1. Sport
  2. GA-Sportlerwahl

GA-Sportler des Jahres​: Max Rendschmidt zum vierten Mal ausgezeichnet

General-Anzeiger-Gala im Tanzhaus Bonn : Max Rendschmidt zum vierten Mal GA-Sportler des Jahres

Er hat es wieder getan. Max Rendschmidt wurde bei der Sportler-Gala des General-Anzeigers zum vierten Mal zum GA-Sportler des Jahres erkoren. Ricarda Funk und Moritz Witten landeten auf den Plätzen.

Stolz stand er da, aber auch ein wenig eingeschüchtert. „Ich zitter ein bisschen“, sagte Max Rendschmidt. Und sprudelte dann nur so aus sich heraus. „Das ist eine Riesenehre für mich. Nach vier Jahren wieder diesen Titel zu gewinnen, ist sensationell.“ Schließlich hatte der Ramersdorfer seine unglaubliche Rekordserie noch weiter ausbauen können. Zum vierten Mal nach 2015, 2016 und 2018 wurde Rendschmidt zum GA-Sportler des Jahres gewählt, nach vier Jahren Pause hat der Kanute den Gipfel wieder erklommen.

Rund 150 geladene Gäste im Tanzhaus in den Vilicher Arkaden jubelten dem dreifachen Olympiasieger bei der Sportler-Gala des General-Anzeigers zu. Es war ein erneut feierlicher Rahmen, um die besten Sportlerinnen und Sportler aus Bonn und der Region für ihre außergewöhnlichen Leistungen in den vergangenen zwölf Monaten zu ehren.

GA-Sportler-Wahl gibt es seit 2013

Bereits seit 2013 ruft der General-Anzeiger gemeinsam mit der Sparkasse Köln-Bonn und der Kreissparkasse Köln die GA-Leser zur Sportler-Wahl auf. „Der Sport und seine Vereine sind der Kitt, der unsere Gesellschaft zusammenhält. Deshalb ist es uns wichtig, den Sport in seiner gesamten Bandbreite zu fördern“, erklärten die Sparkassen-Vorstände Jutta Weidenfeller (Kreissparkasse Köln) und Andreas Dartsch (Sparkasse Köln-Bonn), ihr Engagement.

Bei der Wahl werden monatlich die jeweils erfolgreichsten Athleten aus Bonn und Umgebung gekürt, die zwölf Monatssieger qualifizieren sich dann zur Jahreswahl. Und an der nahmen wieder tausende GA-Leser teil, um für ihre Favoriten zu stimmen. Ihr Votum ging zu 50 Prozent in die Wertung ein, die anderen 50 Prozent steuerte eine Fachjury bei, bestehend aus Savo Milovic (Sportmanager der Telekom Baskets Bonn), Max Schmitz (Headcoach Bonn Capitals), Ute Pilger (Vorsitzende des Stadtsportbundes Bonn), Olaf Pohl (stellvertretender Präsident des Kreissportbundes Rhein-Sieg), Dirk Mazurkiewicz (Präsident des Bonner SC) und dem ehemaligen Rollstuhlspitzensportler Alhassane Baldé. Hinzu kamen GA-Sportressortleiterin Tanja Schneider sowie die beiden GA-Sportredakteure Sabrina Bauer und Tobias Schild.

Einmal mehr Kanute Max Rendschmidt

Nach Auszählung aller Stimmen hieß der Sieger einmal mehr Max Rendschmidt. Der war mit dem Kajak-Vierer im August als Schlagmann in Kanada Vize-Weltmeister geworden, anschließend bei der Heim-EM in München Europameister und schließlich bei den deutschen Meisterschaften in Brandenburg vierfacher deutscher Meister in verschiedenen Bootsklassen. „Das war ein verrücktes Jahr“, freute sich der 28-Jährige über seine Erfolge und den erneuten Titel bei der GA-Wahl.

Verzückt war Rendschmidt auch über die neu gestaltete Trophäe, die ihm Sylvia Binner aus der GA-Chefredaktion überreichte. „Von der alten habe ich ja schon einige. Die neue gefällt mir sehr gut“, sagte Rendschmidt. Der GA hatte Schüler und Schülerinnen der Glasfachschule Rheinbach aufgerufen, einen neuen Pokal zu entwerfen. Letztlich entschied sich eine Jury für das Design von Jennifer Engelbrecht, die hierfür auf der Bühne ausgezeichnet wurde.

Dabei war Rendschmidts Vorsprung hauchdünn. Wie schon im Vorjahr wurde Slalomkanutin Ricarda Funk erneut Zweite. Die gebürtige Bad Neuenahrerin, die 2021 olympisches Gold in Tokio gewonnen hatte, ging sogar mit zwei Monatssiegen in die Wahl. Im September 2021 war die Wahl-Augsburgerin in Bratislava Weltmeisterin geworden. Im Juli 2022 verteidigte sie den Titel dann bei ihrer Heim-WM in Augsburg. Auf Platz drei landete Nachwuchsruderer Moritz Witten vom WSV Honnef. Der 19-Jährige gewann bei den deutschen Sprintmeisterschaften überraschend im Einer Gold – und den Oktober-Titel.

Besonderer Applaus für den Ehrenpreisträger

Einen besonderen Applaus erhielt auch Stefan Rönz, der von Moderator Benjamin Wüst mit dem Ehrenpreis für sein Engagement für geflüchtete ukrainische Fußballer ausgezeichnet wurde. Kurz darauf wurden die Baseballer der Bonn Capitals als Mannschaft des Jahres geehrt.

Humorvoll wurde es bei der Laudatio zum Trainer des Jahres. Weil die Telekom Baskets Bonn wegen ihres Auswärtsspiels in Braunschweig nicht bei der Gala sein konnten, wurden sie per Video live zugeschaltet. Teambetreuer Bogdan Suciu und Kapitän Karsten Tadda ehrten ihren völlig überraschten Coach Tuomas Iisalo für den Halbfinaleinzug mit den Baskets in der Vorsaison. Der musste laut lachen, als ihm die Trophäe vor Ort übergeben wurde. „Ich werde gut darauf aufpassen“, sagte Iisalo, dem sein Pokal als Trainer des Jahres in der Basketball-Bundesliga zuletzt teilweise zerbrochen war. Die Trophäe des GA werde aber, wie bei allen anderen Siegern auch, einen Ehrenplatz in seiner Wohnung bekommen.