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Unter Auflagen: Fußballmanager: Geimpfte wieder ins Stadion lassen

Unter Auflagen : Fußballmanager: Geimpfte wieder ins Stadion lassen

Dank Anti-Corona-Impfungen könnten nach Ansicht des Mainzer Finanzvorstands Jan Lehmann die Fußballfans Spiele bald wieder live und vor Ort verfolgen.

„Ich denke, dass Geimpfte wieder ins Stadion gelassen werden können, wenn von ihnen nachweislich kein Ansteckungsrisiko ausgeht“, sagte Lehmann der „Sport Bild“. „Das gilt natürlich auch für andere Bereiche wie zum Beispiel Restaurants, Kultureinrichtungen und Sport“, erklärte der 50-Jährige. „Dabei geht es nicht um Privilegien, sondern darum, harte Einschränkungen wieder zurückzunehmen.“

DFL-Boss Christian Seifert hofft ebenfalls auf ein Ende der Geisterspiele, räumt derzeit aber der Lösung des gesamtgesellschaftlichen Corona-Problems höchste Priorität ein. „Die Rückkehr in einen einigermaßen geordneten Alltag ist glaube ich das, was uns alle am meisten umtreibt“, sagte der Geschäftsführer der Deutschen Fußball Liga bei der Vorstellung des Abschlussberichts der Taskforce „Zukunft Profifußball“.

Für die Bürger drehe sich alles darum, dass die Verantwortlichen in der Politik „Perspektiven aufzeigen, wie man auch unabhängig von Impfungen relativ schnell stückweise das Leben zurückbekommt.“ Wenn dies dazu führe, dass man wieder ins Stadion, Kino oder Restaurant dürfe, wäre dies umso besser.

Wie Lehmann sieht auch Bayern Münchens Präsident Herbert Hainer den Impfstoff positiv für eine mögliche Rückkehr der Zuschauer und ein Ende der Geisterspiele. „Das kann sicherlich ein Weg sein, um unsere Fans ins Stadion zurückzubringen“, betonte der 66-Jährige. „Es ist unser größter Wunsch, bald wieder vor Zuschauern spielen zu können - aber oberstes Gebot ist und bleibt die Gesundheit der Menschen, das haben wir immer gesagt.“

Für Augsburgs Präsident Klaus Hofmann ist der Gedanke, dass Geimpfte irgendwann wieder ins Stadion dürfen, „legitim. Die Diskussion wird sicher lauter werden, wenn die Anzahl der Geimpften steigt. Aktuell kann es aber keine Ausnahme für die Bundesliga geben“, meinte Hofmann.

© dpa-infocom, dpa:210203-99-289372/2

(dpa)