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Vertrag bis 2023: Wie geht es weiter mit FC-Sportdirektor Horst Heldt?

Vertrag bis 2023 : Wie geht es weiter mit FC-Sportdirektor Horst Heldt?

FC-Sportdirektor Horst Heldt ist während der Saison in die Kritik geraten. Auch im Verein hat er nicht nur Befürworter, dafür aber einen Vertrag bis 2023 – unabhängig der Liga.

Mit der Betonung seines wohl gut gemeinten Vertrauensbeweises rang FC-Trainer Friedhelm Funkel am Sky-Mikrofon offenbar selbst den Experten im TV-Studio ein Lächeln ab. „Ich wünsche Horst, dass er seine Arbeit hier fortführen kann. So schlecht, wie sie manchmal gemacht wird, ist sie wirklich nicht“, sagte der Kölner Coach. So schlecht nicht, aber auch nicht so gut? Natürlich hatte Funkel bei seiner Äußerung keine böse Absicht. Im Gegenteil: Der Kölner Trainer wollte noch einmal unterstreichen, wie gut, wie vertrauensvoll die Arbeit mit seinem Sportdirektor Horst Heldt verläuft.

Bei vielen FC-Anhängern hat Heldt jedoch einigen Kredit verspielt. Und wie die „Bild“ berichtet wohl auch bei Teilen des Vorstands. Demnach soll Präsident Werner Wolf auf die Frage, ob der 1. FC Köln an Horst Heldt bei einem Abstieg festhält, geantwortet haben: "Wir steigen nicht ab." Auch der am Samstag übertragende TV-Sender Sky wollte schon gehört haben, dass es für Heldt möglichicherweise eng werden könnte. Auf der Pressekonferenz am Montag stellte Heldt klar, dass er über die Fragen und Spekulationen nicht wirklich überrascht war. „Es würde mich überraschen, wenn mich beim 1. FC Köln noch etwas überrascht“, sagte der gebürtige Königswinterer.

Horst Heldt in der Kritik

Fakt ist: Heldt hat einen Vertrag bis 2023, der auch für die 2. Bundesliga gilt. Fakt ist aber auch: Die Kaderplaner haben sich auf dem Transfermarkt im Sommer vergriffen. Dimitrios Limnios und Tolu Arokodare entpuppten sich als Fehleinkäufe, eine mögliche Verletzungspause von Sebastian Andersson war zumindest nicht ausgeschlossen. Marius Wolf absolvierte über weite Strecken eine solide Saison. Einzig Ondrej Duda wusste in vielen Spielen zu überzeugen.

Im Winter versäumte es der FC, an den richtigen Stellschrauben zu drehen. Dass mit Max Meyer ein weiterer zentraler Mittelfeldspieler geholt, aber auf einen klassischen Stürmer verzichtet wurde, ist zumindest fragwürdig. Auch die Verpflichtung von Emmanuel Dennis erwies sich als Flop. Das Ungleichgewicht im Kader war deutlich zu sehen.

Auch das Festhalten an Markus Gisdol wurde kritisiert. Trotz Niederlagen erhielt der Trainer weitere Chancen. Auf der anderen Seite wird die Verpflichtung von Steffen Baumgart als Nachfolger von Friedhelm Funkel als Befreiungsschlag betrachtet. Heldt selber beteiligt sich an den Spekulationen natürlich nicht. „Es geht nicht um mich, es geht um den Club“, sagte Heldt. „Dem gilt es, alles unterzuordnen. Ich unterstütze und begleite die Mannschaft und das Trainerteam, damit wir in der Liga bleiben.“ Wie es dann weitergeht, wird sich zeigen.