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Meilenstein: Timo Horn vor seinem 200. Bundesligaspiel für den 1. FC Köln

Meilenstein : Timo Horn vor seinem 200. Bundesligaspiel für den 1. FC Köln

Im Duell gegen den FSV Mainz am Sonntag wird Timo Horn sein 200. Bundesligaspiel für den FC bestreiten. Der Kölner Keeper erreicht damit einen Meilenstein.

Ob Lukas Podolski, Anthony Modeste oder Jonas Hector: Eine Sache hat Timo Horn allen voraus. Steht Horn am kommenden Wochenende gegen den 1. FSV Mainz (Sonntag, 17.30 Uhr, Dazn) zwischen den Pfosten, bestreitet der Torhüter des 1. FC Köln sein 200. Bundesligaspiel. Doch Horn macht sich darüber nur wenige Gedanken. Er wusste gar nicht, dass er den Meilenstein bald erreichen wird. Aber: „Ab und zu gucke ich mal in die Statistik der Spieler, die die meisten Spiele für den FC gemacht haben“, gibt Horn zu.

 Erst zwanzig Spieler des FC haben die Marke von 200 Bundesligaspielen für den FC bislang erreicht. Darunter Namen wie Pierre Littbarski, langjähriger Kapitän der Kölner, Bodo Illgner, der später bei Real Madrid das Tor hütete und Rekordspieler Toni Schumacher.

 Von den aktiven Spielern hat zu diesem Zeitpunkt keiner mehr Spiele für Köln bestritten als Horn. Die Summe seiner Pflichtspiele, inklusive der in Liga zwei und in den Pokalwettbewerben, liegt bei 326 Partien. Von den noch aktiven Spielern ist nur Jonas Hector nah dran (287). Der ewige Prinz der Stadt, Lukas Podolski, kommt bislang auf 181 Pflichtspieleinsätze für die Geißböcke. „Es ist natürlich schon schön, wenn man in einer Reihe mit großen Namen genannt werden kann“, meint Horn, der seit neun Jahren im Tor des FC steht.

Timo Horn seit 2012 Stammkeeper

In diesem Zeitraum stieg Horn und der FC zwei Mal ab. Beim bislang letzten Abstieg in Liga zwei (2018) war Horn der Stammtorhüter des Bundesligisten. Vom ersten Abstieg im Jahr 2012 profitierte er noch. Der damals 19-Jährige wurde zum Gesicht des Kölner Neuanfangs und löste Michael Rensing zwischen den Pfosten ab. In den zwei folgenden Spielzeiten im Unterhaus etablierte sich Horn. Auf den Aufstieg im Jahr 2014 folgte sein Bundesligadebüt gegen den Hamburger SV. Horn überzeugte mit seinem selbstbewussten aber ruhigen Auftreten. Am Ball strahlte er Sicherheit aus, denn Horn gehört zu der Torhüter-Generation, die auch mit dem Fuß etwas anfangen kann.

Nach dem 0:0 zum Auftakt gegen den HSV blieb der Bundesliganeuling auch in den folgenden drei Spielen ohne Gegentor. In der Folgezeit galt Horn schon als neuer Nationaltorhüter, zumindest als Nummer drei. Für ein Spiel in der Nationalmannschaft reichte es bislang aber nicht. Auch wenn der ehemalige U21-Nationalspieler nicht den Sprung ins DFB-Team schaffte, ist er im Kölner Tor seitdem eine Konstante. Seit dem Aufstieg des Ur-Kölners zur Nummer eins verpasste er nur 20 Bundesliga- oder Zweitligapartien – 13 Spiele davon wegen eines Meniskusschadens Ende 2016.

Der FC bislang nicht ohne Gegentor 

In der aktuellen Saison gehört der bei einigen Fans nicht unumstrittene Horn zu den Gewinnern im Kader des 1. FC Köln und ist damit Teil des Kölner Aufschwungs. Das Eigengewächs parierte bis zum achten Spieltag 71 Prozent der Bälle, nur fünf Bundesliga-Torhüter waren bis dahin besser. Nachdem in der Vergangenheit vereinzelt Kritik am Spielstil Horns laut wurde, hat Horn viele seiner Kritikern mittlerweile wieder verstummen lassen. Nicht ohne Grund stand der FC-Rückhalt in dieser Saison an jedem Bundesligawochenende im Kasten, verwies seinen starken Konkurrenten Marvin Schwäbe in die zweite Reihe.

Der einzige Wermutstropfen: Neben Aufsteiger Greuther Fürth ist der FC bis dato noch der einzige Bundesligist, der in keinem Saisonspiel ohne Gegentor blieb. Vielleicht aber könnte sich das am kommenden Wochenende gegen Mainz 05 ändern. Schließlich konnten die Kölner am 12. Dezember des vergangenen Jahres eine ähnliche Durststrecke im Spiel gegen die Mainzer beenden: Damals gewann der FC mit 1:0 durch ein Tor von Elvis Rexhbecaj. In den 21 Spielen zuvor waren die Kölner nie ohne Gegentor geblieben.

 Auch deshalb dürfte für Timo Horn das Jubiläum von 200 Bundesligaspielen erstmal hintenanstehen: „Ich bin kein Spieler, der da so viel Wert drauf legt“, meint Horn grinsend. Er versuche einfach gesund zu bleiben und möglichst viele Spiele für seinen Heimatverein zu machen. Statistiken sind eben nur Nebensache.