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Wer wird GA-Sportler des Monats August?

Fünf Kandidaten nominiert : Wer wird GA-Sportler des Monats August?

Für die Wahl zum GA-Sportler des Monats August sind Max Rendschmidt, Konstanze Klosterhalfen, Mieke Kröger, Annika Zeyen und Ole Schwarz nominiert.

Jeden Tag ein Stück besser werden. Die persönliche Bestmarke unterbieten. Schneller. Höher. Weiter. Stärker. Das treibt Sportler täglich an. Und auch bei der GA-Sportlerwahl des Monats haben sie die Messlatte im August höher gelegt. Bislang war das Anforderungsprofil an die Kandidatinnen und Kandidaten klar definiert. Mit einer herausragenden Leistung qualifizierten sich die Athleten aus Bonn und der Region für einen der fünf Plätze im Teilnehmerfeld.

Im August wurde Gold stattdessen zur Norm. Vier der fünf Kandidaten belohnten sich mit edlem Metall, drei davon sogar mit olympischem beziehungsweise paralympischem. Nominiert sind Kanute Max Rendschmidt, Radrennfahrerin Mieke Kröger, Handbikerin Annika Zeyen, Wildwasserkanute Ole Schwarz und Läuferin Konstanze Klosterhalfen. Wer die Wahl gewinnt, entscheiden wie immer auch die Leser mit. Noch bis Dienstag, 7. September, 24 Uhr, können Leserinnen und Leser hier für ihre Favoritin oder ihren Favoriten abstimmen.

 Mieke Kröger jubelt über Gold und insgesamt drei Weltrekorde mit dem Bahnrad-Vierer in der Mannschaftsverfolgung über 4000 Meter bei den Olympischen Spielen in Tokio.
Mieke Kröger jubelt über Gold und insgesamt drei Weltrekorde mit dem Bahnrad-Vierer in der Mannschaftsverfolgung über 4000 Meter bei den Olympischen Spielen in Tokio. Foto: dpa/Sebastian Gollnow

Den Goldregen eröffnete Mieke Kröger, die an der Uni Bonn Ernährungswissenschaften studiert, am 3. August mit einer Goldmedaille in der Mannschaftsverfolgung mit dem Bahnrad-Vierer bei den Olympischen Spielen in Tokio. Gemeinsam mit Franziska Brauße, Lisa Brennauer und Lisa Klein stellte Kröger im Izu Velodrome zunächst einen Weltrekord über 4000 Meter im Vorlauf auf. Auf dem Weg zu Gold sollten zwei weitere folgen, einer im Zwischenlauf und schließlich im Finale mit neuer Bestzeit von 4:04,242 Minuten.

 Kanute Max Rendschmidt gewann im August Gold mit dem Kajak-Vierer bei den Olympischen Spielen in Tokio.
Kanute Max Rendschmidt gewann im August Gold mit dem Kajak-Vierer bei den Olympischen Spielen in Tokio. Foto: dpa/Jan Woitas

Vier Tage später paddelte auch Rio-Olympiasieger Max Rendschmidt im Kajak-Vierer zu Gold. In einem knappen Rennen über 500 Meter setzte sich das deutsche Paradeboot mit Schlagmann Rendschmidt, Routinier Ronald Rauhe, Tom Liebscher und Max Lemke gegen das spanische Boot durch. Für den 27 Jahre alten Ramersdorfer, der für die KG Essen startet, war es bereits die dritte Goldmedaille bei Olympischen Spielen. Fast schon Zugabe waren seine drei Titel bei den deutschen Meisterschaften eine Woche später in Hamburg im Kajak-Zweier über 200 und 500 Meter sowie natürlich im Kajak-Vierer.

Paralympisches Edelmetall in der Farbe Gold packt auch Annika Zeyen mit in ihr Handgepäck. Die Handbikerin von den SSF Bonn erkämpfte sich im Zeitfahren über 16 Kilometer den Paralympics-Titel. Auf der ehemaligen Formel-1-Strecke am Fuße des Fuji holte sie sich in 32:46,97 Minuten und mit 43 Sekunden Vorsprung bereits ihr zweites Paralympics-Gold – 2012 in London hatte sie mit den Rollstuhlbasketballerinen Gold gewonnen.

 Der Wildwasserkanute und Stand-up-Paddler Ole Schwarz holte bei den Europameisterschaften in Nordspanien Gold mit der Mannschaft.
Der Wildwasserkanute und Stand-up-Paddler Ole Schwarz holte bei den Europameisterschaften in Nordspanien Gold mit der Mannschaft. Foto: Wolfgang Henry

Talent in zwei Disziplinen beweist auch Ole Schwarz. Der 24-Jährige gewann bei der EM der Wildwasserkanuten im Einer-Canadier im Mannschaftswettbewerb Gold und Bronze. Zudem paddelte er im Wildwasserkanal von Sabero-Alejico in Nordspanien gemeinsam mit seinem Vereinskollegen Moritz Lipperheide vom WSV Blau-Weiss Bonn im Zweier-Canadier zu zwei weiteren Bronzemedaillen. Darüber hinaus ist der Sportstudent auch im Stand-up-Paddling erfolgreich. Auf Fehmarn sicherte sich Schwarz erneut den deutschen Meistertitel.

 Läuferin Konstanze Klosterhalfen erreichte im Rennen über 10.000 Meter im Olympiastadion von Tokio einen starken achten Platz.
Läuferin Konstanze Klosterhalfen erreichte im Rennen über 10.000 Meter im Olympiastadion von Tokio einen starken achten Platz. Foto: dpa/Oliver Weiken

Olympisches Edelmetall hat Konstanze Klosterhalfen als Erinnerung aus Japan zwar nicht mitgebracht. Dennoch überzeugte die Läuferin aus Königswinter-Bockeroth mit einem starken achten Platz über die 10.000 Meter. In dem temporeichen Rennen verpasste Klosterhalfen den deutschen Rekord, den sie im Frühjahr aufgestellt hatte, nur knapp. Stattdessen verbesserte die 24-Jährige Ende August bei einem Rennen in Eugene/Oregon die europäische Bestmarke für die Zwei-Meilen-Distanz auf 9:18,16 Minuten.