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Auftakt in Monza: Was Sie über den Start der neuen DTM wissen müssen

Auftakt in Monza : Was Sie über den Start der neuen DTM wissen müssen

Die neuformierte DTM bietet zu den Auftaktrennen mehr Marken und ein internationaleres Fahrerfeld. Auch das Getspeed-Team mit Teamchef Adam Osieka aus Alfter ist dabei.

Am kommenden Wochenende startet die DTM auf der Traditionsrennstrecke im italienischen Monza in ihre 35. Saison. Und alles ist neu. Nachdem sich mit Audi und BMW die letzten Hersteller werkseitig aus der Serie zurückzogen, sind die spektakulären und teuren Class-1-Rennwagen Geschichte. Geboten wird nunmehr solide Hausmannskost in Gestalt von GT3-Rennwagen. In der Premierensaison nach dem neuen Reglement mit dabei: Das Getspeed-Team um Teamchef Adam Osieka aus Alfter.

„Man musste uns zu unserem Glück zwingen“, philosophierte DTM-Chef Gerhard Berger vor einiger Zeit. Ob tatsächlich die positiven Aspekte des Reglementwechsels überwiegen wird sich zeigen. Die Einsatzkosten der GT3-Rennwagen sollen mit etwa einer Million Euro pro Jahr jedenfalls deutlich günstiger sein als zu Class-1-Zeiten, als die Kosten pro Auto dreimal so hoch waren.

Auch das leidige Thema Stallorder sollte erledigt sein. „Jedes Team fährt auf eigene Rechnung. Da wird keiner den anderen vorlassen“, so Berger. Die Zuschauer dürfen sich jedenfalls auf eine größere Markenvielfalt freuen. Zu den 19 Startern zählen Audi, BMW, Mercedes, Ferrari und Lamborghini.

Formel-1-Absteiger Alex Albon fährt einen Ferrari

Das Fahrerfeld präsentiert sich ebenfalls vielfältig wie selten zuvor. Neben den Alteingesessenen wie Mike Rockenfeller und Timo Glock kommen Piloten aus aller Herren Länder zum Einsatz, darunter Formel-1-Absteiger Alex Albon aus Thailand und der Inder Arjun Maini. Der 23-jährige Maini wird den Getspeed-Mercedes pilotieren. Das Getspeed-Team wurde 2013 von Adam Osieka gegründet. Aus bescheidenen Anfängen entwickelte sich innerhalb weniger Jahre ein Spitzenteam, das mittlerweile in zahlreichen Rennserien Triumphe feiert.

Maini wiederum errang seine bislang größten Erfolge 2014 in der britischen Formel 4-Meisterschaft, in der er Vizemeister wurde, nur knapp geschlagen von dem heutigen Formel 1-Piloten George Russell. Die weiteren Karriereschritte in der Formel 3, GP3 verliefen eher durchwachsen. Mit GT3-Rennwagen hat er bislang wenig Erfahrungen.

Mit Sophia Flörsch ist auch eine Fahrerin am Start

„Ich bin vor meiner DTM-Premiere schon etwas aufgeregt“, sagt der erste Inder in der Serie. Der Thailänder Alex Albon, der im vergangenen Jahr neben Max Verstappen in der Formel 1 fuhr, wurde von Red Bull zum Formel-1-Ersatzfahrer degradiert und hält sich dieses Jahr in der DTM fit. Er pilotiert einen Ferrari, der von dem Brausehersteller finanziert wird.

Seit längerer Zeit sind in der DTM auch wieder Frauen am Start. In einem Audi R8 LMS versucht sich  Sophia Flörsch. Die 20-jährige Münchnerin fuhr bislang mit überschaubarem Erfolg in diversen Formel-Serien. Berühmt wurde sie dank Youtube 2018, als sie in Macau einen der spektakulärsten Unfälle der Formel 3-Geschichte überlebte.

In letzter Minute gelang es der Britin Esmee Hawkey das Cockpit eines Lamborghini Huracan des Dresdener Teams T3 Motorsport zu ergattern. Im vergangenen Jahr gewann sie die ProAm-Wertung des britischen Porsche Carrera Cup.

Die DTM-Rennen am Samstag und Sonntag werden jeweils zwischen 13.00 und 14.55 Uhr auf SAT 1 übertragen.