Start des 24-Stunden-Rennens am Donnerstag Diese zwei Favoriten auf den Sieg kommen aus der Region

Nürburgring · Am Donnerstag startet das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring. Zwei Favoriten auf den Sieg kommen dabei aus der Region.

   Der Getspeed-Mercedes (vorne) vor Frikadelli-Ferrari bei der Anfahrt auf das Karussell beim diesjährigen 24-Stunden-Qualifiers.

Der Getspeed-Mercedes (vorne) vor Frikadelli-Ferrari bei der Anfahrt auf das Karussell beim diesjährigen 24-Stunden-Qualifiers.

Foto: Oliver Ermert

Am kommenden Wochenende findet die 52. Auflage des 24-Stunden-Rennens auf dem Nürburgring statt. 130 Fahrzeuge sind gemeldet, darunter 25 Autos aus der GT3 Kategorie. Zu den Favoriten auf den Gesamtsieg gehören auch der Bornheimer Luca Ludwig, der Troidorfer Fabian Schiller und das Getspeed-Team des Alfterers Adam Osieka.

Zumindest Audi, BMW, Porsche und Mercedes-AMG unterstützen ausgewählte Kundenteams. Der prestigeträchtige Eifelklassiker gilt als der Saisonhöhepunkt in der Sport- und Tourenwagenszene. Der Aufwand, der betrieben wird, ist immens. Zu den Teams, die sich über Werksunterstützung freuen können, gehört das Rowe-Team aus St. Ingbert. Die Truppe konnte 2020 den Klassiker gewinnen und setzt in diesem Jahr zwei BMW M4 GT3 ein. Bereits eine Woche vor dem Rennen werden die Trucks beladen. Und geladen wird viel. Das Team reist mit drei Trucks mit 25 bis 30 Tonnen Material an.

„In der Regel sind wir am Freitagmittag mit dem Laden fertig. Das ganze Team kann sich dann noch einmal ein Wochenende erholen“, so Teamchef Hans-Peter Naundorf. Während des 24-Stunden-Rennens werkeln 65 interne und externe Mitarbeiter in dem Team. Der Aufwand geht ins Geld. „Für den Einsatz eines GT3-Rennwagens kann man mit ca. 300.000 € rechnen. Für den Einsatz werden pro Auto circa 30 Reifensätze veranschlagt“, so Adam Osieka, Teamchef von Getspeed. Die Mannschaft setzt seit Jahren zwei Mercedes-AMG GT3 ein. Die oberste Stufe des Siegerpodests blieb der Truppe bislang verwehrt. Man war aber schon nah dran. 2022 belegten die Getspeed-Mercedes die Plätze zwei und drei. In diesem Jahr werden die beiden Getspeed-Boliden von Fabian Schiller, Jules Gounon, Maro Engel, Lucas Auer, Adam Christodoulou, Philip Ellis und Michael Grenier pilotiert.

Im vergangenen Jahr durfte sich das Frikadelli-Team über den Siegerchampagner freuen. Das Team aus Baerweiler setzte erstmals einen Ferrari ein und war auf Anhieb erfolgreich. In der Flunder aus Maranello wechselt sich in diesem Jahr der Bornheimer Luca Ludwig mit Felipe Fernández Laser, Daniel Keilwitz und Nicolas Varrone ab. Ludwig wartet noch auf seinen ersten Sieg bei dem Traditionsrennen. Auch er war schon dicht dran. 2010 belegte er den dritten Rang, 2022 sicherte er seinem damaligen Team Octane 126, das ebenfalls einen Ferrari einsetzte, die Pole-Position.

Nürburgring: Bilder vom 24-Stunden-Rennen 2024
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Bilder vom 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring 2024

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Foto: Jürgen Braun

Bisweilen dauert es lange, bis man den Langstreckenklassiker gewinnen kann. Wenn es dann aber läuft, dann läuft es. So zumindest die Erfahrung des aus Bonn stammenden Olaf Manthey. Der konnte das Rennen als Fahrer nie gewinnen und musste auch als Teamchef lange auf seinen ersten Sieg warten. Den errang das Manthey-Team erst 2006 und wiederholte den Erfolg in den drei Folgejahren sowie 2011, 2018, 2021. Im vergangenen Jahr debütierte die Mannschaft in der DTM und feierte mit ihrem Fahrer Thomas Preining gleich den Titel.

Der Österreicher gewann am vergangenen Wochenende einen DTM-Lauf auf dem Lausitzring und dürfte sich in Siegerlaune befinden. Er teilt sich das Auto mit Laurens Vanthoor, Kévin Estre und Ayhancan Güven. 2021 gewann Manthey das bislang kürzeste 24-Stunden-Rennen, da das Rennen wegen Nebels 14,5 Stunden unterbrochen wurde. Mit Wetterkapriolen müssen Fahrer, Fans und Teams zwar auch am kommenden Wochenende rechnen, so schlimm wie 2021 sollte es aber nicht kommen. Die Meteorologen sagen einen bewölkten Himmel mit gelegentlichem Regen und Temperaturen um die 15 Grad voraus. Wer nicht wetterfest ist, kann das Spektakel auch zuhause verfolgen. Der Fernsehsender Nitro überträgt das gesamte Rennen live.

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