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Stimmen zum FC-Spiel gegen Mainz

„Dann kannst du nicht zufrieden sein“ : Die Stimmen zum FC-Spiel gegen Mainz

Wieder einmal die bessere Mannschaft, wieder kein Auswärtserfolg. Der 1. FC Köln trennte sich von Mainz 1:1. Die Stimmen zum Spiel.

Trotz klarer Überlegenheit und großen Torchancen spielte der 1. FC Köln gegen den FSV Mainz 1:1. Dementsprechend war die Stimmung nach der Begegnung.

Salih Özcan: Wir sind eigentlich zufrieden. Es gab auf beiden Seiten Chancen. Den Punkt nehmen wir gerne mit. Wir haben die Räume gut genutzt, haben gut gespielt. Wir müssen weiter analysieren und weiter an uns arbeiten. Über Wochen hinweg trainieren wir die Standards ein. Dass es jetzt geklappt hat, ist gut für mich und auch für das Team. Es wurde langsam auch Zeit. Die Ansage vom Trainer in der Halbzeit war, dass wir eigentlich ein gutes Spiel gemacht haben und daran anknüpfen sollten. Dass unsere Chancen kommen würden. Man gewinnt ein Spiel nur dadurch, dass man Tore macht.

Rafael Czichos: Die letzten zehn Minuten haben die Mainzer noch einmal Druck entfacht. Wir fahren mit einem weinenden Auge nach Hause, weil wir unbedingt die drei Punkte mitnehmen wollten. Das ist uns jetzt nicht gelungen. Aber so wie wir wieder gespielt haben, war es im Grunde okay. Der Trainer hat uns in der Halbzeit gesagt, dass wir eigentlich relativ wenig hätten anders machen können, außer, dass wir uns belohnen. Zum Glück ist uns das direkt nach der Halbzeit dann gelungen. Das ist so ein bisschen das Manko, das wir diese Saison haben. Wir machen immer gute Spiele und belohnen uns vorne nicht. Dann geraten wir wieder in Rückstand und dann wird es hier wieder extrem schwer. Natürlich ist es nicht einfach und man ärgert sich die Tage nach einem Fehler. Es bringt nichts wenn ich den Kopf in den Sand stecke. Heute haben wir gut verteidigt. Das sollten wir jede Woche hinkriegen.

Steffen Baumgart: Ich glaube, wenn man die erste Halbzeit gesehen hat, sieht wie wir gespielt haben, welche Torchancen wir hatten, dann kannst du über 90 Minuten nicht zufrieden sein. Wenn du die letzten zehn Minuten nimmst, dann musst du sagen: okay, dann du musst den Punkt einfach mitnehmen. Wir haben über 90 Minuten ein sehr gutes Spiel gemacht. Wir hatten sehr sehr gute, viele Torchancen. Wir haben ja schon vor dem Spiel gesagt, dass wir daran arbeiten.
Zur vermeintlichen Notbremse: Wir müssen da vorsichtig sein. Der Spieler geht nicht bewusst in Tony rein. Ich würde ihm da keine Absicht unterstellen, dass er ihn foulen wollte. Er wollte nicht foulen, er wollte auch zum Ball. Dann muss man sagen, dass Tony vielleicht an den Ball kommt, vielleicht aber auch nicht. Und wenn es keine klare Situation ist, auch wenn es für uns in dem Moment ärgerlich ist, kann man dem Schiedsrichter nichts vorwerfen. Es ist eine Notbremse, wenn der Spieler an den Ball kommen kann. Es war in dieser Szene sehr schwer zu erkennen, ob er wirklich da rankommen kann. Im Nachhinein könnte man sagen, er kommt vielleicht an den Ball. Aber das wäre dann auch zu viel der Sache. Ich glaube, dass die Schiedsrichter in dem hektischen Partie ein gutes Spiel gemacht haben. Das muss man auch mal erwähnen.

Zu Modeste: Ich glaube es ist eine schwere Prellung. Das heißt für mich gedanklich erst einmal, da ist nichts kaputt. Es wird ein paar Tage wehtun, aber da muss er durch.

Wie geht es weiter? Ich glaube, dass wir es im Moment einfach nicht schaffen solche Spiele und davon haben wir zurzeit einige gehabt, für uns über die Ziellinie zu bringen und nicht immer Unentschieden zu spielen. Das ist das ärgerliche, weil ich finde, dass die Jungs es unheimlich gut machen. Wir sind sehr mutig, sehr klar. Wir haben immerhin bei Mainz gespielt, im kompletten Jahr eine der besten Mannschaften. Wir haben sie 75 Minuten sehr sehr gut beherrscht. Am Ende muss man aber auch sagen, dass es so ist und dass man damit leben muss. Aber es ist der Weg, den wir gehen müssen. Das 1:0 fällt ja auch aus dem Nichts. Du wirst nie fehlerlos spielen. Du musst zu diesem Zeitpunkt 2:0 oder 3:0 führen.