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Rotation beim 1. FC Köln im Pokalspiel: Trainer Steffen Baumgart kündigt einige Wechsel an

Rotation beim 1. FC Köln im Pokalspiel : Trainer Steffen Baumgart kündigt einige Wechsel an

Vor dem Pokalspiel gegen den VfB Stuttgart am Mittwoch hat FC-Trainer Steffen Baumgart einige personelle Wechsel angekündigt. Czichos fällt krank aus.

Es war eine zähe Nummer, mit der der 1. FC Köln vor knapp drei Monaten in die neue Spielzeit gestartet ist. Und das zu einem Zeitpunkt, zu dem Erfolge über unter anderem eine C-Auswahl der Bayern oder Fortuna Köln wenig aussagekräftig den Kölner Status Quo abbildeten. 1:1 stand es nach 90 umkämpften, aber wenig ansehnlichen Minuten in der ersten Runde des DFB-Pokals zwischen Carl Zeiss Jena und dem FC.

Die frühe Führung durch Maximilian Wolfram hatte der eingewechselte und wechselwillige Ellyes Skhiri spät ausgeglichen. Die Entscheidung zugunsten der Kölner fiel erst im Elfmeterschießen – gegen einen Viertligisten. Die Anfangseuphorie um den neuen Trainer Steffen Baumgart hatte einen ersten kleinen Kratzer erhalten, die Sorge vor einem Blech-, vielleicht sogar Totalschaden wuchs nach dem schwachen Auftritt.

Drei Monate später steht eine runde Nummer auf dem Programm. Eine sehr runde. Zum 100. Mal trifft der FC am Mittwochabend in einem Pflichtspiel auf den VfB Stuttgart (20.45 Uhr, Sky) – dieses Mal in der zweiten Runde des Pokals. „Es ist ein Finale. Das ist im Pokal so. Du kannst es nur einmal spielen und musst sehen, dass du da deine beste Leistung bringst“, sagt Baumgart. Damals war die Leistung überschaubar.

Baumgart findet auch kritische Töne

Aber die Vorzeichen haben sich nach dem glanzlosen Erfolg im Elfmeterschießen in Jena geändert. Der FC hat einen fulminanten Saisonstart hingelegt, mit drei Saisonsiegen, 13 Punkten aus neun Spielen, dem achten Tabellenplatz. Sicherlich mehr, als man dem FC vor dem Saisonstart zugetraut hätte.

Zuletzt trotzte Köln dem rheinischen Nachbarn und Champions-League-Aspiranten Leverkusen ein 2:2, trotz 0:2-Rückstand, ab. Ein gefühlter Sieg, zumindest für die Stadt. Baumgart freute sich ebenfalls über den Punkt, fand aber auch kritische Töne. „Mich haben nicht nur die Gegentore geärgert, sondern auch, dass wir vorher Dinge besprochen und dann nicht gut gemacht haben“, sagte der Trainer. „Wir wollten nicht über das Zentrum kommen. Wenn wir solche Fehler machen, kommen wir in Schwierigkeiten.“ So wie beim 0:1 gegen Leverkusen, aber auch in weiteren Situationen, in denen die Kölner Hintermannschaft am Sonntag in Unterzahl geriet.

Diese Fehler will Baumgart am Mittwochabend unbedingt vermeiden. „Wir haben in den letzten beiden Spielen gesehen, was uns in Schwierigkeiten bringen kann. Und genau in den Situationen ist Stuttgart stark“, sagt der Trainer. „Wir wissen aber natürlich, wo wir ansetzen müssen.“

Baumgart richtet Fokus aufs eigene Team

Der Kölner Coach will gar nicht erst auf die Personalsituation des Gegners schauen, der Fokus ist auf das eigene Team gerichtet. „Ich beschäftige mich nur damit, wie wir sehr gut auf dem Platz sein können.“ Und das mit teilweise neuem Personal. „Wir werden eine Rotation mit ins Spiel bringen“, sagt der Trainer. Die hohe Intensität, die er fast schon obligatorisch Woche für Woche propagiert, sei dafür aber selbst in der englischen Woche kein Grund. „Die Jungs, die dann spielen, haben es sich verdient. Sie haben hart gearbeitet. Und trotzdem werden wir eine hohe Intensität an den Tag legen müssen. Sonst hast du in Stuttgart keine Chance.“

Dass Marvin Schwäbe gegen den VfB das Tor erneut für Timo Horn hüten wird, ist gesetzt. „Du hast mit Marvin einen Torhüter, der nicht die Nummer zwei ist, sondern der da schon jederzeit den Platz einnehmen kann. Ich gehe davon aus, dass das auf der Torwart-Position auf lange Sicht immer enger wird“, sagt der Trainer und offenbart eine weitere mögliche Personalie für Mittwoch: Salih Özcan, der gegen Leverkusen stark aufspielte.

„Das war mit Abstand sein stärkstes Spiel. Er war an vielen guten Aktionen beteiligt, hat sehr viele Zweikämpfe gewonnen und ich hoffe, dass er das in Stuttgart fortsetzt.“ Auch Anthony Modeste scheint aktuell unverzichtbar. Der Angreifer erzielte in Leverkusen seine Trefffer fünf und sechs, sammelte gegen Stuttgart bereits sechs Scorerpunkte. In der Innenverteidigung wird es definfitiv Wechsel geben. Rafael Czichos fällt krankheitsbedingt aus. Aber nicht nur da: „Wir reden oft vom breiten Kader und wollen mit der frischesten Mannschaft ins Spiel gehen.“ Wer letztlich von der Rotation betroffen sein wird, sagt Baumgart nicht: „Könnte ich, will ich aber nicht.“