliedern bis zum 15. August gemäß Satzung ein dreiköpfiges Vorstandsteam für die Hauptversammlung am 8. September vorschlägt.

Nun darf hinter den Kulissen darüber spekuliert werden, wen der Mitgliederrat neben Werner Wolf als Vizepräsidenten-Duo vorschlägt. Ferner stellt sich die Frage, was aus den beiden aktuellen Vizepräsidenten Toni Schumacher und Markus Ritterbach wird. Haben sie über eine Nominierung durch den Mitgliederrat eine Zukunft im Vorstand des FC? Oder muss das gestandene Duo an der Seite eines dritten Mannes und mit Hilfe der Unterschriften von 3000 Mitgliedern (bis 31. August) als Opposition zum Mitgliederrat in eine Kampfabstimmung gehen? Eine spannende Situation und herausfordernde Moderationsaufgabe für Stefan Müller-Römer. Der Rechtsanwalt bekleidet als Vorsitzender des Mitgliederrates bis zum 8. September die durch Spinners Rücktritt vakante Position im FC-Vorstand.

FC-Trainer Markus Anfang und seine Mannschaft haben die Nebenkriegsschauplätze, wenn überhaupt, bislang eher positiv beeinflusst. Rund um Werner Spinners Demission hat der Zweitliga-Tabellenführer gegen Sandhausen, in Ingolstadt und gegen Bielefeld drei Siege in Folge eingefahren und sich damit nach dem 2:3 in Paderborn selbst aus einer ernsthaften Krise befreit. „In dieser Phase haben wir den Spielern Aufgaben gegeben, auf die sie sich konzentrieren sollten. Es war eine schwierige Situation, aber ich finde, die Jungs haben sie sehr gut angenommen“, sagte Anfang in einem Zeitungs-Interview. Er könne solche Vorgänge ohnehin nicht beeinflussen und brauche seine Zeit und Kraft für die Arbeit mit der Mannschaft. Diese Arbeit konzentrierte sich nun nach der durch den Ausfall des Spiels beim MSV Duisburg unfreiwillig auf drei Wochen ausgedehnten Länderspielpause auf die Heimpartie am Sonntag gegen Anfangs Ex-Club Holstein Kiel.

So ärgerlich eine solch lange Pause auch ist, so gut tat sie den Kranken und Verletzten im Kader der Geißböcke. Nachdem Anfang den Mittwoch trainingsfrei gegeben hatten, waren am Donnerstag alle Spieler am Geißbockheim. Salih Özcan und Nikolas Nartey absolvierten nach ihrer Rückkehr von den jeweiligen Nationalteams noch eine individuelle Einheit, die rekonvaleszenten Matthias Lehmann und Niklas Hauptmann eine Reha-Einheit. Alle anderen FC-Profis bereiteten sich darauf vor, gegen Kiel durch den vierten Sieg in Folge Platz eins zu verteidigen und den nächsten Schritt Richtung Bundesliga-Aufstieg zu gehen.