Verfassungsrichter unterstützt Bremen im Fußballstreit

Bremen · Verfassungsrichter Peter Müller hat dem Bremer Senat im Streit mit DFB und DFL um die Finanzierung von Polizeieinsätzen den Rücken gestärkt.

 Peter Müller hat Verständnis für die Entscheidung des Bremer Senats. Foto: Uli Deck

Peter Müller hat Verständnis für die Entscheidung des Bremer Senats. Foto: Uli Deck

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"Sanktion ersetzt nicht Diskussion", sagte er zur Verlegung eines Länderspiels als Reaktion auf die Absicht des Senats, bei Risikospielen in der Bundesliga künftig einen finanziellen Beitrag von der Deutschen Fußball Liga (DFL) zu verlangen. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hatte das EM-Qualifikationsspiel gegen Gibraltar von Bremen nach Nürnberg verlegt, nachdem der Senat seinen Beschluss gefasst hatte.

Der frühere saarländische Ministerpräsident nannte die von Bremen angestoßene Diskussion bei einem Empfang der Arbeitnehmerkammer notwendig und berechtigt. "Was könnte der Fußball so schön sein, wenn es den einen oder anderen Funktionär nicht gäbe."

Bremens Bürgermeister Jens Böhrnsen (SPD) hatte zuvor seine Kritik an der aus seiner Sicht maßlosen Reaktion des DFB noch einmal erneuert. Er habe von dem Verband das Wort Boykott noch nie gehört, wenn es um Menschenrechte gehe. "Aber wenn es um Geld geht, dann sind sie dabei, da stimmt doch etwas nicht."

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