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Acht Kandidaten aus der Region nominiert: Wer wird GA-Sportler des Monats?

Acht Kandidaten aus der Region nominiert : Wer wird GA-Sportler des Monats?

Nach der Corona-Zwangspause nimmt der Wettkampfbetrieb wieder Fahrt auf. Acht Athleten aus der Region sind für die Wahl zum GA-Sportler des Monats nominiert.

Wenn man ein Ziel vor Augen hat, scheint auch das härteste Training erträglich. Man quält sich für den einen Wettkampf, verbringt Stunden auf der Laufbahn, im Kraftraum, auf dem Wasser. Die Corona-Pandemie hat den Jahresplan der Sportler aus der Region komplett durcheinandergebracht: Keine Olympischen Spiele, kein Bonn-Marathon, viele nationale und internationale Titelkämpfe abgesagt oder verschoben. Statt Teamtraining standen bei den meisten einsame Alternativeinheiten im Garten oder in der Wohnung auf dem Programm. Die Kandidaten für die GA-Sportlerwahl des Monats haben es hingegen geschafft, sich trotz der ungewohnten Bedingungen zu motivieren und weiter zu trainieren. Der Lohn: Nationale Titel und eine Nominierung für die GA-Sportlerwahl – mit einer Premiere. Erstmals werden acht Sportler zur Wahl gestellt, auch um die Leistung der Sportler in den vergangenen Monaten zu würdigen. Bis zum kommenden Mittwoch, 9. September, 24 Uhr, haben die GA-Leser nun die Chance, für ihre Kandidatin oder ihren Kandidaten abzustimmen.

Hier geht es zur Abstimmung.

Im Kreise der aktuellen Nominierten ist Judoka Jano Rübo zwar der Jüngste, dennoch hat er den anderen einen GA-Sportwahl-Titel voraus. Der 17-Jährige (SSF Bonn) hat im August das erste U21-Sichtungsturnier in Nordrhein-Westfalen nach der Corona-Pause gewonnen. Der Bonner siegte in Lünen in der Klasse bis 73 Kilogramm.

Auf gleich mehrere GA-Sportlerwahl-Titel kann Doppel-Olympiasieger Max Rendschmidt (KG Essen) zurückblicken. Der Ramersdorfer sicherte sich bei den deutschen Kanu-Meisterschaften in Duisburg die Silbermedaille im Einer-Kajak über 500 Meter. Noch am Vortrag war der 26-Jährige beim 1000-Meter-Rennen den Konkurrenten hinterhergefahren. „Ich habe nicht ins Rennen gefunden. Da bin ich froh, dass es über 500 Meter so gut lief und ich die anderen ärgern konnte“, sagte er nach dem Wettkampf.

Hinterhergefahren ist Ole Schwarz hingegen nur die Konkurrenz. Der Bonner Stand-up-Paddler (WSV Blau-Weiss Bonn) gewann am letzten Augustwochenende auf der Insel Fehmarn die nationalen Meisterschaften über die Langdistanz im Stand-up-Paddling. Über die „Long Distance“ von zwölf Kilometern war der Bonner Sportstudent der Schnellste.

Mit Gold hat sich auch die deutsche Mixed-Staffel um Radrennfahrerin Mieke Kröger belohnt. Zunächst gingen Miguel Heidemann, Justin Wolf und Michel Hessmann auf die Strecke, dann folgten Lisa Brennauer, Lisa Klein und Kröger. Als sie eine Sekunde Rückstand auf das Schweizer Team hatten, löste sich an Krögers Rad die Kette, wenig später hatte Brennauer einen Platten. Trotz der Rückschläge fuhren sie nach 54,6 Kilometern mit 26 Sekunden Vorsprung vor den Schweizern ins Ziel.

Mit einer persönlichen Bestzeit von 2:02,58 Minuten über die 800 Meter setzte sich Leichtathletin Maj-
tie Kolberg
im Juli zeitweise sogar an die Spitze der nationalen Jahresrangliste. Bei den deutschen Meisterschaften in Braunschweig Anfang August sprintete die Läuferin der LG Kreis Ahrweiler im 800-Meter-Finale schließlich auf Platz vier.

Vier Podiumsplätze in den ersten vier Rennen nach der Corona-Pause lautet die Bilanz von Motorradfahrer Marc Buchner. Der Königswinterer vom Team Buchner Motorsport gewann mit einer BMW 1000 RR das Acht-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring, bei drei Läufen zur holländischen Meisterschaft in Assen kam er jeweils auf Rang drei.

Der Aufstieg vom Spieler zum Headcoach geht manchmal schneller als gedacht. Baseballspieler Wilson Lee übernahm im Juli kurzfristig die Aufgabe von Alex Derhak, der nach Tschechien zurückkehrte. Seitdem trainiert der Australier die Bonn Capitals, die auch dank seiner überragenden Offensiv-Leistung – Lee nutzte mehr als 70 Prozent seiner Schlagchancen – auf Platz eins der Bundesliga-Tabelle stehen.

Dank Adis Omerbasic darf sich Fußball-Mittelrheinligist 1. FC Düren auf ein Duell mit dem FC Bayern München freuen. Der ehemalige Spieler des Bonner SC traf ausgerechnet in seinem ehemaligen Heimstadion, dem Sportpark Nord, im Mittelrhein-Pokalfinale gegen Alemania Aachen zum 1:0. Als Sieger treffen Omerbasic und Düren nun in der ersten DFB-Pokalrunde auf den deutschen Rekordmeister.