1. Sport
  2. GA-Sportlerwahl

Yanna Schneider: September 2013: Yanna Schneider

Yanna Schneider : September 2013: Yanna Schneider

Yanna Schneider gilt als erfolgreichste Nachwuchskämpferin Deutschlands in der Geschichte des Taekwondo. Und jetzt ist die 17-Jährige aus Bonn-Duisdorf auch GA-Sportlerin des Monats September 2013. Die angehende Abiturientin der Eliteschule des Sports am Tannenbusch-Gymnasium stand in der Gunst der GA-Leser einen Tick höher als Kanu-Weltmeister Max Rendschmidt aus Bonn-Ramersdorf, der auf Rang zwei kam.

Yanna Schneider war am Dienstag gründlich überrascht, als sie während der Vorbereitung auf eine Biologie-Klausur von ihrem Sieg erfuhr. "Das ist ja krass. Damit hätte ich nie gerechnet", sagte die amtierende Jugend-Weltmeisterin: "In der Favoritenrolle war ich ganz sicher nicht."

Ziemlich genau 30 Prozent der GA-Leser votierten für Yanna Schneider, knapp dahinter folgte der zwei Jahre ältere Kanute Max Rendschmidt mit 28,6 Prozent der insgesamt rund 2500 abgegebenen gültigen Stimmen. Damit übertraf die Beteiligung deutlich die Erwartungen der GA-Sportredaktion, die auf Leservorschläge fünf Kandidaten nominiert und erstmals zu dieser Abstimmung aufgerufen hatte. Die Wahl soll im monatlichen Rhythmus erfolgen. Aus den Siegern wird dann nach zwölf Monaten der GA-Sportler des Jahres ermittelt.

Ihre Bronzemedaille bei der Jugend-EM in Portugal vom letzten September-Wochenende war eine Leistung, die ein Außenstehender auf den ersten Blick nicht so genau einordnen kann. Schließlich hatte Schneider im Jahr zuvor sogar WM-Gold in der seit 2000 zum olympischen Programm zählenden fernöstlichen Kampfsportart gewonnen. "Sie war damit diesmal die Gejagte", erklärte ihr Trainer Dimitrios Lautenschläger: "Der Druck war riesig, die Medaille unter diesen Vorzeichen ein großer Erfolg."

Die GA-Leser wussten dies offenbar zu schätzen. Schneider gewann die Wahl, bei der neben der sportlichen Leistung auch Sympathien eine Rolle spielen dürfen und sollen, im übrigen keineswegs nur deshalb, weil ihr Gymnasium einen Link zur Wahl auf seine Internetseite gesetzt hatte. Die neuen Medienkanäle nutzten schließlich auch die anderen.

"Selbstverständlich habe ich auf facebook aufgerufen, dass meine Freunde mich wählen sollen", erklärte Max Rendschmidt, der sich auch über den zweiten Platz freut: "Erst einmal bin ich stolz darauf, überhaupt nominiert worden zu sein." Der 19-Jährige hatte Anfang September die Goldmedaille im Zweier-Kajak von der Kanu-WM in Duisburg mit nach Ramersdorf gebracht.

"Hauptsache, man ist dabei. Ob man dann Zweiter oder Dritter wird, ist nicht so wichtig", sagte der Polizeischüler, der weiterhin Mitglied seines Heimatvereins WSV Blau-Weiß Rheidt ist, obwohl er seinen Paddel-Job gemeinsam mit dem Berliner Marcus Groß im Wesentlichen am Olympiastützpunkt im brandenburgischen Kienbaum erledigt. "Ich bin sehr häufig von Freunden, Kollegen und den Nachbarn in Ramersdorf auf die Wahl angesprochen worden. Die haben mir gesagt: Wir haben für Dich abgestimmt."

Ebenfalls stolz auf ihre Ausbeute darf Rebecca Fondermann sein. Mit 25,8 Prozent der Stimmen ließ die als Außenseiterin in die Wahl gestartete 34 Jahre alte Bonner Triathletin, die sich trotz Diabetes-Erkrankung seit dem neunten Lebensjahr im September zum zweiten Mal für den Hawaii-Triathlon qualifizierte, den Torwart des Fußball-Oberligisten Bonner SC hinter sich. Der 22-jährige Andy Hubert erhielt 13,1 Prozent Zuspruch.

Tennis-Profi Annika Beck wird sich nicht grämen. Sie hatte im Jahr 2013 mit dem Erreichen der zweiten Runde in Wimbledon im Juni ihr Highlight. Das Erreichen des Achtelfinales bei einem WTA-Turnier wie im September in Seoul erscheint dem ein oder anderen unter diesem Blickwinkel vielleicht schon wie "business as usual".

Ergebnis der GA-Sportlerwahl für September 2013PlatzSportlerSportartAnteil der Stimmen in Prozent 1. Yanna Schneider Taekwondo 30,0

 2. Max Rendschmidt Kanu 28,6

 3. Rebecca Fondermann Triathlon 25,8

 4. Andy Hubert Fußball 13,1

 5. Annika Beck Tennis 2,5

  Insgesamt wurden online, per E-Mail, per Brief und per Fax rund 2500 gültige Stimmen abgegeben.