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Geschäftsfüher des 1. FC Köln: Wehrle bekam wegen 2G-Vorstoß böse Zuschriften

Geschäftsfüher des 1. FC Köln : Wehrle bekam wegen 2G-Vorstoß böse Zuschriften

Der 1. FC Köln akzeptiert ab Ende August keine Corona-Tests mehr als Nachweis für den Stadionzutritt. Geschäftsführer Alexander Wehrle wurde daraufhin persönlich angefeindet.

Geschäftsführer Alexander Wehrle ist nach dem Vorstoß des 1. FC Köln in der Debatte um die Rückkehr von Zuschauern in der Fußball-Bundesliga teilweise persönlich angefeindet worden. „Ja“, sagte Wehrle dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ auf eine entsprechende Frage und ergänzte lachend: „Ich habe die eine oder andere Zuschrift bekommen, dass ich doch endlich nach Stuttgart abhauen solle.“ Um eine Rückkehr zu seinem Ex-Verein hatte es mehrfach Gerüchte gegeben.

Der FC hatte dieser Tage mitgeteilt, ab dem zweiten Heimspiel nur noch geimpfte oder genesene Zuschauer in sein Stadion zu lassen, Ungeimpfte dann auch nicht mehr mit negativem Test. „Wir wünschen uns und fordern von der Politik, dass spätestens im Zuge der nächsten Corona-Schutzverordnung jeder Veranstalter sein Hausrecht ausüben kann und bei 2G und unter Einhaltung der Hygiene-Regeln unter freiem Himmel auch 100 Prozent Zuschauer-Kapazität möglich ist“, sagte Wehrle: „Aus unserer Sicht muss 2G in Kombination mit einer neuen Referenzgröße aus der Hospitalisierungsrate, der Impfquote und der Inzidenz betrachtet werden.“

Er sei „kein Politiker und Virologe, aber Bürger dieses Landes: Ich glaube, wir müssen schnell von dieser reinen Inzidenzzahl-Betrachtung weg. Wir brauchen eine neue Referenzgröße“, sagte Wehrle: „Andere Länder schlagen da einen anderen, nicht so vorsichtigen Weg ein, den wir beobachten müssen.“

(dpa)