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DEL-Eishockey-Liga: Haie waren letztlich ohne Chance in Berlin

DEL-Eishockey-Liga : Haie waren letztlich ohne Chance in Berlin

Nach den Erfolgen in den ersten Spielen mussten die Kölner Haie nun eine deftige Niederlagen bei den Eisbären in der Hauptstadt einstecken. Am Ende ging es 0:5 aus.

Die Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte hatte sich Uwe Krupp anders vorgestellt. Der Trainer der Kölner Haie hatte zwar prophezeit, dass es in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) Rückschläge geben und sein junges Team Lehrgeld bezahlen wird. Nach der 0:5 (0:2, 0:2, 0:1)-Packung bei den Eisbären Berlin war er aber bedient. Schließlich waren seine Schützlinge nach drei Siegen aus den ersten vier Spielen als Tabellenführer der Nord-Staffel in die Hauptstadt gereist.

Obwohl sie kein schlechtes Spiel lieferten, bekamen sie in der Mercedes-Benz-Arena- vor allem in puncto Effizienz - die Grenzen aufgezeigt und wurden als Spitzenreiter entthront. „Wir haben die Kleinigkeiten nicht richtig gemacht“, befand Alexander Oblinger. Der Stürmer sah sein Team „immer einen Schritt zu spät“ und „nicht konsequent vor dem Tor“.

Es fehlte auch ein wenig das Spielglück in den Aktionen der Haie

Schon zum Start ins Spiel zeigte sich dieses Manko: Zwar hatte Krupp vor der druckvollen Anfangsphase seiner Ex-Mannschaft gewarnt. Nach 44 Sekunden stand es trotzdem 0:1. Giovanni Fiores Schuss prallte zu Mark Zengerle, der quer zu Matthew White legte. Berlins Top-Torschütze hatte keine Probleme mehr (1.). Dann musste der Ex-Eisbär Justin Pogge im Haie-Tor zwei Mal gegen Lukas Reichel das 0:2 verhindern (2., 6.). In der siebten Minute zappelte der Puck doch wieder im Kölner Netz. Nach Frank Hördlers Traumpass baute Parker Tuomie die Berliner Führung aus (7.). Erst kurz vor der Drittelpause traten die Gäste offensiv gefährlich in Erscheinung. Marcel Müller nach Zuspiel von Frederik Tiffels (19.) und Alexander Oblinger bei seinem Pfostenschuss (20.) verpassten aber den Anschluss. 11:17 Schüsse zeugten schon vor Durchgang zwei von einem offensiven Schlagabtausch.

Den Kölnern fehlte aber das Glück und auch die letzte Konsequenz. Frederik Tiffels‘ guter Versuch landete ebenso in den Fängen von Eisbären-Goalie Mathias Niederberger (22.), wie der Alleingang von Lucas Dumont (24.) Zwischen diesen beiden Szenen zeigte Kristopher Foucault auf der Gegenseite wie es geht. Von Parker Tuomie bedient traf er aus vollem Lauf zum 3:0 (23.). Die temporeiche Partie schien trotz des klaren Zwischenstands noch nicht entschieden. Weil die Haie aber zu oft das Tor verfehlten und zudem nicht an ihre gute Powerplay-Quote (36,84 Prozent) anknüpften, fiel die frühe Entscheidung in der 32. Minute. Passend zum gebrauchten Tag kassierten sie das vierte Gegentor im 5-gegen-4. Die Berliner schalteten mit Giovanni Fiore schnell um und nach dessen cleverem Rückpass zu Hördler machte der Kapitän mit dem 4:0 alles klar.

Im Schlussdrittel überstand das Krupp-Team zumindest alle Unterzahl-Situationen unbeschadet. Der für Pogge zwischen die Pfosten gekommene Keeper Hannibal Weitzmann musste aber doch schnell hinter sich greifen. Nach einem Bully traf Foucault ansatzlos zum 5:0-Endstand (41.). Ihr Biss aus den ersten beiden Dritteln war den Haien komplett abhandengekommen, als sie die Strafminuten sieben bis zwölf nicht in einen Ehrentreffer ummünzen konnten. Das erste tor- und punktlose Spiel der Saison müssen die Kölner nun am Wochenende verdauen. Am Montag (20.30 Uhr, Magenta Sport) geht es nach vier Auswärtsspielen zuhause gegen die Iserlohn Roosters weiter.