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Coronavirus-Pandemie: Deutsche Wasserballer verzichten auf Vier-Nationen-Turnier

Coronavirus-Pandemie : Deutsche Wasserballer verzichten auf Vier-Nationen-Turnier

Wenige Wochen vor der Olympia-Qualifikation verzichtet die deutsche Wasserball-Nationalmannschaft wegen der aktuellen Corona-Lage auf ein Vier-Nationen-Turnier in Montenegro.

„Wir sind äußerst besorgt über die Corona-Entwicklungen und müssen in der besonderen Sorgfaltspflicht gegenüber unseren Nationalmannschaften jegliche Reise in ein ausländisches Risikogebiet sehr sorgsam prüfen. Nicht nur wegen der gesundheitlichen Gefahren, sondern ebenso wegen zahlreicher logistischer Probleme, unklarer Quarantänebedingungen und Rückreiseoptionen im Falle von positiven Fällen“, sagte Leistungssportdirektor Thomas Kurschilgen.

In der Mitteilung wies auch Bundestrainer Hagen Stamm auf die Gefahren hin. „Wir bewerten das Infektionsrisiko momentan als sehr hoch“, sagte Stamm. Gerade erst hat Olympiasieger Serbien nach der Rückkehr vom Weltliga-Turnier gleich drei positiv auf Corona getestete Spieler vermeldet. Auch im Team von Montenegro gibt es aktuell einen Fall - beide Länder wären bei dem Turnier Gegner der deutschen Mannschaft gewesen, dazu noch die USA. „Wir machen uns große Sorgen, dass es auch einen unseren Spieler erwischt und haben unsere Teilnahme deshalb vorsorglich abgesagt“, sagte Stamm.

Das Nationalteam, das gerade in Warendorf trainiert und dort am Dienstag das erste Länderspiel seit zehn Monaten absolviert, wird stattdessen ebenfalls in Warendorf vom 26. Januar an ein weiteres Trainingslager abhalten.

Ein weiterer Lehrgang in Warendorf ist vom 3. Februar an geplant. Von dort geht es direkt weiter nach Rotterdam, wo am 14. Februar das erste Spiel der Olympia-Qualifikation gegen die Niederlande ansteht. Weitere Gegner in der Vorrunde sind Frankreich, Russland, Rumänien und Kroatien.

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© dpa-infocom, dpa:210118-99-74232/2

(dpa)