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Wer wird GA-Sportler des Monats Juli?

Sieben Kandidaten nominiert : Wer wird GA-Sportler des Monats Juli?

Für die Wahl zum GA-Sportler des Monats Juli haben sich Ricarda Funk, André Sanita, Majtie Kolberg, Maurice Grahl, Lina Kröger sowie Karl-Richard und Johannes Frey qualifiziert.

Den vergangenen Monat haben in der Region die Bilder des Hochwassers bestimmt. Angesichts dieser Katastrophe trat der Sport in den Hintergrund. In Gedanken in ihrer Heimat Ahrweiler, traten Kanutin Ricarda Funk und Läuferin Majtie Kolberg dennoch zu ihren Wettkämpfen an und widmeten ihren Erfolg dem zerstörten Ahrtal. Gemeinsam mit Schwimmerin Lina Kröger, Sprinter Maurice Grahl, Florettfechter André Sanita sowie den Judoka Karl-Richard und Johannes Frey haben sie sich für die Wahl zum GA-Sportler des Monats Juli qualifiziert. Abstimmen können die Leserinnen und Leser bis Montag, 17. August, 24 Uhr, hier im Internet.

Slalom-Kanutin Ricarda Funk, die in Bad Neuenahr-Ahrweiler geboren wurde und auf der Strecke in Sinzig ihre sportliche Karriere begann, paddelte im Kajak-Einer bei den Olympischen Spielen in Tokio nicht nur zu ihrem ersten olympischen Edelmetall, sondern auch zur ersten Goldmedaille für das Team D in der japanischen Hauptstadt. Die 29-Jährige setzte sich fehlerfrei und mit der schnellsten Zeit gegen die starke Konkurrenz durch. Gemeinsam mit ihren beiden Augsburger Trainingspartnern Sideris Tasiadis und Hannes Aigner sowie Andrea Herzog sorgte sie zudem für die beste Medaillenbilanz: vier Medaillen aus vier Wettkämpfen.

Ebenso wie Funk feierte auch André Sanita seine Olympia-Premiere in Tokio. Der Bonner Florettfechter setzte sich im Einzelwettbewerb in der ersten Runde gegen Siu Lun Cheung aus Hongkong durch. Zunächst erarbeitete sich der 29-Jährige vom OFC Bonn eine 6:3-Führung, brach dann aber völlig ein und setzte schließlich zur Aufholjagd an, die ihm den knappen 15:14-Erfolg brachte. In der zweiten Runde musste sich Sanita dann jedoch dem italienischen Weltranglistenersten Alessio Foconi mit 8:15 geschlagen geben.

Eine olympische Premiere hinsichtlich der Wettkampfform gab es auch für die Brüder Karl-Richard und Johannes Frey aus Sankt Augustin. Bei den Sommerspielen in Tokio traten erstmals im Judo Mixed-Teams gegeneinander an. Zu dem zwölfköpfigen Team gehörten auch die beiden Athleten. Der 24 Jahre alte Johannes Frey kam im Judo-Tempel Nippon Budokan in der Hoffnungsrunde gegen die Mongolei zum Einsatz. Der 30 Jahre alte Karl-Richard trat im kleinen Finale gegen die Niederlande an.

Eine Teilnahme an den Olympischen Spielen in Paris 2024 ist das große Ziel von Majtie Kolberg. Die Olympia-Norm hat die 21-jährige Läuferin von der LG Kreis Ahrweiler zumindest schon erfüllt. Beim Sportfest im belgischen Ninove blieb Kolberg zum ersten Mal unter zwei Minuten und gewann das Rennen in 1:59,24 Minuten. Damit unterbot sie sowohl die EM-, WM- als auch die Olympia-Norm und verbesserte ihre eigene Bestzeit um fast drei Sekunden. Zudem stellte sie einen Rheinland-Pfalz-Rekord auf.

Noch nicht bei Olympischen Spielen, aber ebenfalls bei einem internationalen Wettkampf präsentierte sich Lina Kröger von der SG Wago. Die 17-jährige Schwimmerin erreichte bei der Jugend-Europameisterschaft in Rom im Finale über 50 Meter Rücken mit einer Zeit von 28,94 Sekunden Platz sechs. Im Halbfinale verbesserte sie zudem ihre persönliche Bestzeit auf 28,90 Sekunden.

Den bisher größten Erfolg in seiner noch jungen Sprinterkarriere feierte Maurice Grahl im Juli in Rostock. Bei den deutschen U20-Meisterschaften krönte sich der Athlet des LAZ Puma Rhein-Sieg mit einer Zeit von 10,62 Sekunden zum Vizemeister über 100 Meter. Der 18-Jährige wird nach Auskunft von Nachwuchs-Bundestrainerin Claudia Marx zudem in den Sprint-Bundeskader aufgenommen.