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2. Liga: Allofs: Den Fan von Fortuna muss ich nicht überzeugen

2. Liga : Allofs: Den Fan von Fortuna muss ich nicht überzeugen

Allein sein Name hat Klaus Allofs nicht überall die Türen in Düsseldorf geöffnet. Der 64 Jahre alte ehemalige Nationalspieler ist seit Ende September vergangenen Jahres Vorstand für Fußball und Entwicklung und Kommunikation beim Zweitligisten Fortuna.

Es habe überall der Eindruck vorgeherrscht nach dem Motto: Da komme einer, lege die Hand auf, und schon werde alles besser. „So ist es natürlich nicht“, sagte Allofs in einem Interview dem „Kicker“. Den Fan von Fortuna Düsseldorf müsse er nicht überzeugen. „Aber alle anderen natürlich schon, die auch die Möglichkeit haben, sich finanziell woanders zu engagieren. Wir müssen den Leuten erklären, warum es ein sinnvolles Engagement ist, bei uns mitzumachen“, sagte Allofs.

Das Bild, Fortuna Düsseldorf sei ein schlafender Riese, stimme auch nicht, sagte Allofs und erklärte: „Das würde ja bedeuten, dass man nur noch schnipsen muss, und dann läuft es von allein.“ Mit den Möglichkeiten des Bundesliga-Absteigers „müssen wir konkurrenzfähig sein in der 2. Liga. Da wäre es nicht richtig, vor der Saison zu äußern: Wir wollen am Ende der Saison im gesicherten Mittelfeld landen. So ehrgeizig und optimistisch sind wir alle, dass wir sagen: Es gilt, einige Hürden zu überwinden, aber unser Ziel ist die Bundesliga.“

Allofs sprach auch über die Konstellation bei dem Zweitligisten mit ihm und dem Vorstand Sport Uwe Klein mit Bezug auf Diskussionen über neue Spieler. „Wer sich in diesem Bereich für kompetent hält, weil er mehr Länderspiele absolviert hat, der kommt nicht weit“, sagte Allofs. Auch zu seinen Funktionärs-Zeiten beim SV Werder Bremen oder beim VfL Wolfsburg habe er nichts im Alleingang durchgedrückt.

Vorstand Fortuna Düsseldorf

© dpa-infocom, dpa:210104-99-889847/2

(dpa)