1. Sport
  2. Fußball

26. Spieltag: Eintracht gewinnt Sieben-Tore-Spektakel gegen Union

26. Spieltag : Eintracht gewinnt Sieben-Tore-Spektakel gegen Union

Eintracht Frankfurt hält weiter Kurs auf die Champions League. Beim Sieg gegen Union Berlin bestechen die Hessen vor allem durch hohe Effizienz.

Der spektakuläre 5:2 (4:2)-Sieg gegen Union Berlin zauberte Eintracht Frankfurts Trainer Adi Hütter ein zufriedenes Lächeln ins Gesicht.

Nach dem Sieben-Tore-Spektakel am Samstag gehen die Hessen als Tabellenvierter der Fußball-Bundesliga in die Länderspielpause und dürfen weiter von der erstmaligen Teilnahme an der Königsklasse träumen. „Jeder Sieg ist natürlich Gold wert“, sagte Eintracht-Torwart Kevin Trapp.

Torjäger André Silva (2. und 41. Minute), Berlins Robert Andrich (35.) mit einem Eigentor, Filip Kostic (39.) und Timothy Chandler (90.+2) trafen für die Frankfurter, die nach dem Patzer von Borussia Dortmund in Köln vier Punkte Vorsprung vor dem Rivalen haben. „Ich bin happy, dass wir nach drei sieglosen Spielen vor der Länderspielpause voll gepunktet haben“, sagte Hütter. „Ich bin sehr zufrieden mit der Art und Weise, wie wir derzeit spielen.“

Max Kruse (7./45.+3) gelang sein erster Doppelpack für die Berliner, die mit 38 Zählern auf Rang sieben verharren. „Es war ein verrücktes Spiel, das wir in der ersten Hälfte verloren haben“, resümierte Union-Trainer Urs Fischer.

In den ersten 45 Minuten boten beide Teams ein seltenes Offensiv-Spektakel. Sechs Tore in einer Halbzeit hatte es in der Bundesliga-Geschichte zuvor erst fünfmal gegeben - zuletzt im Mai 2019 beim 6:1-Sieg von Bayer Leverkusen gegen die Eintracht.

Von Beginn an war Feuer in der Partie. Schon in der ersten Minute hatte Union die Chance zur Führung. Robin Knoche kam nach einem Eckball frei zum Schuss, doch Eintracht-Torwart Kevin Trapp und Mittelfeldspieler Djibril Sow retteten mit vereinten Kräften kurz vor der Linie. Fast im Gegenzug schlug es dann erstmals im Berliner Tor ein. Kostic tankte sich auf der linken Seite durch, seine flache Hereingabe verwandelte Silva aus Nahdistanz.

Union hatte aber sofort eine Antwort parat. Julian Ryerson setzte sich im Strafraum rustikal gegen Hasebe durch und bediente Kruse, der mit einem platzierten Flachschuss traf. Die Frankfurter reklamierten ein Foul, doch nach Videobeweis gab Schiedsrichter Markus Schmidt den Treffer. Die Gäste spielten weiter mutig nach vorne. Einen Schuss von Joel Pohjanpalo (20.), der kurzfristig für den beim Aufwärmen verletzten Petar Musa in die Startelf gerückt war, schlug Sow von der Torlinie.

Zehn Minuten vor der Pause traf dann Andrich aus fast 25 Metern - zum Entsetzen seiner Mitspieler aber ins eigene Tor. Mit dem kuriosen Treffer brachte der Union-Mittelfeldspieler sein Team aus dem Erfolgsrhythmus und empfahl sich unfreiwillig für das Eigentor des Jahres. „Der war schon sehr gut getroffen“, sagte Union-Torwart Andreas Luthe mit Galgenhumor in der Stimme.

Frankfurt nutzte die kurze Schwächephase der Berliner eiskalt und legte durch Kostic und erneut Silva nach. Für den Portugiesen war es bereits das 21. Saisontor. „Da haben wir uns sehr naiv angestellt“, monierte Fischer. „Da müssen wir mehr Ruhe bewahren. Damit müssen wir uns auseinandersetzen.“

In der Defensive blieben die Hessen, denen der verletzte Abwehrchef Martin Hinteregger fehlte, jedoch anfällig. Das nutzte erneut Kruse, der in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit am langen Pfosten völlig frei zum Kopfball kam und Trapp mit einer Bogenlampe überwand.

Nach dem Wechsel nahmen die Hausherren ein wenig das Tempo aus dem Spiel - und auch Union agierte nicht mehr so druckvoll. Dennoch gab es auf beiden Seiten noch Chancen, die jedoch ungenutzt blieben. Chandler setzte dann in der Nachspielzeit den Schlusspunkt für die Frankfurter.

Tabelle Fußball-Bundesliga

Kader Eintracht Frankfurt

Kader 1. FC Union Berlin

© dpa-infocom, dpa:210320-99-903120/3