Kommentar zum Triumph der U17 Kein Ersatz, aber Vorbilder

Meinung | Bonn · Die U17 erringt mit dem Weltmeister-Titel einen historischen Triumph. Damit dienen die Nachwuchsfußballer als Vorbilder für die deutsche A-Nationalmannschaft, meint unsere Autorin.

U17-Trainer Christian Wück streckt, umringt von seinen Spielern, den WM-Pokal in die Höhe.

U17-Trainer Christian Wück streckt, umringt von seinen Spielern, den WM-Pokal in die Höhe.

Foto: AP/Achmad Ibrahim

Jüngere lernen von Älteren. Das ist im Leben, in der Schule und selbstverständlich auch im Fußball so. Die großen Leitfiguren der heutigen Zeit wie Cristiano Ronaldo (38) und Lionel Messi (36) haben ihre besten Fußballer-Zeiten vermeintlich hinter sich und dienen doch weiterhin als Idole für Millionen von Nachwuchskickern. Der Triumph der U17-Nationalmannschaft bringt dieses typische „jung-lernt-von-alt“-Rollenbild allerdings ins Wanken. Seit dem Finalsieg bei der Weltmeisterschaft in Indonesien lauten die Vorbilder: Paris Brunner (17), Noah Darvich (17) oder Konstantin Heide (17) – und zwar vor allem für einstige Lehrmeister wie Mats Hummels, Leroy Sane, Joshua Kimmich und Co.