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1. Runde DFB-Pokal: Bellingham überragt, Reus trifft bei BVB-Sieg in Duisburg

1. Runde DFB-Pokal : Bellingham überragt, Reus trifft bei BVB-Sieg in Duisburg

Das war dominant: Borussia Dortmund hat die Ambitionen auf den Gewinn des DFB-Pokals als Saisonziel unterstrichen. Mit Rückkehrer Marco Reus und zahlreichen jungen Wilden feiert der Vizemeister einen souveränen Saisoneinstand.

Marco Reus erzielte ein Blitztor beim Comeback, Teenager Jude Bellingham überragte beim Debüt.

An einem fast perfekten Abend hat Borussia Dortmund der Titel-Forderung von Trainer Lucien Favre erste Taten folgen lassen und ist souverän in die 2. Runde des DFB-Pokals eingezogen. Der Vize-Meister gewann rund 50 Kilometer vor der eigenen Haustür beim Drittligisten MSV Duisburg überraschend deutlich mit 5:0 (2:0). Favre hatte am Sonntag den Pokalsieg als Ziel ausgegeben - eine ungewohnt forsche Ansage des Schweizers. Nach vier Final-Einzügen in Folge war der BVB zuletzt dreimal hintereinander im Achtelfinale ausgeschieden.

Reus kam in der 57. Minute zu seinem ersten Pflichtspiel seit 223 Tagen und traf direkt eine halbe Minute später. Beim Pokal-Aus am 4. Februar bei Werder Bremen hatte er sich eine später sehr hartnäckige Adduktorenverletzung zugezogen. Neben Jadon Sancho (14., Handelfmeter), Thorgan Hazard (39.) und Axel Witsel (50.) traf zudem auch Neuzugang Bellingham (30.), der darüber hinaus im defensiven Mittelfeld mit Ruhe und Technik überzeugte. Lehrgeld zahlte der 17-Jährige nur bei einer Gelben Karte wegen Ballwegschlagens (21.) - wohl deshalb musste er auch zur Pause schon raus.

„Wenn man gewinnt, ist es immer positiv. Wir haben es von Anfang an gut gemacht. So kann es weitergehen“, sagte Nationalspieler Emre Can bei der ARD und fügte an: „Es ist geil, was für Kicker wir in der Mannschaft haben.“

Auch BVB-Stratege Hazard war zufrieden mit dem Erfolg. „Es war sehr stark von der Mannschaft. 5:0 ist ein guter Start“, sagte der Belgier bei Sky und lobte Marco Reus: „Er hat lange gewartet, um zu spielen, aber nicht lange gewartet, um ein Tor zu machen.“

MSV-Trainer Torsten Lieberknecht zollte seiner Mannschaft für ihren Kampfgeist Respekt: „Wir haben uns in der zweiten Halbzeit nicht abschlachten lassen. Da hat die Mannschaft Moral gezeigt.“

Die ambitionierten Duisburger erlitten fünf Tage vor ihrem Liga-Auftakt bei Hansa Rostock über weite Strecken eine bittere Lehrstunde, mussten nach der Roten Karte gegen Dominic Volkmer (38./Notbremse) aber auch über 50 Minuten in Unterzahl agieren.

Im ersten Pflichtspiel-Duell der beiden Revier-Clubs seit mehr als zwölf Jahren bot Favre nach einigen Vorbereitungs-Experimenten mit der Viererkette doch die erfolgreiche Dreierkette der vergangenen Rückrunde auf. Schon nach wenigen Minuten riss der Favorit das Spiel an sich, überzeugte mit Ballstafetten und hatte auch das Glück, dass alles für ihn lief. Ein Handelfmeter wies den Weg, vor Hazards sehenswertem Freistoß wurde Duisburg schon dezimiert.

Mitleid mit dem Revier-Nachbarn, der nach dem verpassten Aufstieg einen mittelgroßen Umbruch vollzog, zeigte der BVB aber nicht. Vor einem Freistoß brachte Favre dann Reus, Sancho spielte sofort auf den Kapitän, der den Ball mit rechts annahm, mit links ins Tor schoss und dann fast schon verlegen jubelte. In den letzten 25 Minuten kam dann auch noch die 18 Jahre Real-Madrid-Leihgabe Reinier zu seinem Pflichtspiel-Debüt.

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© dpa-infocom, dpa:200914-99-563319/3